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Pitzling (Landsberg am Lech)

Gemeindeteil Landsberg am Lech

Pitzling ist ein Stadtteil von Landsberg am Lech im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und liegt circa fünf Kilometer südlich der Stadt an einer Lechstaustufe am Ende des Lechparks Pössinger Au auf einer Höhe von 621 m ü. NN.

Pitzling
Koordinaten: 48° 0′ 49″ N, 10° 52′ 57″ O
Höhe: 621 m ü. NHN
Einwohner: 513 (25. Mai 1987)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 86899
Vorwahl: 08191
Bild von Pitzling

Nennenswertes Gewerbe ist nicht vorhanden. Die Lage am Lech mit vielen Bademöglichkeiten zieht im Sommer Besucher aus naher Umgebung nach Pitzling, der Stausee wird auch des Öfteren zum Kanufahren genutzt.

GeschichteBearbeiten

Erste Siedlungsspuren stammen aus der Bronze- und Urnenfeldzeit.

Die Ortsname lässt auf eine germanische Wiederbesiedlung im frühen Mittelalter schließen, ab dem 6. Jahrhundert kontrollierten die Bajuwaren das Gebiet.[1]

Bereits Mitte des 8. Jahrhunderts wurde etwa zwei Kilometer südlich des Ortes das Kloster Seiferstetten durch die Huosi gegründet, das nach der Zerstörung durch die Ungarn im 10. Jahrhundert nicht wiedererrichtet wurde.

Pitzling wird urkundlich erstmals 1270 als Butzlinge im Urbar des Amtes Landsberg genannt, der Ortsname leitet sich von dem Personennamen Buzo ab.[2] Der Ort war damals ein Vogteigut des Klosters Wessobrunn und entstand am Rande des Schlosses Pöring.

Gerichtlich gehörte Pitzling später zum Gebiet Ummendorf des Oberamtes des Landgerichtes Landsberg. Im Jahr 1752 werden 27 Anwesen vermerkt, zehn waren dem Kloster Wessobrunn, sechs der Gemeinde, drei Landsberger Bürgern, zwei der Kirche Igling und je eines den Klöstern Andechs und Dießen, dem Kastenamt Landsberg, der Hofmark Igling und der Pfarrei Igling grundbar.

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in die Stadt Landsberg am Lech eingegliedert.[3]

VereinslebenBearbeiten

Es werden regelmäßig Feste und sonstige Aktionen organisiert wie das Dorffest, der Pitzlinger Starkbierabend, Seifenkistenrennen oder Volleyballturniere. Organisatoren sind die Blaskapelle, der Schützenverein, die aktive Dorfgemeinschaft Pitzling oder die Pitzlinger Jugendlichen. Der Ort verfügt über auch eine eigene Freiwillige Feuerwehr.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Luise Rinser (1911–2002), Schriftstellerin, ist in Pitzling geboren.

LiteraturBearbeiten

  • Pankraz Fried, Sebastian Hiereth: Altbayern Reihe I Heft 22-23: Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg. In: Historischer Atlas von Bayern. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1971 (327 Seiten).
  • Josef Hemmerle: Die Benediktinerabtei Benediktbeuern. De Gruyter, Berlin und New York 1993, insbesondere S. 80 ff.(E-Kopie).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landsberger Stadtgeschichte von den Anfängen bis 1945. Abgerufen am 6. Juni 2019.
  2. Pankraz Fried, Peter Fassl: Aus Schwaben und Altbayern. Thorbecke, 1991, ISBN 978-3-7995-7073-2, S. 128.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pitzling (Lech) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien