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St. Peter und Paul (Zürich)

Kirchengebäude in Zürich
Römisch-katholische Kirche St. Peter und Paul
Kirche St. Peter und Paul, Ansicht von Osten
Chor, Sakristei und St. Annakapelle, im Hintergrund die Werdhochäuser
Das Hauptportal an der Werdstrasse
Detail am Hauptportal

Die 1874 fertiggestellte und 1885 geweihte neugotische Kirche St. Peter und Paul in Zürich-Aussersihl ist das erste römisch-katholische Kirchengebäude, das nach der Reformation in Zürich erstellt wurde. Sie ist die Mutterkirche von katholisch Zürich und steht seit 1980 unter Bundesdenkmalschutz.[1]

GeschichteBearbeiten

HintergründeBearbeiten

Das Toleranzedikt des Zürcher Regierungsrats vom 10. September 1807 erlaubte erstmals seit der Reformation durch Huldrych Zwingli im Jahr 1523 wieder eine katholische Gemeinde in Zürich.[2] Den Katholiken, die vorher nur im Kloster Fahr, einer aargauischen Enklave, den Gottesdienst besuchen konnten, wurde die aus dem 14. Jahrhundert stammende St. Anna-Kapelle für Gottesdienste überlassen. Im Jahre 1819 wurde Zürich zusammen mit Ob- und Nidwalden, Teile von Uri, Schwyz sowie als Teil des erloschenen Bistums Konstanz dem Bistum Chur zur provisorischen Administratur übergeben.[3]

Weil im Zuge der Industrialisierung zunehmend Katholiken aus der Ost- und Innerschweiz nach Zürich auswanderten, wurde die St. Anna-Kapelle für die rasch wachsende Gemeinde zu klein. Da der Stadtrat von Zürich für eine Erweiterung der St. Anna-Kapelle keine Erlaubnis gab, musste nach einer anderen Lösung gesucht werden. Am 19. Oktober erhielten die Katholiken die Erlaubnis, bis auf weiteres im Schiff des Fraumünsters an Sonn- und Feiertagen ihren Gottesdienst abzuhalten. Später wurde diese Erlaubnis bis auf Ende 1843 befristet. 1842 erhielt die katholische Gemeinde Zürich die Bewilligung zur Benützung der Augustinerkirche, die aber zuerst renoviert werden musste. Am 21. Oktober 1844 weihte der Bischof von Chur, Kaspar von Carl die Augustinerkirche ein. Im Jahr 1864 gründete die katholische Gemeinde Zürich Missionsstationen in Männedorf, Gattikon und im Bezirk Hinwil.[4]

Entstehungs- und BaugeschichteBearbeiten

Nach dem Ersten Vatikanischen Konzil kam es in Zürich unter den Katholiken zu einer Kirchenspaltung. Bei einer Gemeindeabstimmung am 8. Juni 1873 schlossen sich von 396 Stimmberechtigten 290 der christkatholischen Bewegung an. 106 sprachen sich als romtreue Katholiken dagegen aus. Die Augustiner-Kirche wurde somit christkatholisch und die romtreue Minderheit musste nach dem Frühgottesdienst vom 29. Juni 1873 die Augustinerkirche verlassen. Von der Presse wurden die romtreuen Katholiken mit Häme überschüttet.[5] Bis zum Bau einer neuen Kirche musste die romtreue Gemeinde im Theaterfoyer ihre Gottesdienste feiern. Die römisch-katholischen Gemeindemitglieder gründeten eine Aktiengesellschaft, um den Bau einer römisch-katholischen Kirche in Zürich oder Umgebung zu finanzieren. Nachdem in der damals noch eigenständigen Gemeinde Aussersihl ein Baugrund gefunden werden konnte, wurde mit materieller Unterstützung der katholischen Kantone die Kirche St. Peter und Paul in nur einem Jahr gebaut.[6]

Am 2. August 1874 konnte die römisch-katholische Gemeinde die unter der Leitung des Baumeisters Rudolf Gottlieb Gull (1832–1911), dem Vater des Erbauers des Zürcher Landesmuseums Gustav Gull, in den Jahren 1873–1874 neu erstellte Notkirche in Aussersihl einweihen. Die als «Armeleutekirche von Aussersihl» bezeichnete schlichte Saalkirche hatte bei der Einweihung weder Bänke noch Kanzel, Altaraufbauten oder Taufstein.

