Hauptmenü öffnen
Schloss Nußdorf

Das Schloss Nußdorf in der Martinstraße in Nussdorf, einem Ortsteil von Eberdingen, einer Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg, wurde im 15./16. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert neu gebaut.[1] Es ist aus unverputzten Bruchsteinen im Stil einer mittelalterlichen Burg errichtet worden. Das Schloss gilt, zusammen mit der Einfriedung seines Parks, der ehemaligen Remise, der einstigen Verwalterwohnung und dem Wirtschaftsgebäude, als Kulturdenkmal.

GeschichteBearbeiten

Als Vorgängerbau kann ein Schloss oder eine Burg aus dem 15. Jahrhundert nachgewiesen werden, die an derselben Stelle stand.[2] Diese hatte einen Turm an nördlicher sowie einen Hofraum mit Wirtschaftsgebäuden an südlicher Seite. Außerdem war ein Schlossgarten Teil der etwa ein Hektar großen Anlage.[3] Ende des 19. Jahrhunderts wurde vom damaligen Besitzer Richard Freiherr von Reischach, der Oberhofmeister von Königin Olga von Württemberg war, ein Neubau geplant. 1878 wurden die Ökonomiegebäude und der südliche Turm gebaut, neun Jahre später wurde der Neubau des Schlosses vom Stuttgarter Architektenbüro Eisenlohr & Weigle ausgeführt. Im selben Jahr wurde auch das dem heutigen Schloss gegenüberliegende Kleine Schlössle, ein romanisierender Bau mit Zierformen aus Gotik und Renaissance, gebaut.[4] 1888 wurde schließlich der heutige Innenhof mit Kreuzgang errichtet und der Umbau des Pferdestalls zur Gärtnerwohnung vorgenommen. Abschließend wurde der Garten des Schlosses zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schloss Nußdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ulrich Hartmann [Hrsg.]: Der Kreis Ludwigsburg. 2. Auflage, Theiss, Stuttgart, 1994, ISBN 3-8062-1055-1, S. 186.
  2. Dagmar Zimdars [Bearb.]: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Baden-Württemberg I. Deutscher Kunstverlag, Berlin und München, 1993, ISBN 3-422-03024-7, S. 277.
  3. Beschreibung des Oberamts Vaihingen. Herausgegeben von dem Königlich statistisch-topographischen Bureau; unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1856, Bissinger, Magstadt, 1974, ISBN 3-7644-0036-6, S. 214.
  4. Ulrich Gräf: Kunst- und Kulturdenkmale im Landkreis Ludwigsburg. Theiss, Stuttgart, 1986, ISBN 3-8062-0466-7, S. 315.

Koordinaten: 48° 53′ 34″ N, 8° 56′ 23″ O