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S-chanf
Wappen von S-chanf
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Maloja
BFS-Nr.: 3788i1f3f4
Postleitzahl: 7525
Koordinaten: 794804 / 165462Koordinaten: 46° 36′ 43″ N, 9° 58′ 55″ O; CH1903: 794804 / 165462
Höhe: 1660 m ü. M.
Fläche: 138,03 km²
Einwohner: 685 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 5 Einw. pro km²
Website: www.s-chanf.ch
S-chanf

S-chanf

Karte
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Über dieses Bild
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S-chanf (Audio-Datei / Hörbeispiel [ʃtɕaɱf]?/i, deutsch und bis 1943 offiziell Scanfs) ist eine politische Gemeinde in der Region Maloja des Kantons Graubünden in der Schweiz. Die Gemeinde liegt auf etwa 1660 Metern Höhe am Oberlauf des Inn im Oberengadin in der Landschaft La Plaiv. Fraktionen sind neben dem Hauptdorf Chapella, Susauna und Cinuos-chel.

Inhaltsverzeichnis

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Blau fünf goldene (gelbe) Gerstenähren.

Übernahme des Siegelbildes der Gemeinde.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1781 1806 1850 1900 1950 2000[2] 2005 2010 2012 2014 2016
Einwohner 423 450 439 402 460 620 651 712 748 715 694

SprachenBearbeiten

Die Einwohner sprechen überwiegend Puter (ein Idiom des Rätoromanischen) und Deutsch (Bündner Dialekt). Hinzu kommen Italienisch und Portugiesisch, Sprachen in S-chanf ansässiger Zuwanderer.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts sprachen alle Bewohner Romanisch. Mit dem Aufkommen des Fremdenverkehrs wechselte eine Minderheit zum Deutschen. Doch blieben die Sprachenverhältnisse zwischen 1880 und 1941 einigermassen stabil. Gaben 1880 86 % und 1900 82 % Romanisch als Muttersprache an, waren es 1941 81 %. Dieser Wert sank danach bis 1970 auf 65 %, stieg im darauf folgenden Jahrzehnt nochmals stark an – und sinkt seither stetig. Immerhin konnten sich im Jahr 2000 noch 68 % der Einwohnerschaft auf Romanisch verständigen, welches weiterhin einzige Behördensprache ist.

Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:

Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 74 16,02 % 129 25,60 % 231 37,26 %
Rätoromanisch 344 74,46 % 336 66,67 % 321 51,77 %
Italienisch 26 5,63 % 27 5,36 % 35 5,65 %
Gesamt 462 100 % 504 100 % 620 100 %

Religionen und KonfessionenBearbeiten

Die Bevölkerung nahm 1570 den reformierten Glauben an.

Herkunft und NationalitätBearbeiten

Von den Ende 2005 651 Bewohnern waren 559 (= 86 %) Schweizer Staatsangehörige.

Verkehr und TourismusBearbeiten

 
S-chanf von der Umfahrungs­strasse aus gesehen
 
S-chanf von den Berghängen oberhalb Zuoz gesehen, mit Zug der Rhätischen Bahn

Über S-chanf führt die Engadinstrecke Pontresina-Scuol der Rhätischen Bahn (RhB). Als Feinverteiler dient eine Buslinie des Busbetriebs EngadinBus in St. Moritz.

Bei S-chanf (im Militärgelände nordöstlich des Ortes) ist das Ziel des Engadin Skimarathon.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.
  • S-chanf Siedlungsinventar, Denkmalpflege Graubünden (Herausgeber) 1998/unveränderte zweite Auflage 2007.
  • Constant Wieser: S-chanf. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2012.

WeblinksBearbeiten

  Commons: S-chanf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Constant Wieser: S-chanf. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2012.
  3. Kirche St. Ulrich und Nikolaus mit ehemaligem Hospiz
  4. Doppelhaus
  5. Wohnhaus Maschal
  6. Doppelhaus mit Sgraffitodekorationen
  7. Wohnhaus
  8. Bahnhof Cinuos-chel/ Brail