Im Jahr 1884 erhielt die Kirche den neugotischen Hochaltar, der mit Spenden der Gläubigen ermöglicht wurde. Papst Pius IX. schenkte der Diasporapfarrei Zürich die grosse Zwillingsmonstranz aus dem einstigen Klosterschatz von Muri.[7] 1885 weihte der Bischof von Chur, Constantin Rampa die Kirche. Eine Kirche durfte damals erst geweiht werden, wenn kein zu grosser Schuldebetrag mehr auf ihr lastete.[8]

1895 wurde die zu klein gewordene Kirche durch einen Anbau an der Frontseite und einen neugotischen Turm erweitert. In der ein dreischiffiges Kircheninneres vortäuschenden Schaufassade mit dem sechzig Meter hohen Turm spiegelte sich auch das gewachsene Selbstbewusstsein der Zürcher Katholikinnen und Katholiken.[9] Die Architekten waren Alfred Chiodera (1850–1916) und Theophil Tschudy (1847–1911), die auch die Synagoge der Israelitischen Cultusgemeinde an der Löwenstrasse 1884, die Villa Patumbah 1885 und das Schauspielhaus Zürich (Pfauenbühne) 1888/1889 entworfen hatten.[10] Der Kirchturm von St. Peter und Paul war der erste Kirchturm in ganz Aussersihl. Für die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde St. Jakob war der 60 Meter hohe katholische Kirchturm ein Ansporn, ihren fünf Jahre später vollendeten Turm fünfzehn Meter höher zu errichten.[11]

Die zahlreichen, seit den 1860er Jahren nach Zürich und Umgebung eingewanderten italienischen Arbeiter mussten teilweise unter prekären Verhältnissen leben. Dies führte zu sozialen Spannungen und Auseinandersetzungen mit den jungen Schweizern – den sogenannten Italiener-Krawallen von 1896.[12] Als Reaktion darauf gründeten die Salesianer im Jahr 1898 die Missione Zurigo, aus der die heutige Missione Cattolica di Lingua Italiana (MCLI) mit ihrer Kirche Don Bosco an der Ecke Hohl-/Feldstrasse hervorgegangen ist.

1897 wurde die Casino-Genossenschaft gegründet, die ein Restaurant und einen Saal als Gemeindezentrum betrieb. 1927 hatte die Pfarrei St. Peter und Paul grosse Baupläne für eine Erweiterung der Kirche sowie für eine Grossüberbauung mit Schulhaus, Familienwohnungen und Einkaufsmöglichkeiten. Die Pläne scheiterten wegen Finanzierungsproblemen. 1929 konnte dagegen das Jugendhaus in Verbindung mit dem Casino Aussersihl erbaut werden.[13]

1943 bis 1944 wurde die Kirche unter der Leitung des Schwyzer Architekten Joseph Steiner im Purifizierungsstil renoviert, wobei die neugotischen Farben durch einen weissen Anstrich ersetzt wurden. 1968 wurde das Werdquartier rund um die Kirche St. Peter und Paul neu bebaut. Die in die Jahre gekommenen ärmlichen Häuser wurden samt dem alten Pfarrhaus abgebrochen und ersetzt durch ein neues Pfarrhaus und durch ein Kirchgemeindehaus am Werdgässchen. 1973 konnte das Altersheim St. Peter und Paul bezogen werden. Zur 100-Jahr-Feier von St. Peter und Paul wurde das Pfarrhaus eingeweiht und 1978 der umgebaute Casinosaal in Betrieb genommen. Der Architekt all dieser baulichen Massnahmen war K. Wäspi.[14]

