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Philip Gröning

deutscher Regisseur und Dokumentarfilmer

LebenBearbeiten

Nach dem Abitur am Görres-Gymnasium (Düsseldorf) war Gröning ab 1978 im technischen Bereich von Film- und TV-Produktionen tätig. Von 1979 bis 1981 studierte er Psychologie und Medizin und arbeitete als Regieassistent für Peter Keglevic. 1982 begann er an der HFF München ein Filmstudium, das er 1984 beendete. Im selben Jahr entstand seine Idee für den Film Die große Stille, der 2005 erschien.[1] 1983 erschien sein erster Kurzfilm Der Trockenschwimmer. Sein Spielfilmdebüt gab Gröning 1986 mit dem Film Sommer, für welchen er in Amsterdam den Kodak Award erhielt. 1990 wurde er mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Mit der Groteske Die Terroristen! machte Gröning 1992 Schlagzeilen, weil Bundeskanzler Helmut Kohl, dessen Ermordung die drei Protagonisten planen, die Ausstrahlung des Films verhindern wollte.[2] In Locarno wurde der Film mit dem Bronzenen Leoparden ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erschien L’amour, l’argent, l’amour, ein im Stil der Experimentalfilme der 70er-Jahre gefilmtes Roadmovie um eine Prostituierte und einen Hilfsarbeiter. Für diesen Film erhielt er den Hessischen Filmpreis als Bester Regisseur; Hauptdarstellerin Sabine Timoteo wurde als Beste Schauspielerin mit dem Schweizer Filmpreis und dem Bronzenen Leoparden in Locarno ausgezeichnet, Hauptdarsteller Florian Stetter erhielt den Max Ophüls Preis als bester Darsteller.

Sein Film Die große Stille aus dem Jahr 2005 wurde mit dem Bayerischen Filmpreis, dem Spezialpreis der Jury in Sundance und 2006 als Bester Dokumentarfilm mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet und war außerdem für den Deutschen Filmpreis 2006 nominiert. 2013 wurde sein Drama Die Frau des Polizisten als einziger deutscher Beitrag im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig uraufgeführt und mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Gröning war Jury-Präsident der Reihe „Orrizonti“ beim Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2006, Mitglied der internationalen Jury beim Filmfest München im Jahr 2009, Mitglied der internationalen Wettbewerbsjury beim Internationalen Filmfestival in Venedig 2014, sowie beim Message to man Festival in St Petersburg. 2018 erhielt er für seinen Spielfilm Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot eine Einladung in den Wettbewerb der 68. Berlinale.

Gröning unterrichtet seit 2001 an der Filmakademie Baden-Württemberg und ist Professor an der Internationalen Filmschule Köln.[3] An der Akademie der Bildenden Künste München hatte Gröning die Gastprofessur für freie Kunst im Wintersemester 2018/2019 und Sommersemester 2019 inne.[4] Die Ausstellung der Projektklasse Gröning über Artificial Intelligence Ein paar Tage nach der Welt war im Februar 2019 zu sehen[5], Nackte Singularitäten im Mai 2019.[6]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fritz Göttler: Die Zeit ist reif. Süddeutsche Zeitung Nr. 258 vom 9. November 2005, S. 13.
  2. Helmut Kohl. 30. November 1992, abgerufen am 25. Juli 2019.
  3. Philip Gröning ist neuer Professor an der ifs – ifs internationale filmschule köln. Abgerufen am 2. November 2017 (deutsch).
  4. Philip Gröning ist Gastprofessor an der münchner-kunstakademie. Abgerufen am 23. Juli 2019 (deutsch).
  5. Ausstellung der Projektklasse Gröning der Münchner-Kunstakademie. Abgerufen am 23. Juli 2019 (deutsch).
  6. Ausstellung der Projektklasse Gröning der Münchner-Kunstakademie. Abgerufen am 23. Juli 2019 (deutsch).
  7. Sommer bei crew-united abgerufen am 6. September 2014
  8. Die Terroristen bei imdb abgerufen am 6. September 2014
  9. a b c L'amour bei imdb abgerufen am 6. September 2014
  10. a b c d e Die große Stille bei imdb abgerufen am 6. September 2014
  11. a b c d Die große Stille bei cinedat abgerufen am 6. September 2014@1@2Vorlage:Toter Link/de.cinedat.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. Deutscher Beitrag gewinnt Spezialpreis in Venedig bei zeit-online abgerufen am 6. September 2014
  13. Villa Massimo | Philip Gröning. Abgerufen am 20. August 2019.