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Erpfting ist ein Stadtteil von Landsberg am Lech im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech mit etwa 1500 Einwohnern und liegt westlich der Stadt auf einer Höhe von 617 m ü. NN.

Erpfting
Koordinaten: 48° 1′ 20″ N, 10° 49′ 32″ O
Höhe: 617 m ü. NHN
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 86899
Vorwahl: 08191
Hauptstraße mit Kirche St. Michael
Hauptstraße mit Kirche St. Michael

Bis zur Gemeindegebietsreform 1978 war der Ort zusammen mit Ellighofen eine selbständige Gemeinde. Erpfting besitzt eine eigene Freiwillige Feuerwehr, einen Kindergarten, eine Grundschule und eine Filiale der VR-Bank Landsberg-Ammersee.

Auf der Gemarkung Erpfting befindet sich die Europäische Holocaustgedenkstätte. 1985 konnte die Bürgervereinigung Landsberg im 20. Jahrhundert einen Teil des Areals des ehemaligen KZ-Geländes erwerben und begann im folgenden Jahrzehnt mit dem Ausbau zur Europäischen Holocaustgedenkstätte, um eine Erinnerung an den Holocaust auf Dauer und in Würde zu ermöglichen. Anton Posset konnte damals Alexander Moksel mittels der Anregung von Franz Josef Strauß[1] überzeugen die finanziellen Mittel für den Kauf bereitzustellen. Die Bunker waren damals verwahrlost und wurden von einer Rockergruppe, den Devil Knights, als Vereinsheim genutzt. Von Anfang an pflegte die Bürgervereinigung das Grundstück um deren Erhalt und Konservierung sicherzustellen. Die Gedenkstätte wurde im Jahre 2009 von der Bürgervereinigung Landsberg im 20. Jahrhundert an die Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung übergeben.

Durch Erpfting führt die alte römische Staatsstraße Via Claudia Augusta.

Inhaltsverzeichnis

WappenBearbeiten

Amtliche Beschreibung: „Über von Rot und Silber geteiltem Schildfuß in Silber ein wachsender roter Greifenlöwe, der mit beiden Tatzen einen roten Schlüssel hält.“ (Ministerielle Zustimmung durch Entschließung vom 23. März 1955, Aktenzeichen I B 1 – 3000 – 29 E/2)[2]

BaudenkmälerBearbeiten

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Erpfting

LiteraturBearbeiten

  • Bürgervereinigung Landsberg im 20. Jahrhundert (Hrsg.): Todesmarsch und Befreiung – Landsberg im April 1945: Das Ende des Holocaust in Bayern (= Landsberg im 20. Jahrhundert. Heft 2). 2. Auflage, Eigenverlag, Landsberg am Lech 1993. ISBN 3-9803775-1-2.
  • Bürgervereinigung Landsberg im 20. Jahrhundert (Hrsg.): Das KZ-Kommando Kaufering 1944/45: Die Vernichtung der Juden im Rüstungsprojekt „Ringeltaube“ (= Landsberg im 20. Jahrhundert. Heft 4). Eigenverlag, Landsberg am Lech 1993. ISBN 3-9803775-3-9.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.buergervereinigung-landsberg.de/umganggeschichte/stadtlandsberg/Posset/BriefStrauss.pdf
  2. Josef Klemens Stadler: Neue Wappen und Fahnen oberbayerischer Gemeinden. In: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte. Jg. 80, 1955, S. 121 f. [Hinweis: Das auf dieser Wikipedia-Seite dargestellte Wappen ist farblich falsch wiedergegeben.]