Nachdem in den 1960er Jahren das Werdhochhaus in unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche errichtet worden war und das Quartier um die Kirche vor einer radikalen Umgestaltung stand, wurden in Fachkreisen und in der Pfarrei die Frage diskutiert, ob die in die Jahre gekommene Kirche St. Peter und Paul einem Neubau weichen sollte oder ob sie als historisches Denkmal erhaltenswert sei. Nach einer erhitzten Debatte stimmte die Kirchgemeinde St. Peter und Paul mit deutlichem Ja für den Erhalt der Kirche.[15]

Von 1979 bis 1980 wurde die Kirche durch den Architekten Walter Rieger unter der Begleitung der kantonalen und eidgenössischen Denkmalpflege einer Totalrenovation unterzogen und in den neugotischen Zustand von 1896 zurückgeführt. Hierbei wurde auch die ursprüngliche neugotische Farbgebung wiederhergestellt.[16] Gleichzeitig wurde die Sakristei vergrössert sowie die in Erinnerung an die erste katholische Gottesdienststätte von Zürich genannte St. Annakapelle angebaut. Am 26. Oktober 1980 wurde die restaurierte Kirche samt der neu erbauten St. Annakapelle eingeweiht.[17]

1987 wurden an der Stauffacherin Aussenrenovationen durchgeführt und die erweiterte Pflegestation des Altersheims St. Peter und Paul eröffnet.

Im Jahre 2002 begann die Kirchturmrenovation, die mit der Wiederaufsetzung des Kreuzes mittels Hubschrauber im April 2003 abgeschlossen wurde.[18] Im Jahr 2014 wurde die St. Annakapelle von Architekt Walter Moser saniert.

Tochterpfarreien und GegenwartBearbeiten

Nach der Gründung der Pfarrei St. Peter und Paul entwickelten sich von der Mutterkirche aus – parallel zur wachsenden Stadt Zürich – in den darauf folgenden gut 80 Jahren die verschiedenen Pfarreien der Stadt, beginnend mit der Liebfrauenkirche, welche ab 1893 für das rechte Limmatufer eingerichtet wurde.[19] Es folgte 1898 die Ernennung der Missione Cattolica di Lingua Italiana zur Personalpfarrei im Jahr 1898, danach die Gründungen der Pfarreien Heilig Kreuz (Altstetten) 1900, St. Josef (Industriequartier) 1916, Herz Jesu (Wiedikon) 1921, St. Franziskus (Wollishofen) 1928 und Dreikönigen (Enge) 1951.[20]

Mit 4‘114 Mitgliedern (Stand 2017) ist die Pfarrei St. Peter und Paul eine der mittelgrossen römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich.[21]

Zur NamensgebungBearbeiten

Im 19. Jahrhundert waren die Katholiken im reformierten Kanton Zürich eine Minderheit. Der Kulturkampf war Zeichen eines Misstrauens der reformierten Bevölkerung gegenüber den zuwandernden Katholiken. Als Antwort darauf entstand im 19. Jahrhundert der Ultramontanismus, der dem Zugehörigkeitsgefühl der Katholiken zu Papst und Vatikan in Rom Ausdruck verlieh. Nach der Trennung von der christkatholischen Kirche im Jahr 1873 bestand zudem das Bedürfnis, sich auch gegen diese neu entstandene Konfession zu profilieren. Diese beiden Umstände hatten zur Folge, dass in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etliche neu erbaute Kirchen den Hl. Petrus und Paulus geweiht wurden, u. a. auch die älteste katholische Kirche im Kanton Zürich, St. Peter und Paul (erbaut 1868), und als erste römisch-katholische Kirche von Zürich nach der Trennung von der christkatholischen Kirche St. Peter und Paul in Zürich-Aussersihl.

