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Schondra

Gemeinde im Landkreis Bad Kissingen in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Schondra
Schondra
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schondra hervorgehoben

Koordinaten: 50° 16′ N, 9° 52′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Brückenau
Höhe: 432 m ü. NHN
Fläche: 28,62 km2
Einwohner: 1696 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97795
Vorwahl: 09747
Kfz-Kennzeichen: KG, BRK, HAB
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 149
Marktgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schulstr. 14
97795 Schondra
Website: www.schondra.de
Bürgermeister: Bernold Martin (CSU/Christlicher Bürgerblock)
Lage des Marktes Schondra im Landkreis Bad Kissingen
Dreistelzer ForstForst Detter-SüdGeiersnest-OstGeiersnest-WestWaldfensterer ForstKälberberg (Unterfranken)Mottener Forst-SüdNeuwirtshauser ForstOmerz und Roter BergRömershager Forst-NordRömershager Forst-OstRoßbacher ForstWaldfensterer ForstGroßer AuersbergMünnerstadtThundorf in UnterfrankenMaßbachRannungenNüdlingenOerlenbachBad KissingenAura an der SaaleBad BockletEuerdorfSulzthalRamsthalElfershausenFuchsstadtHammelburgElfershausenWartmannsrothOberthulbaOberthulbaOberthulbaBurkardrothBurkardrothZeitlofsZeitlofsBad BrückenauBad BrückenauOberleichtersbachGeroda (Unterfranken)SchondraSchondraSchondraRiedenbergMotten (Bayern)WildfleckenHessenLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis Main-SpessartLandkreis SchweinfurtLandkreis HaßbergeLandkreis HaßbergeSchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Schondra ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

 
Blick auf Schondra (2019)

Die Ortschaft liegt am Südhang der Rhön im Tal der Schondra, etwa 22 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Bad Kissingen. Im Osten führt die Autobahn A 7 durch das Gemeindegebiet.

GemeindegliederungBearbeiten

Die neun Ortsteile sind[2]:

NameBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Seinen Namen hat Schondra vom gleichnamigen, die Marktgemeinde durchfließenden Fluss Schondra[3], welcher der Fränkischen Saale bei Gräfendorf zufließt.

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 802 Scuntru
  • 812 Scuntra
  • 839 Scundera
  • 840 Scundra
  • 1303 Schunter
  • 1326 Schůntern
  • 1466 Schontra
  • 1555 Schondra

GeschichteBearbeiten

Schondra wurde urkundlich erstmals im Jahre 812 erwähnt. Der Ort befand sich im Besitz des Klosters Fulda. Ab dem 15. Jahrhundert war Schondra Sitz eines Gerichts.

EingemeindungenBearbeiten

In ihrer heutigen Ausdehnung existiert die Gemeinde seit dem 1. Mai 1978, als im Zuge der kommunalen Neuordnung Bayerns die Gemeinden Schönderling und Singenrain nach Schondra eingegliedert wurden.[4]

ReligionenBearbeiten

Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch. Auf dem Gebiet der politischen Gemeinde liegt die römisch-katholische Pfarrei St. Anna Schondra, die zum Dekanat Hammelburg des Bistums Würzburg gehört. Im Ortsteil Schönderling befindet sich die Filialkirche St. Josef, in Singenrain die Filialkirche St. Maria von Fatima. In Schildeck gibt es eine Kapelle.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1450 Einwohner[4]
  • 1970: 1582 Einwohner[4]
  • 1987: 1536 Einwohner
  • 1991: 1687 Einwohner
  • 1995: 1739 Einwohner
  • 2005: 1832 Einwohner
  • 2010: 1742 Einwohner
  • 2015: 1726 Einwohner
  • 2016: 1717 Einwohner

PolitikBearbeiten

 
Neues Rathaus, gebaut 1995

GemeinderatBearbeiten

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,4 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU/Christlicher Bürgerblock    3 Sitze (27,0 %)
  Aktive Bürger 3 Sitze (26,5 %)
  Freie Wählergemeinschaft Schönderling 5 Sitze (36,7 %)
  Freie Wählergruppe Singenrain 1 Sitz (9,8 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist Bernold Martin. Seine Stellvertreter sind Beatrix Lieb (Zweite Bürgermeisterin) und Jürgen Metz (Dritter Bürgermeister).

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Rot über einem gesenkten silbernen Wellenbalken nebeneinander ein silbernes Schildchen, darin ein schwarzes Tatenkreuz und eine goldene Propsteikrone.

Wappengeschichte: Der heute bestehende Markt Schondra entstand 1978 durch Zusammenlegung der ehemals selbständigen Gemeinden Schondra, Schönderling und Singenrain. Alle Gemeindeteile lagen bis 1803 im Herrschaftsgebiet des Fürststifts Fulda. Verwaltungsmäßig gehörte Schondra zum fuldischen Oberamt Brückenau, während die Ortsteile Schönderling und Singenrain von der Klosterpropstei Thulba verwaltet wurden. Im Wappen weisen das fuldische Kreuz im kleinen Schild und die goldene Propsteikrone auf diese Herrschaftsverhältnisse hin. Der silberne Wellenbalken ist Hinweis auf die Lage der Gemeinde am Fluss Schondra. Die Farben Silber und Rot sind die Farben von Franken. Die Bezeichnung Markt erhielt Schondra schon vor 1600. Zu dieser Zeit war Schondra bereits ein Gerichtssitz.
Das Wappen wurde durch das Innenministerium am 9. Januar 1981 verliehen.

BaudenkmälerBearbeiten

Die bedeutendsten Baudenkmäler der Gemeinde sind die Ruine der Burg Schildeck und die Pfarrkirche St. Anna aus dem Jahr 1953.

Weiterhin erwähnenswert sind:

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Amtliche StatistikBearbeiten

Im Jahre 2007 gab es in der Gemeinde Schondra 603 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort bzw. 1036 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort.[5]

BildungBearbeiten

In Schondra befinden sich ein Kindergarten und die Grundschule Schondratal.

VerkehrBearbeiten

Das Gemeindegebiet wird von der Autobahn A 7, den Bundesstraßen B 27 und B 286, der Staatsstraße 2431 und den Kreisstraßen KG 33 und KG 34 durchquert.

LiteraturBearbeiten

  • Leonhard Rugel: Katholische Pfarrkirche Schondra. Patrozinium: St. Anna (26. Juli). (= Kunstführer. Nr. 2144, ZDB-ID 51387-8). Schnell und Steiner, Regensburg 1994.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111113/005717&attr=OBJ&val=1580
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 202 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 739.
  5. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 22. Juli 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schondra.rhoen-saale.net

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schondra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien