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Rödigen ist ein Weiler der Stadt Bad Kösen, einem Stadtteil der Stadt Naumburg (Saale) im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Rödigen
Koordinaten: 51° 6′ 9″ N, 11° 41′ 35″ O
Einwohner: 29 (2012)
Eingemeindung: 1. Januar 1991
Eingemeindet nach: Bad Kösen
Postleitzahl: 06628
Vorwahl: 034463
Die Dorfstraße von Rödigen

LageBearbeiten

Rödigen befindet sich in der Saaleniederung im Übergang zu den Anhöhen östlich der Saale südöstlich des Dorfes Kleinheringen. Mit einer Verbindungsstraße besteht Anschluss an die Landesstraße 201, die mit dem Umland verbindet.

GeschichteBearbeiten

Rödigen wurde am 11. Februar 1344 erstmals urkundlich genannt.[1] Der Ort gehörte zum Besitz der Schenken von Saaleck[2] aus dem Haus der Schenken von Vargula. 1344 veräußerten sie Rödigen mit der Burg Saaleck an die Naumburger Bischöfe, welche aus dem zur Burg gehörigen Gebiet das Amt Saaleck bildeten. Dieses kam im Jahr 1544 an das zum Hochstift Naumburg gehörige Amt Naumburg und mit diesem im Jahr 1564 an das Kurfürstentum Sachsen.[3]

Rödigen gehörte als Teil des Amts Naumburg zwischen 1656/57 und 1718 zum kursächsischen Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Zeitz, danach zum Kurfürstentum Sachsen und ab 1806 zum Königreich Sachsen. Nach dem Beschluss des Wiener Kongresses im Jahr 1815 wurde der Ort an das Königreich Preußen abgetreten und dem 1818 neu gebildeten Kreis Naumburg im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt.[4]

Am 1. Januar 1991 wurde der Weiler nach Bad Kösen eingemeindet und am 1. Januar 2010 nach Naumburg (Saale) umgegliedert.

2012 wohnten 29 Personen im Weiler.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rödigen (Naumburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 375
  2. Germania Sacra, Rödigen auf S.607 und 677f.
  3. Das Hochstift Naumburg in der Retrobibliothek
  4. Orte des Kreises Naumburg im Gemeindeverzeichnis 1900