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Serengeti-Park

Tier- und Freizeitpark in Norddeutschland
Serengeti-Park
Einfahrt

Einfahrt

Ort Am Safaripark 1, 29693 Hodenhagen, Deutschland
Eröffnung 19. August 1974
Besucher 755.000 [1] (2016)
Fläche 220 Hektar
Personal Festangestellte: 150 (2015)
Website www.serengeti-park.de
Serengeti-Park (Deutschland)
Serengeti-Park
Serengeti-Park
Lage des Parks

Koordinaten: 52° 44′ 44″ N, 9° 37′ 0″ O

Das Serengeti-Park Resort im niedersächsischen Hodenhagen ist ein Tier- und Freizeitpark. Der Park hat eine Größe von 220 Hektar, 1500 Tiere, über 40 Fahrgeschäfte und Shows sowie ein Resort mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten. Der Serengeti-Park ist als zoologischer Garten anerkannt. 2009 erhielt der Park durch das niedersächsische Kultusministerium die Zertifizierung als außerschulischer Lernort im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

1972 hatte der Unternehmer Charlie Stein die Idee, exotische Tiere in der nördlichen Hemisphäre zu halten. Aus dieser Idee heraus entstanden Tierparks in Montreal, New Jersey, Birmingham, Yokohama, Beekse Bergen und Hodenhagen. Paolo Sepe fungierte als Leiter der zoologischen Einrichtungen, die unter dem Namen „Wild Animal Kingdom“, eine Tochtergesellschaft der Stein-Holding, liefen. Grundlegend unterschied sich das Konzept der Parks von gewöhnlichen Zoos. Es wurden Safaris mit Tierauslauf angeboten. Außerdem sollten sich die Parks ohne Zuschüsse tragen können. Abgerundet wurde das Freizeitprogramm durch ein paar Karussells. Bei der Eröffnung der Anlage 1974 betrugen die Investitionen etwa 20 Millionen D-Mark.

1982 übernahm - nach dem Konkurs der amerikanischen Betreibergesellschaft - der damalige Serengeti-Park-Geschäftsführer Paolo Sepe den Hodenhagener Park als Eigentümer. Seit 1983 wurde der Park immer weiter saniert, wodurch mit der Zeit neben der Tierwelt auch die Affen-, Wasser- und Freizeitwelt entstanden.

1996 gelang dem Serengeti-Park die weltweit einzige Auswilderung eines in Europa gezüchteten Breitmaulnashorns.

1997 übernahmen Paolo Sepes Kinder Fabrizio Sepe und Veronica Trussardi-Sepe den Serengeti-Park und leiten ihn seitdem als Geschäftsführer gemeinsam mit ihrem Cousin Giovanni Sepe.

2001 startete die erste Dschungel-Safari-Tour.

2004 erhielt der Serengeti-Park die unbefristete Genehmigung als Zoologischer Garten nach der aktuellen EU-Richtlinie 99/22/EG gemäß § 45 des Niedersächsischen Landesnaturschutzgesetzes und auf der Basis des LANA-Gutachtens.

2006 wurde "Boubou", das erste afrikanische Elefantenbaby Norddeutschlands seit 30 Jahren geboren.

2007 wurden die Safari-Lodges eröffnet.

2009 erhielt der Serengeti-Park durch das Niedersächsische Kultusministerium die Zertifizierung als außerschulischer Lernort im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

2010 wurde die "Aqua-Safari", eine Fahrattraktion mit original Florida-Airbooten, eingeweiht.

2011 starb „Charly“, das mit 53 Jahren älteste Breitmaulnashorn der Welt, das unter kontrollierten Bedingungen in Menschenobhut gehalten wurde.

2014 feierte der Serengeti-Park sein 40-jähriges Jubiläum und das Resort wurde um 40 Masai-Mara-Lodges erweitert. Die Hütten in afrikanischem Stil sind um eine eigene Tieranlage gebaut, auf der unter anderem Giraffen und Antilopen leben.

2015 wurde die Black-Mamba Jetboot-Attraktion eingeweiht.

2016 wurden neue Lodges gebaut und die Quad-Safari eröffnet.

BereicheBearbeiten

Der Serengeti-Park ist in drei Bereiche unterteilt: Die Serengeti-Safari (vormals Tierwelt), die Dschungel-Safari (vormals Affenwelt) und die Abenteuer-Safari (vormals Freizeitwelt).

