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Rémy-Isidore Exelmans

französischer Marschall
Rémy-Isidore Exelmans

Rémy-Joseph-Isidore, comte Exelmans (auch Excelmans; * 13. November 1775 in Bar-le-Duc; † 22. Juni 1852 in Saint-Cloud bei Paris) war General und Marschall von Frankreich.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Exelmans begann 1791 seine militärische Laufbahn in einem Freiwilligenbataillon unter Oudinot, zeichnete sich 1799 im neapolitanischen Krieg unter Jean-Étienne Championnet und als Murats Adjutant im Krieg gegen Österreich 1805 aus.

Nach der Schlacht bei Preußisch Eylau zum Général de brigade befördert, wurde er im Gefolge Murats in Spanien gefangen und nach England gebracht. 1811 gelang es ihm, zu entfliehen und in einer kleinen Barke über den Kanal zu setzen, worauf er als Großstallmeister in die Dienste des Königs Joachim I. von Neapel trat.

Wieder in die französische Armee eingetreten, machte er den russischen Feldzug als Befehlshaber der Gardegrenadiere mit, kommandierte im Feldzug 1813 die 4. Leichte Kavalleriedivision im zweiten Kavalleriekorps unter Sebastiani und 1814 dieses Korps selbst. Bei der ersten Restauration noch zu den Bourbonen übergegangen, schloss er sich 1815 Napoleon nach dessen Rückkehr von Elba sofort an und erhielt während des Feldzugs in Belgien (15.–19. Juni 1815) das Kommando über ein Korps der Kavalleriereserve, das mit seinen 3200 Reitern in der Schlacht bei Ligny kämpfte und danach unter Marschall Emmanuelle Grouchy die geschlagenen Preußen verfolgte, jedoch durch das III. Preußische Korps des Generalleutnants Thielmann bei Wavre festgehalten, nicht an der Schlacht bei Waterloo teilnahm. Dennoch gelang es ihm, am 1. Juli bei Versailles zwei preußische Husarenregimenter zu überfallen und zu vernichten.

1816 proskribiert, lebte er in Belgien und in Nassau, bis ihm 1823 die Rückkehr nach Frankreich gestattet wurde. Louis-Philippe berief ihn 1831 in die Pairskammer, in der er sich besonders beim Prozess Armand Carrels durch energische Erklärungen gegen die Hinrichtung Neys populär machte.

Am 15. August 1849 wurde er zum Großkanzler der Ehrenlegion und am 11. März 1851 von Napoléon III., für den er sich als einer der ersten erklärt hatte, zum Marschall von Frankreich ernannt. Er starb infolge eines Sturzes mit dem Pferd bei Sèvres am 22. Juni 1852 in Saint-Cloud. Sein Sohn war der Admiral Joseph-Maurice Exelmans.

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1830: Großkreuz der Ehrenlegion (21. August), Großkanzler der Ehrenlegion 1849

EhrungenBearbeiten

Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 27. Spalte eingetragen.

LiteraturBearbeiten

  • Jules Nollet-Fabert. Notice sur M. le maréchal Exelmans, 1775–1851. N. Rolin, Bar-le-Duc, 1851.
  • Exelmans, Remi – Joseph – Isidore. In: Charles Mullié: Biographie des célébrités militaires des armées de terre et de mer de 1789 à 1850. Band 1. Poignavant, Paris 1851, S. 506 f.
  • Exelmans, (Isidore, comte). In: Marie-Nicolas Bouillet, Alexis Chassang (Hrsg.): Dictionnaire universel d’histoire et de géographie. Nouvelle édition (26.) avec un supplement. Hachette, Paris 1878, S. 639.
  • Exelmans, Rémy Joseph Isidore. In: Adolphe Robert, Edgar Bourloton, Gaston Cougny (Hrsg.): Dictionnaire des parlementaires français. Band 2: Cay – Fes. Bourloton, Paris 1891.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rémy Joseph Isidore Exelmans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien