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Seal (2011)

Seal (* 19. Februar 1963 in London, England als Seal Henry Olusegun Olumide Adeola Samuel) ist ein britischer Sänger nigerianischer und brasilianischer Abstammung.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und JugendBearbeiten

Seal kam als Sohn einer nigerianischen Mutter und eines brasilianischen Vaters im Londoner Stadtteil Paddington auf die Welt. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er bei Pflegeeltern, bis ihn seine Mutter im Alter von fünf Jahren wieder in die Familie aufnahm. Sein Versuch, einen künstlerischen Beruf zu ergreifen, wurde von seinem Vater nicht akzeptiert und mit körperlicher Gewalt beantwortet. Seal stand mit elf Jahren zum ersten Mal auf einer Bühne. Im Alter von 15 Jahren lief er von zu Hause weg. Er schloss seine schulische Ausbildung ab und begann Architektur zu studieren. Nach dem Studienabschluss schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch, da er auch weiterhin versuchte, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen.

KarriereBearbeiten

 
Seal (2008)

Mit der englischen Funk-Band Push reiste Seal nach Asien und blieb einige Zeit dort. Nach seiner Rückkehr nach London arbeitete er 1989 als Studiosänger und nahm gemeinsam mit dem Musiker und Produzenten Adamski den Song Killer auf, der im Frühjahr 1990 veröffentlicht wurde. Die Single wurde ein Nummer-1-Hit im Vereinigten Königreich und war auch international erfolgreich. Und obwohl er nicht auf dem Cover, sondern nur in bei den Mitwirkenden genannt wurde, war es der Auslöser seiner erfolgreichen Solokarriere. Im Herbst 1990 erschien seine Single Crazy, die es in der Schweiz auf den ersten Platz schaffte und insgesamt 23 Wochen in der Hitparade blieb.

Am 20. April 1992 trat Seal zusammen mit den verbliebenen drei Musikern von Queen im Londoner Wembley-Stadion beim Freddie Mercury Tribute Concert auf und sang gemeinsam mit ihnen den Song Who Wants to Live Forever. Sein Titel Kiss from a Rose wurde Mitte 1994 mit einem Musikvideo veröffentlicht, entwickelte sich aber erst im darauffolgenden Jahr durch den Film Batman Forever mit einem neuen Video zum Erfolg. In der Folgezeit arbeitete Seal mit bekannten Künstlern wie Joni Mitchell und Jeff Beck zusammen.

In der sechsten Staffel von Deutschland sucht den Superstar präsentierte Seal am 13. März 2009 seine neue Single I Can’t Stand the Rain. Im Oktober 2011 führte sein Auftritt auf der Geburtstagsfeier des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow, dem schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, zu Kritik.[1] Seal ist seit der ersten Staffel im Jahr 2012 Jurymitglied und Coach in der australischen Ausgabe der Gesangs-Castingshow The Voice, die auf Nine Network ausgestrahlt wird.

PrivatesBearbeiten

Seal leidet seit seiner Jugend unter der Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes, auf die die Narben in seinem Gesicht zurückzuführen sind.[2]

Nachdem er mehrere Jahre lang in Los Angeles gelebt hatte, kehrte er 2003 nach London zurück, wo er mit Heidi Klum zusammenzog. Die beiden heirateten im Mai 2005 in Mexiko und sind Eltern von zwei Söhnen (* 2005, * 2006), einer Tochter (* 2009) sowie einer Tochter aus einer früheren Beziehung Klums, die von Seal adoptiert wurde. Seal lebte mit der Familie in Brentwood in Los Angeles. Im Januar 2012 gab das Paar seine Trennung bekannt; im April reichte Klum die Scheidung ein.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

  • Grammy Award
    • 1996: Record of the Year – Kiss from a Rose
    • 1996: Song of the Year – Kiss from a Rose
    • 1996: Best Male Pop Performance – Kiss from a Rose

DiskografieBearbeiten

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1991 Seal
7
 Gold

(25 Wo.)
2
 Gold

(15 Wo.)
2
 Platin

(21 Wo.)
1
 Doppelplatin

(… Wo.)
24
 Platin

(63 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1991
1994 Seal
25
 Gold

(38 Wo.)
8
(12 Wo.)
15
(17 Wo.)
1
 Doppelplatin

(… Wo.)
15
 Vierfachplatin

(118 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Mai 1994
1998 Human Being
24
(12 Wo.)
21
(14 Wo.)
18
(9 Wo.)
44
 Silber

(3 Wo.)
22
 Gold

(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. November 1998
2003 Seal IV
2
 Doppelplatin

(47 Wo.)
7
 Platin

(32 Wo.)
1
 Platin

(49 Wo.)
4
 Gold

(10 Wo.)
3
 Gold

(42 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2003
2007 System
13
 Gold

(23 Wo.)
5
(14 Wo.)
3
 Gold

(19 Wo.)
37
(3 Wo.)
35
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. November 2007
2008 Soul
15
 Gold

(24 Wo.)
8
 Gold

(23 Wo.)
4
 Platin

(41 Wo.)
12
 Platin

(23 Wo.)
13
(42 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. November 2008
2010 Seal VI: Commitment
46
(4 Wo.)
48
(2 Wo.)
8
(13 Wo.)
11
 Silber

(5 Wo.)
31
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. September 2010
2011 Soul 2
300! 300! 38
(5 Wo.)
17
 Gold

(13 Wo.)
8
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. November 2011
2015 7
300! 300! 9
(6 Wo.)
13
(7 Wo.)
45
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. November 2015
2017 Standards
70
(1 Wo.)
36
(1 Wo.)
32
(2 Wo.)
17
(8 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 10. November 2017

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sarah Stendel: Melodien für Millionen, stern.de, 14. Oktober 2011
  2. Celebrities Who Have Overcome Obstacles, Jet,. 10. Juni 1996, abgerufen am 12. Januar 2012.
  3. „Heidi Klum – Files For Divorce“, TMZ.com, abgerufen am 7. April 2012 (engl.)
  4. Chartquellen: DE AT CH UK US

WeblinksBearbeiten

  Commons: Seal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien