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Serafim Barzakow 2014
Serafim Barzakow
Medaillenspiegel

Ringer

Bulgarien
Olympische Spiele
0Silber0 2000 Sydney Feder
Weltmeisterschaft
0Gold0 1998 Teheran Feder
0Gold0 2001 Sofia Feder
0Silber0 2003 New York Leicht
0Silber0 2005 Budapest Leicht
Europameisterschaft
0Silber0 1995 Fribourg Bantam
0Gold0 1996 Budapest Bantam
0Bronze0 1997 Warna Feder
0Gold0 1998 Bratislava Feder
0Silber0 1999 Minsk Feder
0Bronze0 2000 Budapest Feder
0Gold0 2001 Budapest Feder
0Gold0 2005 Warna Leicht
0Bronze0 2006 Ankara Leicht
0Bronze0 2007 Sofia Leicht
Junioren-Europameisterschaft
0Silber0 1993 Götzis Bantam Juniors

Serafim Barzakow Iwanow (* 22. Juli 1975 in Kolárovo, Bezirk Blagojewgrad, Bulgarien) ist ein bulgarischer Ringer. Er wurde 1998 in Teheran und 2001 in Sofia Weltmeister, 1996 in Budapest, 1998 in Bratislava und 2005 in Warna Europameister und gewann bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney eine Silbermedaille jeweils im freien Stil im Feder- bzw. Leichtgewicht.

WerdegangBearbeiten

Serafim Barzakow begann im Alter von sechs Jahren 1981 mit dem Ringen. Nach ersten Erfolgen wurde er zu Levski-Spartak Sofia delegiert und ist jetzt Mitglied von Slavia-Litex Sofia. Er wird bzw. wurde hauptsächlich von Georgi Stoitschkow und Iwan Zonow trainiert und betätigt sich ausschließlich im freien Stil. Der 1,70 Meter große Athlet begann im Bantamgewicht und wuchs über das Federgewicht in das Leichtgewicht hinein. Sein Beruf ist Ringer. Diesem Beruf ging er vor allem in Deutschland nach, denn er ringt schon seit Ende der 1990er Jahre in der deutschen Bundesliga, u. a. beim KSV Germania Aalen, dem KSV Köllerbach und dem 1. Luckenwalder SC. Seine erste Medaille bei einer internationalen Meisterschaft gewann er bei der Junioren-Europameisterschaft 1993 in Götzis/Österreich, wo er im Bantamgewicht hinter Rowschan Gadschiew aus Aserbaidschan und vor dem Deutschen Jens Gündling die Bronzemedaille gewann.

1994 wurde er in Istanbul erstmals bei einer internationalen Meisterschaft der Senioren eingesetzt. Er schied dort aber frühzeitig aus und wurde mit allen Ringern, die so früh ausschieden, auf den 11. Platz gesetzt. Bei der Europameisterschaft 1995 in Fribourg/Schweiz gelang ihm dann auch bei den Senioren sein erster Medaillengewinn. Er wurde dort hinter Aslambek Fidarow aus der Ukraine zweiter Sieger. Bei der Weltmeisterschaft dieses Jahres in Atlanta erreichte er im Bantamgewicht nur den 15. Platz.

1996 gelang ihm bei der Europameisterschaft in Budapest dann sein erster Titelgewinn. Er besiegte dort im Bantamgewicht Laurent Gaineton aus Frankreich, Georgi Gagischwili aus Georgien, Alexander Gusow aus Weißrussland und im Finale Harun Doğan aus der Türkei und wurde damit Titelträger. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta enttäuschte Serafim Barzakow aber, er gewann dort nur gegen den Australier Corey O'Brien und unterlag gegen Ri Yong Sam aus Nordkorea und Sanshiro Abe aus Japan und erreichte damit nur den 12. Platz.

Im Jahre 1997 kam er bei der Europameisterschaft in Warna, erstmals im Federgewicht startend, auf den 3. Platz. Er unterlag dabei gegen Elbrus Tedejew, einen für die Ukraine startenden Nord-Osseten, gegen den er sich in den folgenden Jahren noch manch hartes Gefecht liefern sollte. Bei der Weltmeisterschaft dieses Jahres in Krasnojarsk erreichte er im Bantamgewicht den 5. Platz. Bei dieser Meisterschaft erzielte er fünf Siege, verlor aber gegen Mohammad Talaee aus dem Iran und gegen Guivi Sissaouri, einen in Kanada eingebürgerten Georgier.

Das erfolgreichste Jahr in der Karriere von Serafim Barzakow wurde dann 1998. Er wurde in Bratislava Europameister im Federgewicht und besiegte dort u. a. Jürgen Scheibe aus Deutschland, Elbrus Tedejew und Sergei Smal aus Weißrussland. Bei der Weltmeisterschaft dieses Jahres in Teheran besiegte er Spitzenkönner wie den US-Amerikaner Cary J. Kolat und den Iraner Abbas Haj Kenari und erneut Elbrus Tedejew und Sergei Smal. Damit wurde er zum ersten Mal Weltmeister.

Im Jahre 1999 konnte er diese Erfolge nicht wiederholen. Immerhin belegte er bei der Europameisterschaft in Minsk im Federgewicht den 2. Platz, nachdem er nach vier siegreichen Kämpfen gegen Elbrus Tedejew knapp nach Punkten (2:3 techn. Punkte) verlor. Auch bei der Weltmeisterschaft 1999 in Ankara verlor er gegen Elbrus Tedejew (3:5 techn. Punkte), da dies aber schon im Viertelfinale geschah, kam er in der Endabrechnung nur auf den 5. Platz.

Bei der Europameisterschaft 2000 in Budapest erkämpfte sich Serafim Barzakow im Federgewicht mit vier Siegen den 3. Platz. Im Halbfinale wurde er dabei von dem Russen Murad Umachanow geschlagen. Gegen den gleichen Ringer verlor er dann bei den Olympischen Spielen in Sydney im Endkampf des Federgewichtes umstritten nach Punkten (2:3 techn. Punkte), gewann damit aber immerhin die Silbermedaille. Vorher hatte er so starke Ringer wie Jürgen Scheibe, Ruslan Bodisteanu aus Moldawien, Carlos Julian Ortiz Castillo aus Kuba und Mohammad Talaee besiegt.

Im Jahre 2001 wiederholte Serafim Barzakow seine großen Erfolge von 1998. Er wurde nämlich in Budapest Europameister und in Sofia Weltmeister im Federgewicht. In Budapest siegte er dabei im Endkampf über Soslan Tomajew aus Russland und in Sofia schlug er u. a. Elbrus Tedejew, Otar Tuschischwili aus Georgien und Alireza Dabir aus dem Iran.

Ab dem Jahre 2002 startete Serafim Barzakow im Leichtgewicht und gewann auch in den folgenden Jahren bei den Welt- und Europameisterschaften noch sechs Medaillen. Bei den Olympischen Spielen 2004 und 2008 belegte er allerdings nur die Plätze 8 und 11. Im Jahre 2005 gewann er in Warna seinen vierten Europameistertitel, wobei er im Endkampf Elman Asgarow aus Aserbaidschan besiegte. Er gewann damit in drei Gewichtsklassen (Bantam-, Feder- u. Leichtgewicht) diesen Titel. Nicht mehr besiegen konnte er in jenen Jahren Machatsch Murtasalijew und Irbek Walentinowitsch Farnijew aus Russland, sowie Ramazan Şahin aus der Türkei und zuletzt auch Otar Tuschischwili.

Sein bisher letzter Start bei einer internationalen Meisterschaft war der bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Ob er künftig auf der internationalen Ringermatte weiter zu sehen ist, wird die Zukunft zeigen.

2011 versuchte Serafim Barsakow ein Comeback, das er aber nach zwei Turnieren abbrach.

Nach dem endgültigen Ende seiner Ringerlaufbahn wurde er Cheftrainer des bulgarischen Nationalteams der Frauen.

