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Die Ringwallanlage „Burg“, auch Ringwall Waldems genannt, ist eine abgegangene Höhenburg (Wallburg). Sie liegt im Südosten der Gemarkung von Reichenbach in der Gemeinde Waldems auf einer 459 m ü. NHN Meter hohen bewaldeten Erhebung im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis, die den topografischen Namen Burg trägt.

Ringwall Waldems
Überreste der Wallanlage

Überreste der Wallanlage

Alternativname(n): Ringwall Reichenbach, Ringwall „Burg“
Entstehungszeit: ist umstritten
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall, Wallreste
Ort: Waldems
Geographische Lage 50° 15′ 52,5″ N, 8° 22′ 48,7″ OKoordinaten: 50° 15′ 52,5″ N, 8° 22′ 48,7″ O
Höhe: 459 m ü. NHN
Ringwall Waldems (Hessen)
Ringwall Waldems

Geografische LageBearbeiten

Die Ringwallanlage liegt zwischen den Ortsteilen Reichenbach, Niederems und Wüstems, die alle zur Gemeinde Waldems gehören. Zu finden sind neben Überresten der Wälle in den Wäldern auch Hinweise in Form von Flurbezeichnungen („Auf der Burg“) und Namensgebungen. Die Anlage hatte einen Durchmesser von mehreren hundert Metern. Die wesentlichen sichtbaren Reste der Anlage finden sich aktuell auf der Südseite der Erhebung.

GeschichteBearbeiten

Der Ursprung der Anlage ist umstritten. Im Rahmen örtlicher Beschilderung wird die Anlage keltischem Ursprung zugeordnet, entstanden um etwa 500 v. Chr. Literatur- und expertenseitig wird die Anlage allerdings dem Frühmittelalter zugesprochen. Wahrscheinlich handelt es sich um den Schwerpunkt einer kirchlichen Rodungslandschaft, welche ursprünglich auf ein Königsgut zurückgeht. Sie wurde 910 n. Chr. mit dem Hof Camberg an das Georgsstift in Limburg verschenkt.

Noch bis etwa 1850 hatten sich die Wälle deutlicher abgezeichnet, diese wurden aber wahrscheinlich im Zuge der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung weiträumig abgetragen.

Einigkeit besteht darüber, dass es sich wahrscheinlich um eine Fluchtburg handelte, und in diesem Sinne keine Siedlung darstellt.

DenkmalschutzBearbeiten

Der Bereich der Wallanlage ist ein Bodendenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.

LiteraturBearbeiten

  • Ulrich Dahmlos: Archäologische Funde des 4. bis 9. Jahrhunderts in Hessen.
  • Karl August von Cohausen: Die Wallburgen, Landwehren und alten Schanzen des Regierungsbezirks Wiesbaden. In: Nassauische Annalen. Band 15.

WeblinksBearbeiten