Serengeti-SafariBearbeiten

 
Afrikabereich im Tierland
 
Elefantenbaby Bou Bou
 
Lisztaffe im Serengeti-Park

Die 120 ha große Serengeti-Safari mit rund 1500 frei lebenden Tieren kann mit dem eigenen Fahrzeug befahren werden. Alternativ können die Besucher an einer Serengeti-Busführung teilnehmen, bei der verschiedene Tiere per Fütterung nah an den Bus gelockt werden. Der Bereich ist in 16 Areale unterteilt:

Dschungel-SafariBearbeiten

 
Katta-Junges mit Mutter

In der Dschungel-Safari leben 20 verschiedene Affenarten (zum Beispiel Berberaffe, Totenkopfäffchen, Weißkopfmaki, Katta, Weißschulterkapuziner, Weißhandgibbon, Lisztaffen, Weißbüscheläffchen, Schimpansen) in zum Teil begehbaren Gehegen. Innerhalb einiger dieser Gehege befinden sich keine Absperranlagen zwischen Besuchern und Tieren (beispielsweise in dem mit den Berberaffen), weshalb die Parkleitung davon abrät, diese mit Taschen, Rucksäcken, Regenschirmen und ungesicherten Wertsachen zu betreten.

Die Dschungel-Safari-Tour startet in der Affenwelt und führt in offenen Geländefahrzeugen durch einen Teil der Tierwelt und über eine Offroad-Strecke mit Spezialeffekten.

Für den Ende März 2013 vom deutschen Zoll am Flughafen München beschlagnahmten Weißschulterkapuzineraffen von Justin Bieber wurde im Mai 2013 vom Bundesamt für Naturschutz eine Unterbringung im Serengeti-Park entschieden.[2]

Abenteuer-SafariBearbeiten

In der Abenteuer-Safari (früher Freizeitwelt und Wasserwelt) sind viele verschiedene Fahrgeschäfte für Kinder und Erwachsene zu finden, wie zum Beispiel die Achterbahn Frosch-Flitzer, ein Riesenrad und eine Kleinbahn. Eine „Dschungel-Safari-Tour“ in offenen Geländewagen mit Fahrer führt durch ein Spaßgelände mit künstlichen Tieren und verschiedenen Spezialeffekten. Das Serengeti-Restaurant „Zanzibar“ befindet sich ebenfalls in der Freizeitwelt.

Die Abenteuer-Safari kann zu Fuß erkundet werden. In der früheren Wasserwelt findet man verschiedene Attraktionen wie eine 600 m lange Wildwasserbahn, den Kumba Twister, eine Riesenschiffsschaukel oder auch den Condor der Firma Huss. Auch werden eine Aqua-Safari mit Florida-Airboats, ein Fahrgeschäft mit Jetbooten und eine Quad-Safari angeboten.

ShowsBearbeiten

Es finden täglich mehrere Shows im Serengeti-Park statt:

  • Okavango-Wassershow mit den Todesspringern
  • Mother Africa Akrobatik-Show
  • Fütterung der Menschenaffen im Amboseli-Menschenaffenreservat

ÜbernachtungenBearbeiten

Seit 2007 besteht die Möglichkeit, direkt im Serengeti-Park zu übernachten. Hierfür stehen 80 Safari-Lodges in zwei Kategorien und 40 Masai Mara Lodges mit direktem Blick in die Tierwelt und 40 Wohnmobilstellplätze zur Verfügung. Seit 2016 gibt es dazu noch 10 Zelt-Lodges, 20 Abenteuer-Lodges und 5 Ranger-Lodges.

Zudem bieten die Lodges das Restaurant Savanne für Übernachtungsgäste, Konferenzen, Feiern usw. an.

LiteraturBearbeiten

  • Michael Kings: Untersuchungen zum Endoparasitenbefall bei Wildequiden unter Berücksichtigung der Weideinfestation im Serengeti-Park Hodenhagen und im Wisentgehege Springe. Hannover, Tierärztliche Hochschule 1999. Diss. 1999.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Serengeti-Park Hodenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Serengeti-Park – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Besucherzahlen für das Jahr 2016., auf parkerlebnis.de, 2. November 2016, abgerufen am 7. November 2016
  2. Berliner Zeitung: Neues Zuhause für Bieber Affe „Mally“, vom 31. Mai 2013, abgerufen am 31. Mai 2013