BaubeschreibungBearbeiten

Kirchturm und GlockenBearbeiten

 
Der Kirchturm
 
Innenansicht der Kirche
 
Blick zur Orgelempore
 
Blick von der Orgelempore
 
Kirchendecke, Detailansicht

Als die Kirche zu klein geworden war, wurde bei der Erweiterung des Gotteshauses auch der 60 Meter hohe neugotische Kirchturm an die Kirche angebaut. Es handelt sich um einen axialen Frontturm, der nach oben von einem Quadrat in ein Oktogon übergeht und mit dem krönenden Spitzhelm einen Höhenakzent als Gegengewicht zur 55 Meter langen Kirche setzt.[22] Plastisches Schmuckwerk wie Skulpturen von Aposteln und Propheten, Masswerke, Wimperge, Fialen und Kreuzblumen ziert den Turm.[23]

Die 1896 von der Glockengiesserei H. Rüetschi, Aarau gegossenen Glocken wurden am 22. November 1896 geweiht und anschliessend in den Turm aufgezogen.[24]

Nummer Gewicht Ton
1 3341 kg B
2 1917 kg des
3 1239 kg es
4 802 kg ges
5 404 kg b

Kirchenraum und künstlerische AusstattungBearbeiten

Die Kirche St. Peter und Paul ist ein Longitudinalbau mit einer Länge von 55 Metern, das Kirchenschiff hat eine Länge von gut 40 Metern und eine Breite von knapp 15 Metern. Die Eingangstüre auf der Frauenseite erhielt ein bronzenes Frauentor, dessen Reliefs die Bedeutung der Frau in der Heilsgeschichte darstellen. Das Bronzetor auf der Männerseite stellt Petrus und Paulus dar. Beide Bronzeportale stammen von Max Spielmann aus Innsbruck.[25] Im Innern findet die Kirche ihr Zentrum im erhöhten polygonal geschlossenen Chorraum mit dem Hauptaltar (Kreuzigungsszene), den beiden Seitenaltären (rechts: Herz Jesu, links: Muttergottes) sowie dem Zelebrationsaltar, dem Ambo (beide von 1980) und dem Taufstein (von 1876).[26]

HochaltarBearbeiten

Der neugotische Hochaltar stammt vom Holzbildhauer Theodor Schnell d. Ä. in Ravensburg und wurde 1884 eingeweiht. Das Geld dafür wurde im Lauf von zehn Jahren durch den «Fünfrappenverein» zusammengetragen, einer Gruppe von deutschen Dienstmädchen und Tiroler Maurern, die jede Woche fünf Rappen spendeten (der Lohn eines Dienstmädchens war damals fünf Franken monatlich). Gezeigt wird im Mittelteil eine Kreuzigungsgruppe, flankiert von St. Peter und Paul.

Unter der Mensa (Tisch des Herrn) des Hochaltars befindet sich ein heiliges Grab, das in der Karwoche geöffnet wird und Christus zeigt, wie er nach seiner Auferstehung Maria Magdalena erscheint. Die Chorfenster wurden von August Wanner 1946 gestaltet.[27]

Beide Seitenaltäre stammen von Wilhelm Keller, Luzern aus dem Jahr 1875. Im linken Altar stellt das Altarbild eine Muttergottes von Joseph Balmer, Luzern dar. Die Predella zeigt die Verkündigung und das Antependium die Huldigung der Heiligen drei Könige. Der rechte Seitenaltar besitzt ein Altarbild von Melchior Paul von Deschwanden, Stans, das das Herz Jesu darstellt. Die Predella zeigt das Abendmahl, das Antependium die Himmelfahrt.[28]

ZwillingsmonstranzBearbeiten

Die ärmliche Kirche besass bereits bei der Einweihung im Jahr 1884 ein ungewöhnlich kostbares, einzigartiges Kultgerät: Die Zwillingsmonstranz von Muri. Diese Monstranz war eine von zwei Anfang des 18. Jahrhunderts in der Blütezeit des Klosters Muri geschaffenen spätbarocken, vergoldeten Silbermonstranzen mit Laubwerk und Email verziert.

