Sabrina Simader Ski Alpin
Nation KeniaKenia Kenia
Geburtstag 13. April 1998
Geburtsort KilifiKenia
Beruf Schülerin
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom,
Slalom, Kombination
Verein Kenya Ski Team
Trainer Christian Reif
Status aktiv
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 7. Jänner 2017
letzte Änderung: 7. Februar 2017

Sabrina Wanjiku Simader (* 13. April 1998 in Kilifi, Kilifi County) ist eine kenianisch-österreichische Skirennläuferin mit Wohnsitz in der Steiermark. Sie nahm 2017 als erste Kenianerin am alpinen Skiweltcup und an Alpinen Skiweltmeisterschaften teil.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Kindheit und JugendBearbeiten

Sabrina Simader kam 1998 in der kenianischen Küstenstadt Kilifi zur Welt. Im Alter von drei Jahren übersiedelte sie mit ihrer Mutter nach St. Johann am Wimberg im oberösterreichischen Mühlviertel. Das Skifahren erlernte sie am hauseigenen Lift ihres Adoptivvaters Josef Simader, der auch als ihr erster Trainer fungierte. Mit zehn Jahren wurde sie erstmals Vereinsmeisterin am Hansberg. Später zog die Familie nach Haus im Ennstal, von wo aus Sabrina die Skihandelsschule Schladming besuchte.[1] Im Sommer 2012 erlitt ihr Stiefvater einen tödlichen Herzinfarkt.

Sabrina Simader spricht fünf Sprachen, Deutsch, Englisch, Italienisch, Kikuyu und Swahili.[2]

SkikarriereBearbeiten

Simader ist die einzige Athletin des Kenya Ski Teams und bildet auf der Planai eine Trainingsgruppe mit dem Kasachen Martin Chuber. Seit dem plötzlichen Tod ihres Vaters wird sie vom Ex-ÖSV-Trainer Christian Reif betreut, der bereits für Alexander Choroschilow gearbeitet hat.[3]

Ihre ersten Erfolge feierte Simader 2012 mit den steirischen Jugendmeistertiteln in Super-G, Riesenslalom und Kombination. Einen Achtungserfolg erzielte sie im März 2015 als Abfahrtssiebente bei den Deutschen Meisterschaften. Im Februar 2016 nahm sie an den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer teil, wo sie in der Kombination Rang 20, im Super-G Rang 23 und im Riesenslalom Rang 26 belegte. Am 7. Jänner 2017 feierte Simader ihr Weltcup-Debüt im Riesenslalom von Maribor, wo sie als 61. und Letzte die Qualifikation für den zweiten Durchgang klar verpasste. Sie ging als erste Kenianerin in einem Rennen des alpinen Skiweltcups an den Start und sorgte damit für entsprechendes Medieninteresse.[4] Nur vier Tage später erzielte sie in einem FIS-Slalom am selben Ort mit Rang sieben ihr bisher bestes Ergebnis in einem internationalen Rennen. Einen Monat nach ihrem Weltcup-Debüt ging sie in St. Moritz erstmals im Rahmen Alpiner Skiweltmeisterschaften an den Start.[5] Im Super-G belegte sie mit einem Rückstand von 8,68 Sekunden auf Siegerin Nicole Schmidhofer den 39. und letzten Platz. In Riesenslalom und Slalom verpasste sie jeweils die Qualifikation für den zweiten Durchgang und belegte den geteilten 60. bzw. 50. Platz.

Simaders nächstes großes Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang.[6][7]

ErfolgeBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

Weitere ErfolgeBearbeiten

  • Dreifache steirische Jugendmeisterin (Super-G, Riesenslalom und Kombination 2012)[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jetzt lebt Sabrina Simader ihren Traum. Kleine Zeitung, 25. Dezember 2015, abgerufen am 7. Februar 2017.
  2. „Ich bin genauso in die Berg’ aufgewachsen“. Oberösterreichische Nachrichten, 6. Februar 2017, abgerufen am 7. Februar 2017.
  3. Sabrina Simader – Afrika und Skisport. ServusTV, 2016, abgerufen am 7. Februar 2017.
  4. „Steirerin“ Simader gab in Marburg ihre Premiere. Kleine Zeitung, 7. Januar 2017, abgerufen am 7. Februar 2017.
  5. Kenias Ein-Frau-Team begeistert bei der Ski-WM. WeltN24, 7. Februar 2017, abgerufen am 10. Februar 2017.
  6. a b Kenia dank Mädel aus OÖ vor Debüt im Ski-Weltcup! Kronen Zeitung, 22. September 2015, abgerufen am 7. Februar 2017.
  7. Sabrina Simader: „Cool Runnings“ made in Styria. Laola1.tv, 18. Februar 2016, abgerufen am 7. Februar 2017.