Orgelbau Rainer Kilbert

Orgelbau Rainer Kilbert ist eine deutsche Orgelbaufirma aus Bayern mit Sitz in Hönighausen bei Regensburg in der Oberpfalz.

LebenBearbeiten

Rainer Kilbert (* 1964) wuchs in Amberg auf. Er besuchte dort das musische Max-Reger-Gymnasium mit Leistungskurs Musik (Orgel) und legte 1983 das Abitur ab.[1] Den Beruf des Orgelbauers erlernte er bei Georg Jann in Allkofen bei Laberweinting in Niederbayern. Anschließend arbeitete er bei August Hartmann in Regensburg, dann bei Johannes Schädler in Donaustauf, hier hauptsächlich als Konstrukteur und Intonateur.

2004 gründete er einen eigenen Betrieb in Hönighausen, den er seit 2008 in Vollerwerb betreibt. Seine Haupttätigkeiten sind Renovierungen, Erweiterungen, Umbauten und Neuintonationen von Orgeln, vorwiegend in der Oberpfalz und Niederbayern.

Zusätzlich befasst sich Kilbert mit Orgelforschung und war jahrzehntelang in Pfarreien der Diözese Regensburg als nebenamtlicher Kirchenmusiker tätig.

Werkliste (Auswahl)Bearbeiten

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
2006 Kallmünz St. Michael I/P 5 Transferierung aus Wolfsbach mit Umbau der Chororgel von Martin Binder (1916)
2008 privat I/P 7 Erweiterung der Orgel von Werner Bosch Orgelbau (1975, I/4)
2009 Ensdorf St. Jakobus   II/P 19 Generalüberholung der Orgel von Martin Binder (1913) im Gehäuse von Andreas Weiss (1782)
2009 Schwend (Birgland) Ev. Christuskirche II/P 11 Neuintonation der Orgel von Günter Ismayr (1975)[2]
2010 Fürnried St. Willibald   II/P 12 Umbau und Neuintonation der Orgel von Erich Bauer (1974)[3]
2011 Barbing St. Martin I 6 Neubau, Fernwerk hinter dem Hochaltar, Pfeifenwerk Henry Speechly (1900), London
2012 Dachau Caritas-Altenheim I/P 4 Transferierung der Orgel von Klaus Becker (1965) aus Hamburg, Erweiterung auf I/5
2012 Neunkirchen (Weiden) St. Dionysius II/P 13 Restaurierung, Rekonstruktion der Orgel von Martin Binder (1913)
2013 Schwarzenfeld Ev. Christuskirche   I/P 6 Umbau und Erweiterung der Orgel von Georg Holländer (1958) auf II/10[4]
2014 Altfalter St. Bartholomäus I/P 6 Neubau im Gehäuse von Michael Weiß (1808)
2015 Koppenwall St. Bartholomäus I/P 7 Neubau im Gehäuse aus dem 19. Jh.
2015 Duggendorf Mariä Opferung   II/P 15 Neuintonation der Orgel von August Hartmann (1988)
2016 privat II/P 15 Transferierung der Orgel von Griffen & Stroud (1905, Bath, GB) aus Wales, Umbau und Erweiterung auf II/P/16
2017 Regendorf Hl. Dreifaltigkeit I/P 6 Neubau einer seitenspieligen Brüstungsorgel, Pfeifenwerk z. T. aus GB[5]
2017 Bad Abbach Hl. Familie III/P 10 Transferierung aus Regensburg, Umdisponierung, Neuintonation der Orgel von August Hartmann (1989)[6]
2018 Altmannstein Zum Heiligen Kreuz II/P 18 Umbau, Neuintonation, Erweiterung der Orgel von Ludwig Plössl (1963) auf II/P/21
2018 Waidhaus St. Emmeram II/P 20 Generalüberholung und Umdisponierung der Orgel von Weise (1981)[7]
2019 Eitlbrunn St. Michael (Eitlbrunn) II/P 13 Umbau der Orgel von Michael Weise (1961), Erweiterung auf II/15
2019 Wenzenbach Dietrich-Bonhoeffer-Kirche (Wenzenbach) I/p 5 Transferierung aus Kirchheim/Teck, Umbau, Umdisponierung der Orgel von Richard Rensch (1964)
2019 Dachau Ev. Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau II/P 12 Gehäuseoptimierung, Dispositionskorrektur und Intonation der Orgel von Van Vulpen (Utrecht, 1967)
2020 Ensdorf Hauskapelle des Klosters   II/P 18 Generalüberholung der Orgel von Albert Reiser (1951), Umbau der Windanlage[8]
2020 Amberg St. Katharina I/P 9 Generalüberholung nach Kirchenrestaurierung und Intonation der Orgel von Johann Conrad Funtsch 1753 und August Hartmann (1990)
2020 Theuern St. Nikolaus I/P 8 Restaurierung des Opus 90 von Edenhofer (1911) im Gehäuse von Funtsch (1761)
2020 Wildeppenried St. Bartholomäus II/P 12 Generalüberholung nach Kirchenrestaurierung und Intonation der Orgel von Friedrich Meier (1963). Ursprünglich Freipfeifenprospekt, Gehäuse 1992 von August Hartmann.
2021 Sulzbach-Rosenberg Christuskirche (Sulzbach-Rosenberg) I/P 6 Transfer des Opus 3383 (Walcker, 1959) von der Stadtmission Nürnberg. Generalüberholung und Neuintonation. Die Orgel hat Schleifenteilung. Stimmung: Werckmeister
2021 Eslarn Mariä Himmelfahrt (Eslarn)   III/P 26 1757 Andreas Weiß, 1900 Neubau Borgias Maerz, 1973 Neubau Kaulmann (24/III/P), 2021 Renovierung und Erweiterung auf 26/III/P[9]

PublikationenBearbeiten

  • Der Amberger Orgelbauer Friedrich Specht. In: Oberpfälzer Heimat. 1984, S. 86–95.
  • Die Orgeln der Stadt Amberg. In: Die Oberpfalz. Laßleben, Kallmünz 1991, S. 228 ff.
  • Zur Orgelgeschichte der Pfarrkirche Pursruck. Festschrift zur Orgelweihe. 1991
  • Die Orgeln der Pfarrei Kallmünz. In: Die Oberpfalz. Laßleben, Kallmünz 2007, Heft 2.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Max-Reger-Gymnasium Amberg, Bericht über das Schuljahr 1982/83, S. 41, 100ff, 150ff.
  2. Orgel in Schwend, Christuskirche, abgerufen am 22. Juni 2020.
  3. Orgel in Fürnried, St. Willibald, abgerufen am 22. Juni 2020.
  4. Orgel in Schwarzenfeld, Christuskirche, abgerufen am 22. Juni 2020.
  5. Orgel in Regendorf, Hl. Dreifaltigkeit, abgerufen am 22. Juni 2020.
  6. mittelbayerische.de vom 23. Dezember 2017: Eine Königin macht den Pfarrer selig. Abgerufen am 22. Juni 2020.
  7. Pfarrei St. Emmeram Waidhaus, abgerufen am 22. Juni 2020.
  8. Kloster Ensdorf: Orgelsanierung in der Hauskapelle abgeschlossen. Abgerufen am 22. Juni 2020.
  9. Orgel in Eslarn saniertAbgerufen am 2. März 2022.