Beide Monstranzen wurden 1841 bei der Aufhebung des Klosters vom Kanton Aargau konfisziert. Eine von ihnen gelangte zurück nach Muri, die andere wurde zusammen mit weiteren Kultgegenständen nach Frankreich verkauft, wo der päpstliche Nuntius den gesamten Kultschatz 1851 ersteigerte und in den Vatikan bringen liess. Als der damalige katholische Pfarrer von Zürich, Anton Scalabrini, wenige Monate vor der Vollendung der Kirche auf einer seiner zahlreichen Bettelreisen nach Rom kam, spendete ihm Papst Pius IX. nicht nur 5'000 Franken, sondern schenkte ihm auch die Zwillingsmonstranz aus der Pariser Versteigerung.

LängsschiffBearbeiten

Das Längsschiff der Kirche zeigt sich seit der Renovation von 1979 bis 1980 wieder in seiner neugotischen Gestaltung. Die einzelnen Joche sind durch ihre Konstruktion und Dekoration klar gegliedert, der Saal wirkt durch die einheitliche gewalmte Decke breiter. An der Stirnseite des Schiffes setzt sich mit der Gruppe der drei Spitzbogen die Gotik stärker durch, die in den neugotischen Altären im Chor weiter betont wird.[29]

Ausstattung im EingangsbereichBearbeiten

Im Windfang findet sich ein Fresko von Franz Vettiger (1846–1919) aus dem Jahr 1900, die Verleugnung Petri darstellend. Die ehemalige Taufkapelle schmückt ein Eisengitter mit Heilig-Geist-Taube, eine Pietà in Lindenholz, beide von ca. 1896 sowie ein Glasfenster mit der Taufe Christi und einem die Kinder segnenden Christus darstellend, beide von Christian Heinrich Burckhardt, München von 1898.[30]

Ausstattung im LanghausBearbeiten

Im Langhaus der Kirche befindet sich ein Kreuzweg aus Tonguss von der Kunstanstalt München, 1877 sowie die Kanzel von den Gebrüdern Müller, Wil SG von 1874.

St. Anna-KapelleBearbeiten

Bei dieser Seitenkapelle handelt es sich um einen Neubau aus dem Jahr 1979–1980. Sie wurde an den neugotischen Stil der Kirche St. Peter und Paul angepasst, damit das ganze Ensemble einheitlich wirkt.[31] Altar, Tabernakel und Vortragskreuz stammen von Josef Caminada, Zürich. Die Glasfenster schuf Hermann A. Sigg, Oberhasli. Gezeigt werden die Schöpfung, Rebekka am Brunnen sowie Anna selbdritt. Der Wandteppich ist von Ferdinand Gehr aus dem Jahr 1982 und trägt den Titel „Licht“. Die Plastik der Anna Selbdritt stammt aus Asturien (Spanien) und wurde im 16./17. Jahrhundert gefertigt.[32]

OrgelnBearbeiten

 
Die Späth-Orgel von 1981

HauptorgelnBearbeiten

Die Kirche St. Peter und Paul erhielt erstmals im Jahr 1891 eine Orgel. Es war dies ein Instrument von der Orgelbaufirma Goll, Luzern mit 20 klingenden Registern.[33]

Die heutige Hauptorgel auf der Orgelempore wurde 1981 von der Firma Späth Orgelbau (Rapperswil) erbaut. Das Instrument hat 80 Register auf vier Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.[34]