Internationale ErfolgeBearbeiten

Jahr Platz Veranstaltung Gewichtsklasse
1993 2. Junioren-EM (Juniors) in Götzis/Österreich Bantam hinter Rowschan Gadschiew, Aserbaidschan, vor Jens Gündling, Deutschland
1994 9. Junioren-EM (Espoirs) in Kourtane/Finnland Bantam Sieger: Aram Margarjan, Armenien vor Harun Doğan, Türkei
1994 11. WM in Istanbul Bantam Sieger: Alejandro Puerto Diaz, Kuba vor Mohammad Talaee, Iran und Bagautdin Umachanow, Russland
1995 2. EM in Fribourg/Schweiz Bantam hinter Aslambek Fidarow, Ukraine, vor Arif Abdullayev, Aserbaidschan, Anuchawan Sahakjan, Armenien u. Harun Dogan
1995 15. WM in Atlanta Bantam Sieger: Terry Brands, USA vor Guivi Sissaouri, Kanada u. Harun Dogan
1996 1. EM in Budapest Bantam vor Harun Dogan, Arif Abdullayev, Bogdan Ciufulescu, Rumänien u. Schamil Daibegow, Russland
1996 12. OS in Atlanta Bantam mit einem Sieg über Corey O'Brien, Australien u. Niederlagen gegen Ri Yong Sam, Nordkorea u. Sanshiro Abe, Japan
1997 3. EM in Warna Feder mit Siegen über Pasi Kohtala, Finnland, Serban-Florian Mumjiev, Rumänien u. Lucjan Gralak, Polen, einer Niederlage gegen Elbrus Tedejew, Ukraine u. Siegen über Stefan Fernyak, Slowakei u. Oleg Gogol, Weißrussland
1997 5. WM in Krasnojarsk Bantam mit einem Sieg über Corey O'Brien, einer Niederlage gegen Mohammad Talae, Siegen über Sanshiro Abe u. Michele Liuzzi, Italien u. Karo Simonjan, Armenien, einer Niederlage gegen Guivi Sissaouri u. einem Sieg über Jung Jin-Hyuk, Südkorea
1998 1. EM in Bratislava Feder mit Siegen über Ruslan Bodisteanu, Moldawien, Alexei Solowjew, Russland, Jürgen Scheibe, Deutschland, Elbrus Tedejew u. Sergei Smal, Weißrussland
1998 1. WM in Teheran Feder mit Siegen über Karim Makhlouf, Frankreich, Cary J. Kolat, USA, Sergei Smal, Elbrus Tedejew u. Abbas Haj Kenari, Iran
1999 2. EM in Minsk Feder mit Siegen über Karim Makhlouf, Ruslan Bodisteanu, Elman Asgarow, Aserbaidschan, Serban-Florian Mumjiev u. einer Niederlage gegen Elbrus Tedejew
1999 5. WM in Ankara Feder mit Siegen über Martin Calder, Kanada, Carlos Julian Ortiz Castillo, Kuba u. Lucjan Gralak u. einer Niederlage gegen Elbrus Tedejew
2000 3. EM in Budapest Feder mit Siegen über Serban-Florin Mumjiev, Istvan Dencsik, Ungarn u. Elman Asgarow, einer Niederlage gegen Murad Umachanow, Russland u. einem Sieg über Mehmet Yozgat, Türkei
2000 Silber OS in Sydney Feder mit Siegen über Jürgen Scheibe, Ruslan Bodisteanu, Carlos Julian Ortiz Castillo u. Mohammad Talaee u. einer Niederlage gegen Murad Umachanow
2001 1. EM in Budapest Feder mit Siegen über Istvan Dencsik, David Laprince, Frankreich, Besik Aslahaschwili, Griechenland u. Soslan Tomajew, Russland
2001 1. WM in Sofia Feder mit Siegen über Koce Nikolow, Makedonien, Carlos Julian Ortiz Castillo, Aristos Alexandridis, Griechenland, Otar Tuschischwili, Georgien, Elbrus Tedejew u. Alireza Dabir, Iran
