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16. Arrondissement (Paris)

Stadtbezirk von Paris

Das 16. Arrondissement (Stadtteil), eines von 20 Pariser Arrondissements, befindet sich auf dem rechten Seine-Ufer. Das Viertel wird gemeinhin auch Arrondissement Passy genannt, nach dem Namen der alten Gemeinde, die im Jahr 1860 nach Paris eingemeindet wurde.

16. Arrondissement (Passy)
Arrondissement municipal von Paris
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Über dieses Bild
Koordinaten 48° 51′ 50″ N, 2° 16′ 36″ OKoordinaten: 48° 51′ 50″ N, 2° 16′ 36″ O
Höhe 56 m (27–67 m)
Fläche 16,37 km²
Einwohner 165.446 (1. Jan. 2016)
Bevölkerungsdichte 10.107 Einwohner/km²
INSEE-Code 75116
Postleitzahlen 75016, 75116
Website mairie16.paris.fr
Gliederung
Quartiers
16. Arrondissement, Avenue Foch
Die Fondation Singer-Polignac, Avenue Georges-Mandel

Zusammen mit dem 7. Arrondissement und dem Vorort Neuilly-sur-Seine gen Westen, bildet es das teuerste und wohlhabendste Residenzviertel Frankreichs.[1][2] Zudem werden die Quartiere, welche den Bois de Boulogne umgrenzen auch mit Neuilly-Auteuil-Passy beschrieben, welches das einheitliche Viertel zwischen dem Arrondissement und dem Vorort Neuilly-sur-Seine umfasst. Im französischen Sprachgebrauch wird das 16. Arrondissement sinnbildlich auch als Begriff für (bürgerliche) Eleganz und Reichtum verwendet.[3]

AllgemeinesBearbeiten

Es grenzt an die Gemeinden Neuilly-sur-Seine und Boulogne-Billancourt. Seinen Westteil bildet der Bois de Boulogne, der etwas mehr als die Hälfte der Fläche des Arrondissements einnimmt. Das 16° befindet sich vis-à-vis des Eiffelturms. Das Maison de Radio France, der Trocadéro, die Jardins du Trocadéro, die Rue de Passy, die Avenue Victor-Hugo, der Prinzenpark, die Rue d’Auteuil, die Avenue du Président Kennedy, der Boulevard Exelmans, die Rue Michel-Ange und die Rue Molitor sind die bekanntesten Lokalitäten im 16. Arrondissement. Es gilt als schönster Stadtteil und einer mit den höchsten Mietpreisen in Paris. Der Süden des Arrondissements ist ein Villenviertel. Das Rathaus steht in der Avenue Henri-Martin. In Passy steht auch das Musée d’art moderne de la Ville de Paris. Am südlichen Rand des Bois de Boulogne steht das Stade Roland Garros, wo jährlich das Grand-Slam-Tournier French Open stattfindet.

Im Arrondissement gibt es fünf staatliche Gymnasien: Janson de Sailly, Jean-Baptiste Say, La Fontaine, Molière und Claude Bernard. Auf dem Cimetière de Passy sind zahlreiche prominente Personen beigesetzt. Aufgrund seiner Größe ist es das einzige Arrondissement von Paris, das zwei verschiedene Postleitzahlen hat.

Die Avenues Henri-Martin und Georges-Mandel markieren die Grenze zwischen beiden Bereichen. Das 16. ist gleichmäßig in zwei Wahlkreise aufgeteilt, den 15. und 16. Wahlkreis. Sie stimmen mit der Aufteilung des Arrondissements in Süd und Nord überein und werden derzeit durch die Abgeordneten Claude Goasguen, UMP, Präsident der UMP-Stadtratsfraktion, beziehungsweise Bernard Debré (UDF) vertreten. Beide sind ehemalige Minister – Mai bis November 1995, unter der Regierung Juppé I und November 1994 bis Mai 1995 unter der Regierung Balladur – und bewerben sich für ihre Partei um das Bürgermeisteramt von Paris. Von 1989 bis 2008 war Pierre-Christian Taittinger, Minister und Senator a. D., Bürgermeister des Arrondissements.

Im Quartier de Chaillot an der Rue Copernic befindet sich zudem eine der ältesten Reformsynagogen Frankreichs, die 1907 gegründete Synagoge der Rue Copernic. Die Gemeinde zählt bis heute als die führende und sichtbarste Synagoge des französischen Reformjudentums. Die Synagoge wurde im Jahr 1941 bei einem Bombenangriff sowie im Jahr 1980 bei einem palästinensischen Terroranschlag zweimal in seiner Geschichte schwer beschädigt. Zu den mit der Synagoge verbundenen Persönlichkeiten zählen unter anderem Arnold Schoenberg, der sich 1933 hier zu seiner Rückkehr zum Judentum entschloss sowie auch Simone Veil.[4][5]

BevölkerungsdichteBearbeiten

Im Jahr des Zensus 1999 wohnten im Arrondissement 161.773 Menschen auf 791 Hektar, das bedeutet 20.452 Einwohner/km² (Bois de Boulogne nicht mitgerechnet).

Berühmte AdressenBearbeiten

In Populärkultur und Gedächtnis der Stadt zählen vor allem die folgenden Straßenzüge als begehrt:

In der Rue Berton (früher Rue du Roc) lag der Hinterausgang von Balzacs Anwesen an der Rue Raynouard, über den der Schriftsteller die Flucht antrat, wenn seine Gläubiger ihm zu Leibe rückten.

Eine weitere begehrte Adresse im 16. Arrondissement war seit jeher die im alten Dorf Auteuil gelegene Verlängerung der Rue Raynouard, die Rue La Fontaine. Hier wurde unter anderem der Schriftsteller Marcel Proust geboren.

Das Haus mit der Nr. 2 in der Rue de Franqueville diente als Kulisse in dem Film Der diskrete Charme der Bourgeoisie von Luis Buñuel. Im ersten Stock direkt über der schmiedeeisernen Hauseingangstür befindet sich im Film die Privatwohnung von Botschafter Don Rafael (Fernando Rey)

BürgermeisterBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

GrünanlagenBearbeiten

ViertelBearbeiten

  • Quartier d'Auteuil
  • Quartier de la Muette
  • Quartier de la Porte-Dauphine
  • Quartier de Chaillot

Siehe auchBearbeiten

Literarische BedeutungBearbeiten

Der Nestor Burma-Roman Das stille Gold der alten Dame (frz. Pas de bavards à la Muette) von Léo Malet spielt im 16. Arrondissement.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Les 80 communes où se concentrent les plus hauts revenus. In: Capital.fr. 22. August 2013 (capital.fr [abgerufen am 6. Oktober 2018]).
  2. Dans quelles communes paie-t-on le plus l'ISF? 7. November 2017, abgerufen am 17. August 2019.
  3. Abel Carballiño: PARIS, les arrondissements - FRANCOFOLIES de Abel Carballiño. In: FRANCOFOLIES de Abel Carballiño. (over-blog.es [abgerufen am 6. Oktober 2018]).
  4. HISTOIRE & MÉMOIRE. Abgerufen am 6. Oktober 2018 (französisch).
  5. Charlotte M. Cross, Russell A. Berman: Political and Religious Ideas in the Works of Arnold Schoenberg. Routledge, 2013, ISBN 978-1-135-65394-1 (google.ch [abgerufen am 6. Oktober 2018]).