I Hauptwerk C–
1. Rohrgedeckt 16′
2. Prinzipal 8′
3. Flauto major 8′
4. Gemshorn 8′
5. Oktave 4′
6. Hohlflöte 4′
7. Quinte 22/3
8. Doublette 2′
9. Mixtur IV 2′
10. Scharf III 1′
11. Cornett V 8′
12. Trompete 16′
13. Trompete 8′
14. Clairon 4′
II Schwellpositiv C–
15. Gambe 16′
16. Prinzipal 8′
17. Flûte harm. 8′
18. Gedeckt 8′
19. Gambe 8′
20. Oktave 4′
21. Blockflöte 4′
22. Waldflöte 2′
23. Sesquialtera II 22/3
24. Larigot 11/3
25. Mixtur IV 11/3
26. Dulcian 16′
27. Cromorne 8′
28. Fagott 8′
29. Schalmei 4′
Tremulant
Röhrenglocken
III Schwellwerk C–
30. Gedeckt 16′
31. Koppelflöte 8′
32. Rohrgedeckt 8′
33. Quintatön 8′
34. Salicional 8′
35. Unda Maris 8′
36. Prinzipal 4′
37. Traversflöte 4′
38. Viola 4′
39. Flageolet 2′
40. Plein Jeu IV 2′
Tremulant
41. Fagott 16′
42. Trompette harm. 8′
43. Oboe 8′
44. Vox humana 8′
45. Clairon 4′
IV Kronpositiv C–
46. Holzgedeckt 8′
47. Praestant 4′
48. Rohrflöte 4′
49. Nazard 22/3
50. Prinzipal 2′
51. Flöte 2′
52. Terz 13/5
53. Sifflöte 1′
54. Zimbel IV 1′
55. Holzkrummhorn 8′
56. Chamade 16′
57. Chamade 8′
58. Chamade 4′
Pedalwerk C–
59. Untersatz 32′
60. Prinzipalbass 16′
61. Subbass 16′
62. Zartbass 16′
63. Gambe 16′
(Fortsetzung)
64. Oktavbass 8′
65. Spitzflöte 8′
66. Gedeckt 8′
67. Gambe 8′
(Fortsetzung)
68. Oktave 4′
69. Flöte 4′
70. Gemshorn 2′
71. Mixtur IV 22/3
(Fortsetzung)
72. Posaune 16′
73. Basson 16′
74. Trompete 8′
75. Fagott 8′
76. Clairon 4′
77. Kleinfagott 4′
(Fortsetzung)
78. Chamade 16′
79. Chamade 8′
80. Chamade 4′
Röhrenglocken
  • Koppeln
    • Normalkoppeln: II/I, III/I, IV/I, III/II, IV/I, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P
    • Suboktavkoppeln: II/I, II/II, III/I, III/II, III/III
    • Superoktavkoppeln: I/I, II/I, II/II, III/I, III/II, III/III, II/P
 
Die Rieger-Chororgel von 2001

ChororgelBearbeiten

Seit dem Jahr 2001 besitzt die Kirche St. Peter und Paul noch eine zweite Orgel. Es ist dies eine Chororgel, die durch Orgelbau Rieger (Schwarzach/Vorarlberg) gebaut wurde. Das Instrument mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur hinter einem neugotischen Prospekt verfügt über 27 Register.[35]

I Hauptwerk C–a3
Bourdon 16′
Montre 8′
Bourdon 8′
Flûte harmonique 8′
Gambe 8′
Praestant 4′
Flûte 4′
Doublette 2′
Furniture IV 8′
Trompette 8′
Cromorne 8′
Tremulant
II Récit C–a3
Flûte à bois 8′
Suavial 8′
Salicional 8′
Voix céleste 8′
Principal 4′
Flûte octaviante 4′
Nazard harmonique 22/3
Octavin 2′
Tierce harmonique 13/5
Plein jeu IV
Trompette harmonique 8'
Basson et hautbois 8′
Tremulant
Pedal C–f1
Soubasse 16′
Principal 8′
Bourdon 8′
Octave 4′
Basson 16′

