Philipp III. (Falkenstein)

Sohn des Werner I. von Falkenstein, Herr zu Münzenberg und Falkenstein
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Philipp III. von Falkenstein (Licher Linie), (* um 1257, † 9. Februar 1322), Herr von Falkenstein, Herr zu Münzenberg und Lich, war der Sohn des Werner I. von Falkenstein, Herr zu Münzenberg und Falkenstein, der die Licher Linie der Falkensteiner begründete, und dessen Frau Mechtild von Diez (*um 1238; † 3. Dezember 1288).

Vermuteter Grabstein Philipps in der evangelischen Marienstiftskirche Lich

HerkunftBearbeiten

Er entstammte dem ursprünglich auf der Reichsburg Falkenstein im Donnersbergkreis in der Pfalz beheimateten Geschlecht der Bolanden-Falkensteiner, die nach 1255 Teile der Münzenberger Erbschaft in der Wetterau erhalten hatten.

HerrschaftBearbeiten

Bereits 1295 – nach einer weiteren Teilung der Münzenberger Erbschaft – hatte sein Vater Werner I. seinen Sitz abseits der Münzenburg im nahegelegenen Lich genommen; Philipp ließ hier zur Sicherung des Überganges des Flüsschens Wetter an der den Ort kreuzenden Straße Lange Hessen eine große Wasserburg errichten. In Diensten des römisch-deutschen Königs Albrecht I. stehend erhob dieser mit Urkunde vom 10. März 1300 das bereit 1297 als „oppidum nostrum“ bezeichnete Lich zur Stadt, ebenso 1313 Kaiser Heinrich VII. das seit 1255 ebenfalls zur Herrschaft der Falkensteiner gehörende ehemals Nüringsche Königstein im Taunus.

Langjährige Streitigkeiten über die Münzenberger Erbschaft mit Ulrich I. von Hanau insbesondere über die jüdischen Steuern aus Assenheim und Münzenberg wurden 1304 mit einem Schiedsspruch zuungunsten Philipps III. beendet.

FamilieBearbeiten

Aus seiner ersten, 1287 geschlossenen Ehe mit Mechthild von Eppstein (* um 1269, † 1303), Tochter des Gottfried IV. von Eppstein und der Mathilde von Isenburg, entstammen die Kinder:

  • Elisabeth († 1. September 1328), verehelicht mit Raugraf Heinrich III. von Neuenbaumburg
  • Isengard von Falkenstein (* um 1280, † um 1326), verehelicht mit Luther von Isenburg-Grenzau
  • Werner von Falkenstein († um 1309)
  • Ulrich II. († um 1307)
  • Philipp IV. (* um 1272, † 1312), verehelicht um 1294 mit Adelheid von Rieneck

In zweiter Ehe war er ab 1303 verheiratet mit Luckard(e) von Isenburg († um den 11. Oktober 1309), einer (illegitimen) Tochter des Ludwig I. von Isenburg von Cleeberg, Burggraf von Gelnhausen; dieser Ehe entstammten die Kinder:

In dritter Ehe war er ab dem 11. Oktober 1309 kinderlos verheiratet mit Mechthild von Hessen (* um 1267, † nach 1332), Witwe des Grafen Gottfried VI. von Ziegenhain, Tochter des Landgrafen Heinrich I. von Hessen und der Adelheid von Braunschweig, und Urenkelin der Heiligen Elisabeth von Thüringen.[1]

Die meisten Gräber der Licher Linie der Falkensteiner befinden sich in der Marienstiftskirche Lich.

LiteraturBearbeiten

  • Anette Löffler: Die Herren und Grafen von Falkenstein (Taunus). Studien zur Territorial- und Besitzgeschichte, zur reichspolitischen Stellung und zur Genealogie eines führenden Ministerialengeschlechts 1255-1418. Band 99. Selbstverlag der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt und der Historischen Kommission für Hessen, 1994.
  • Johann Friedrich Böhmer: Regesten zur Geschichte der Mainzer Erzbischöfe: Von Konrad I. bis Heinrich II. 1161 – 1288. 1886.
  • Licher Heimatbuch. Im Auftrag der Stadt Lich bearbeitet von dem Ausschuß für das Licher Heimatbuch. Lich 1950.
  • Licher Heimatbuch. Die Kernstadt und ihre Stadtteile. Bearbeitet von Paul Görlich, herausgegeben vom Magistrat der Stadt Lich 1989.
  • Johann Georg Lehmann: Urkundliche Geschichte der Herren und Grafen von Falkenstein am Donnersberg in der Pfalz. In: H.V. Pfalz (Hrsg.): Mitteilungen Des Historischen Vereins Der Pfalz. Band 3. Daniel Kranzbühler'sche Buchdruckerei, Speyer 1872, ISBN 5-87557-415-1 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Adolph Köllner: "Versuch einer Geschichte der Grafschaft Falkenstein" in "Geschichte der Herrschaft Kirchheim-Boland und Stauf", 1854, Wiesbaden

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Genealogische Webseite von Bernd Josef Jansen, veröffentlicht bei Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berndjosefjansen.de, abgerufen am 29. November 2015