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Marktgemeinde
Pinggau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Pinggau
Pinggau (Österreich)
Pinggau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt: HB)
Fläche: 59,09 km²
Koordinaten: 47° 27′ N, 16° 4′ OKoordinaten: 47° 26′ 38″ N, 16° 3′ 51″ O
Höhe: 527 m ü. A.
Einwohner: 3.164 (1. Jän. 2019)
Postleitzahlen: 8243, 2872, 7421, 7423, 8240
Vorwahl: 03339
Gemeindekennziffer: 6 22 33
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
8243 Pinggau
Website: www.pinggau.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Leopold Bartsch (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
15
5
1
15 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Pinggau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld
Bad BlumauBad WaltersdorfBuch-St. MagdalenaBurgauDechantskirchenEbersdorfFeistritztalFriedbergFürstenfeldGrafendorf bei HartbergGreinbachGroßsteinbachGroßwilfersdorfHartbergHartberg UmgebungHartlIlzKaindorfLafnitzLoipersdorf bei FürstenfeldNeudauOttendorf an der RittscheinPinggauPöllauPöllaubergRohr bei HartbergRohrbach an der LafnitzSankt Jakob im WaldeSankt Johann in der HaideSankt Lorenzen am WechselSchäffernSöchauStubenbergVorauWaldbach-MönichwaldWenigzellSteiermarkLage der Gemeinde Pinggau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Die Marktgemeinde Pinggau mit 3150 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) liegt im Osten der Steiermark (Österreich) im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld am Fuße des Wechsels.

GeografieBearbeiten

Pinggau liegt ca. 20 km nördlich der Bezirkshauptstadt Hartberg im Nordosten des Bezirks. Die Gemeinde wird von der Pinka durchflossen, einem Nebenfluss der Raab. Die Pinka entspringt im äußersten Nordwesten des Gemeindegebietes, das von zahlreichen Zuflüssen entwässert wird.

Pinggau wird im Norden durch den Wechsel begrenzt und hat dort mit dem Niederwechsel (1.669 m), dem Irrbühel (1.423 m), dem Windhag (1.395 m) und dem Hochkogel (1.314 m) seine höchsten Erhebungen. Nach Osten hin fällt das Gemeindegebiet zur Pinka hin ab. Pinggau ist mit seiner Nachbarstadt Friedberg zusammengewachsen.

Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an Niederösterreich (Mönichkirchen) und im Süden an das Burgenland (Pinkafeld).

GemeindegliederungBearbeiten

Pinggau setzt sich aus acht Katastralgemeinden zusammen (Stand: 15. Mai 2001):

Katastralgemeinde Fläche (ha) weitere Ortsteile
Baumgarten 975,58 Koglreith, Pichlhöf, Rosenbichl
Haideggendorf 327,70 Schäffernsteg
Pinggau 221,34
Schaueregg 1955,07 Glashütte, Tränktörl
Sinnersdorf 272,61
Sparberegg 703,78
Tanzegg 527,53 Lafnitzdorf, Schäffernsteg
Wiesenhöf 915,70 Brandstatt, Dirnegg, Steirisch-Tauchen

Die Gemeinde setzt sich aus folgenden Ortschaften zusammen (in Klammern Einwohner, Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Baumgarten (119)
  • Dirnegg (196)
  • Haideggendorf (239)
  • Koglreith (83)
  • Pinggau (1348)
  • Schaueregg (258)
  • Sinnersdorf (254)
  • Sparberegg (180)
  • Steirisch-Tauchen (186)
  • Tanzegg (110)
  • Wiesenhöf (191)

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Friedberg, Dechantskirchen und Schäffern den TourismusverbandWechselland“. Dessen Sitz ist die Gemeinde Schäffern.[2]

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Pinggau, im Hintergrund Friedberg. Um 1820, lith. J.F. Kaiser

Eine frühe Mautstelle beweist, dass Pinggau ein alter Straßenknotenpunkt ist. Trotzdem wurden Pinggau und seine Kirche erst 1377 erstmals erwähnt.

Das Gemeindegebiet umfasste schon bei der Gemeindebildung im Jahr 1849 die heutige Ausdehnung von Schaueregg im Norden bis Sinnersdorf an der ehemals ungarischen Reichsgrenze im Süden. Ausgenommen davon ist die Katastralgemeinde Sparberegg, die mit 1. Jänner 1969 von Schäffern zu Pinggau kam.[3]

Die Führung der Bezeichnung Marktgemeinde wurde am 11. Juni 1931 vom Steiermärkischen Landtag verliehen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 

In der Marktgemeinde Pinggau gibt es mit Stand 2018 407 Nebenwohnsitze.

WappenBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde Pinggau wird wie folgt beschrieben:
„Ein goldenes Schild, in dem auf einem goldenen Postamente die Szene der Beweinung des vom Kreuze abgenommenen Leichnams Christi dargestellt ist. Hinter dem Leichnam sitzend drei Heiligengestalten: in der Mitte die Mutter Gottes, zur Rechten der Apostel Johannes, zur linken Maria Magdalena. Die Mutter Gottes, bekleidet mit einem roten Gewande, einem blauen goldverbrämten Mantel, einem weißen Haupttuche und einem gleichfarbigen Halstuche, stützt mit ihrer rechten Hand den aufgerichteten Oberkörper des Leichnams Christi und hält dessen linken Arm mit ihrer linken Hand. Der heilige Johannes, angetan mit einem grünen Gewande mit goldenem Ärmelaufschlag und mit einem roten, goldverbrämten Mantel, stützt mit beiden Händen das Haupt Christi. Die heilige Maria Magdalena, bekleidet mit einem rotgrünen Gewande und den Kopf bedeckt mit einem weißen Tuche, hält in ihrer Rechten ein goldenes Salbölgefäß; ihr linker Arm ist aufgerichtet. Den Schild umgibt eine ornamentierte, bronzefarbene Randeinfassung.“[4]

PolitikBearbeiten

BW

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ, und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 7 SPÖ, und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ, und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, und 5 SPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 3 SPÖ, und 1 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 5 SPÖ, und 1 FPÖ.
Bürgermeister
  • seit ? Leopold Bartsch (ÖVP)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Pfarrkirche Pinggau - Wallfahrtskirche Maria Hasel
  • Katholische Pfarrkirche Pinggau Schmerzhafte Gottesmutter – Wallfahrtsort Maria Hasel: Der Kirche wurde nach einer Legende benannt: Hirten sollen in einem Haselstrauch an der Pinka ein Marienbild gefunden haben. Dieses wurde später in die benachbarte Kirche gebracht, die 1377 erstmals erwähnt wurde und mit Fresken von Johann Cyriak Hackhofer ausgestattet ist. Neben der Kirche findet sich die 1698 erbaute Brunnkapelle mit einer steinernen Pietà aus dem Jahr 1717. Mit ihrer fließenden Heilquelle ist der Ort ein geistiger Kraftplatz für viele betende Menschen.[5]
  • Musik: Die Marktmusikkapelle Pinggau wurde am 28. August 1932 gegründet. Der Höhepunkt des musikalischen Jahres ist das Frühjahrskonzert, musikalische Heimat des Vereins ist das im Sommer 2009 eröffnete „Haus der Musik“. Die Musikkapelle hat mit Stand 2018 ca. 60 Mitglieder.

SportBearbeiten

  • Der Naturbadesee wird jährlich im Frühjahr neu gefüllt. Zwei große Biotope reinigen das Wasser auf natürliche Weise.
  • Im Jahr 1947 gründete Pinggau zusammen mit der Stadtgemeinde Friedberg den Fußballverein FC Pinggau/Friedberg.
  • Pinggau ist seit 1996 jährlicher Austragungsort der Bosch Super Plus Rallye, einen Rennen der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft.

WirtschaftBearbeiten

  • Die Bleyle GmbH vertrieb als Nachfolgerin der 1988 insolventen Stuttgarter Firma Bleyle bis 2009 gestrickte Damenkleidung. Sie hat den Markennamen der Muttergesellschaft übernommen.
  • Das im Ortsteil Sinnersdorf ansässige Familienunternehmen Meisterfrost GmbH beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter.
  • Bei Haideggendorf befindet sich eine Erdöl-Pumpstation der Adria-Wien-Pipeline. Durch das Gemeindegebiet verlaufen auch Trans-Austria-Gasleitungen.

VerkehrBearbeiten

 
Pinggau wurde 1910 durch die Eröffnung der Wechselbahn mit der Eisenbahn erschlossen. Im Bild der Eröffnungszug in der Station Pinggau.
 
Pinggau (rechts) um 1878 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pinggau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 327. ZDB-ID 1291268-2 S. 632.
  3. Stmk. Landesgesetzblatt Nr. 164/1968, die Verordnung der betroffenen Grundstücke erfolgte mit dem Stmk. Landesgesetzblatt Nr. 163/1969
  4. Wappen der Marktgemeinde Pinggau. Abgerufen am 21. April 2015.
  5. Wallfahrtskirche Maria Hasel. Abgerufen am 21. April 2015.