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Torhaus des Schlosses, erbaut 1593 von Heinrich Schickhardt

Schloss Hochberg ist eine im Mittelalter gegründete und im 16. Jahrhundert zum Schloss ausgebaute Anlage in Remseck am Neckar im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg.

GeschichteBearbeiten

Im 13. Jahrhundert sind in Hochberg die Ortsadligen Herren von Hochberg-Hochdorf überliefert, die den mittelalterlichen Kern der Burg gebaut haben sollen.[1][2] Ab 1300 waren die Herren von Nothaft Besitznachfolger derer von Hochberg-Hochdorf.[1] 1593 wurde das Schloss unter Leitung des württembergischen Hofbaumeisters Heinrich Schickhardt um ein vierstöckiges Torgebäude sowie um die südöstliche Hauptfront unter Einbeziehung des Steinhauses der ehemaligen Burg zum sogenannten Neuen Schloss ausgebaut.[3] 1779 wurde das Schloss von Friedrich Eugen von Württemberg zur Sommerresidenz ausgebaut, ab 1781 wurde es von den Herzögen von Württemberg für Jagden genutzt.[1] 1831 wurde das Schloss von Württemberg an den Ludwigsburger Unternehmer Nast verkauft, der eine Lampenfabrik im Schloss errichtete.[4] Im Jahre 1837 kaufte Caroline Gräfin von Marpalu das Schloss und verkaufte es schon vier Jahre später an den württembergischen Außenminister und geheimen Legationsrat Karl Eugen von Hügel. Das Schloss blieb bis 1936 in Besitz der Familie Hügel, dann geriet es durch Zwangsversteigerung in bürgerlichen Besitz.[1]

Aus der Zeit der Nothaft stammen noch die 1752 erbaute Kelter und das 1778 erbaute Stabsamtshaus. Die Kelter wurde bis zu ihrer Schließung 1917 als solche genutzt. 1990 und 1991 wurde sie saniert und zur Gemeindehalle umfunktioniert. Das ehemalige Stabsamtshaus diente 1784 bis 1821 als Stabsamtssitz des Stabsamts Hohenberg. Seit 1821 ist das Gebäude Pfarrhaus.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Stadt Remseck: Historischer Stadtrundgang durch Hochberg (PDF; 1,6 MB). Eingesehen am 12. Februar 2014.
  2. Dagmar Zimdars [Bearb.]: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Baden-Württemberg I. Deutscher Kunstverlag, Berlin und München 1993, ISBN 3-422-03024-7, S. 361.
  3. Ulrich Gräf: Kunst- und Kulturdenkmale im Landkreis Ludwigsburg. Theiss, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0466-7, S. 246.
  4. Beschreibung des Oberamts Waiblingen.Herausgegeben von dem Königlich statistisch-topographischen Bureau, Cotta, Stuttgart und Tübingen 1850, S. 155f.

Koordinaten: 48° 53′ 21″ N, 9° 16′ 27,7″ O