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Rolf Schablinski

Rolf Schablinski (* 5. Oktober 1932 in Erfurt; † 24. Juni 2009) war ein deutscher Journalist. Er war von 1959 bis 1965 Chefredakteur der Zeitung „Das Volk“ in der DDR.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Schablinski, Sohn eines Arbeiters, besuchte die Grund- und die Oberschule mit Abitur. Er trat 1946 in die Freie Deutsche Jugend (FDJ) ein. Als Mitglied der damaligen BSG Stahl Erfurt wurde er 1950 DDR-Jugendmeister über 100 m und über längere Zeit hielt er auch den Jugendrekord mit 11,1 Sekunden über diese Strecke. 1951 kam er als Volontär zur SED-Bezirkszeitung „Das Volk“ in Erfurt. Ab 1951 studierte er Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig, dann an der Shdanow-Universität Leningrad mit dem Abschluss als Diplom-Journalist. Hier trainierte er mit dem sowjetischen Sprinter Ardalion Wassiljewitsch Ignatjew.[1]

Im Jahr 1954 wurde er Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Von 1957 bis 1959 arbeitete er als Redakteur und von 1959 bis 1965 als Chefredakteur des SED-Bezirksorgans „Das Volk“ in Erfurt (Nachfolger von Erich Richter). Gleichzeitig gehörte er der SED-Bezirksleitung Erfurt als Mitglied an. Anschließend war er Chef vom Dienst beim Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst (ADN). Von 1966 bis 1971 wirkte er zusammen mit Ehefrau Barbara Schablinski als ADN-Korrespondent in Bonn und von 1972 bis 1975 in Moskau. Ein Studium von 1976 bis 1978 an der Parteihochschule „Karl Marx“ beendete er als Diplom-Gesellschaftswissenschaftler. Von 1978 bis 1990 fungierte er als Stellvertreter bzw. 1. Stellvertreter des Generaldirektors des ADN.

Schablinski lebte zuletzt in Berlin. Er starb im Alter von 76 Jahren.[2]

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rolf trainiert zusammen mit Ignatjew. In: Berliner Zeitung, 29. November 1953, S. 7.
  2. Traueranzeige in der Berliner Zeitung vom 4. Juli 2009, S. 24.