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Guido Kolb: 100 Jahre St. Peter und Paul. Zürich 1974.
  • Bischöfliches Ordinariat Chur (Hrsg.): Schematismus des Bistums Chur. Chur 1980.
  • Hans Jörg Rieger, Walter Rieger: Kath. Kirche St. Peter und Paul Zürich-Aussersihl. (Schweizerischer Kunstführer, Nr. 305). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1982, ISBN 3-85782-305-4.
  • Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. Zürich 1989.
  • Guido Kolb: Als die Priester noch Hochwürden hiessen. Ein Lesebuch zum 200-Jahr-Jubiläum der katholischen Gemeinde Zürich. Edition NZN bei TVZ, Zürich 2007, ISBN 978-3-290-20038-1.
  • Robert Schönbächler: Kirchen und Gotteshäuser der Stadt Zürich. Neujahrsblatt Industriequartier/Aussersihl, Zürich 2012.
  • Stadt Zürich, Amt für Städtebau (Hrsg.): Katholische Kirchen der Stadt Zürich. Bestandesverzeichnis Denkmalpflege der Stadt Zürich. Zürich 2014.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Robert Schönbächler: Kirchen und Gotteshäuser der Stadt Zürich. S. 16
  2. Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. S. 192
  3. Vgl. Artikel in Wikipedia zum Bistum Chur
  4. Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. S. 192
  5. Stadt Zürich, Amt für Städtebau (Hrsg.): Katholische Kirchen der Stadt Zürich. Bestandesverzeichnis Denkmalpflege der Stadt Zürich. Zürich 2014. S. 176.
  6. Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. S. 192
  7. Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. S. 192
  8. Robert Schönbächler: Kirchen und Gotteshäuser der Stadt Zürich. S. 16
  9. Website der Pfarrei, Abschnitt Gebäude. Abgerufen am 13. Juli 2013
  10. Walter und Hans Jörg Rieger: Kath. Kirche St. Peter und Paul Zürich-Aussersihl. S. 18
  11. Stadt Zürich, Amt für Städtebau (Hrsg.): Katholische Kirchen der Stadt Zürich. Bestandesverzeichnis Denkmalpflege der Stadt Zürich. Zürich 2014. S. 176.
  12. Vgl. Artikel in Wikipedia zu Aussersihl
  13. Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. S. 192
  14. Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. S. 193
  15. Stadt Zürich, Amt für Städtebau (Hrsg.): Katholische Kirchen der Stadt Zürich. Bestandesverzeichnis Denkmalpflege der Stadt Zürich. Zürich 2014. S. 176.
  16. Robert Schönbächler: Kirchen und Gotteshäuser der Stadt Zürich. S. 16
  17. Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. S. 193
  18. Website der Pfarrei, Abschnitt Gebäude. Abgerufen am 13. Juli 2013.
  19. Website der Pfarrei, Abschnitt Geschichte der Pfarrei. Abgerufen am 13. Juli 2013
  20. Rainald Fischer, Die katholischen Kirchen in der Stadt Zürich. in: Guido Kolb, 100 Jahre St. Peter und Paul. S. 190–191
  21. Katholische Kirche im Kanton Zürich. Jahresbericht 2017. S. 84.
  22. Rainald Fischer, Die katholischen Kirchen in der Stadt Zürich. in: Guido Kolb, 100 Jahre St. Peter und Paul. S. 194
  23. Walter und Hans Jörg Rieger: Kath. Kirche St. Peter und Paul Zürich-Aussersihl. S. 4
  24. Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. S. 192
  25. Walter und Hans Jörg Rieger: Kath. Kirche St. Peter und Paul Zürich-Aussersihl. S. 16
  26. Website der Pfarrei, Abschnitt Gebäude. Abgerufen am 13. Juli 2013.
  27. Walter und Hans Jörg Rieger: Kath. Kirche St. Peter und Paul Zürich-Aussersihl. S. 15
  28. Walter und Hans Jörg Rieger: Kath. Kirche St. Peter und Paul Zürich-Aussersihl. S. 15
  29. Rainald Fischer, Die katholischen Kirchen in der Stadt Zürich. in: Guido Kolb, 100 Jahre St. Peter und Paul. S. 194
  30. Walter und Hans Jörg Rieger: Kath. Kirche St. Peter und Paul Zürich-Aussersihl. S. 15
  31. Walter und Hans Jörg Rieger: Kath. Kirche St. Peter und Paul Zürich-Aussersihl. S. 7–8
  32. Walter und Hans Jörg Rieger: Kath. Kirche St. Peter und Paul Zürich-Aussersihl. S. 16
  33. Henri Truffer: Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich. S. 192
  34. Nähere Informationen zur Grossen Orgel, abgerufen am 14. April 2016.
  35. Disposition Chororgel, abgerufen am 14. April 2016.

Koordinaten: 47° 22′ 19,8″ N, 8° 31′ 39,7″ O; CH1903: 682254 / 247383