2002 5. WM in Teheran Leicht mit Siegen über Mehmet Yozgat, Aristos Alexandridis u. Nordschingiin Bajarmagnai, Mongolei, u. einer Niederlage gegen Elbrus Tedejew
2003 4. EM in Riga Leicht mit Siegen über Geworg Hovannisjan, Armenien, Laszlo Szabolcs, Rumänien u. Ruslan Bodisteanu und Niederlagen gegen Elbrus Tedejew u. Ömer Cubukcu, Türkei
2003 2. WM in New York City Leicht mit Siegen über Alireza Dabir, Ahto Raska, Estland, Stefan Fernyak, Evan MacDonald, Kanada u. Serguet Rondon Pedroso, Kuba u. einer Niederlage gegen Irbek Farnjiew, Russland
2004 8. OS in Athen Leicht mit einem Sieg über Evan MacDonald u. einer Niederlage gegen Leonid Spiridonow, Kasachstan
2005 1. "Dan-Kolow"-Turnier in Sofia Leicht vor Wadim Guigolajew, Frankreich, Ayetullah Yesil u. Mehmet Macit, bde. Türkei
2005 1. EM in Warna Leicht mit Siegen über Adrian Mazan, Polen, Laszlo Szabolcs, Albert Batirow, Weißrussland, Suren Markosjan, Armenien u. Elman Asgarow
2005 1. Ziółkowski-Turnier in Siedlce/Polen Leicht vor Wiktor Belokopiti, Ukraine, Masoud Vahedi, Iran u. Gregory Sarassin, Schweiz
2005 2. WM in Budapest Leicht mit Siegen über Gregory Sarrasin, Schweiz, Masoud Vahedi, Otar Tuschischwili u. Leonid Spiridonow u. einer Niederlage gegen Machatsch Murtasalijew, Russland
2006 3. EM in Ankara Leicht mit Siegen über Ljulzim Vrenezi, Makedonien u. Peter Engelhardt, Deutschland, einer Niederlage gegen Machatsch Murtasalijew u. einem Sieg über Otar Tuschischwili
2006 5. WM in Guangzhou/China Leicht mit Siegen über Apostolos Taskoudis, Griechenland u. Arslan Chutaliew, Usbekistan, einer Niederlage gegen Otar Tuschischwili, einem Sieg über Schirayr Hovhannisjan, Armenien u. einer Niederlage gegen Andrei Stadnik, Ukraine
2007 3. EM in Sofia Leicht mit Siegen über Koba Kakaladse, Georgien u. Miroslaw Dikun, Großbritannien, einer Niederlage gegen Irbek Farnjiew u. einem Sieg über Emin Azizow, Aserbaidschan
2008 3. "Yasar-Dogu"Memorial in Ankara Leicht hinter Yasin Bolat, Türkei u. Emin Azizow, Aserbaidschan, gemeinsam mit Schamil Abdullajew, Russland
2008 5. EM in Tampere Leicht mit Siegen über Matej Gardos, Slowakei u. Apostolos Taskoudis u. Niederlagen gegen Ramazan Şahin, Türkei u. Rasul Dschukajew, Russland
2008 2. Olympia-Qualif.-Turnier in Martigny/Schweiz Leicht hinter Mehdi Taghavi, Iran, vor Albert Batirow u. Suren Markosjan, Armenien
2008 11. OS in Peking Leicht mit einem Sieg über Jung Young-Ho, Südkorea u. einer Niederlage gegen Otar Tuschischwili
2011 3. "Wacław-Ziółkowski"-Memorial in Posen bis 66 kg hinter Soslan Ramonow, Russland und Adam Sobiraj, Polen
2012 2. "Dan-Kolow" & "Nikola-Petrow"-Memorial in Sofia bis 66 kg hinter George Bucur, Rumänien, vor Dejan Mitrow, Mazedonien und Leonid Basan, Bulgarien

QuellenBearbeiten

  • Datenbank des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig,
  • Fachzeitschrift Der Ringer,
  • Webseiten des US-amerikanischen, des bulgarischen und des deutschen Ringerverbandes

WeblinksBearbeiten