Onsernone

Gemeinde in der Schweiz
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Onsernone
Wappen von Onsernone
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Onsernone
BFS-Nr.: 5136i1f3f4
Postleitzahl: 6611 Crana
6611 Gresso
6611 Mosogno
6661 Auressio
6661 Berzona
6661 Loco
6662 Russo
6663 Comologno
6664 Vergeletto
Koordinaten: 691029 / 117411Koordinaten: 46° 12′ 7″ N, 8° 37′ 5″ O; CH1903: 691029 / 117411
Höhe: 802 m ü. M.
Fläche: 107,4 km²
Einwohner: 682 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 6 Einw. pro km²
Website: www.onsernone.swiss
Ortsteil Spruga

Ortsteil Spruga

Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
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Onsernone ist eine politische Gemeinde im Kreis Onsernone, Bezirk Locarno, des Schweizer Kantons Tessin.

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde umfasst das Onsernonetal und das Valle di Vergeletto.

Nachbargemeinden sind Centovalli, Maggia und Terre di Pedemonte sowie die italienischen Gemeinden Craveggia (IT-VB) und Re (IT-VB).

GeschichteBearbeiten

Die heutige Gemeinde Onsernone entstand in zwei Schritten durch die Fusion bisheriger Gemeinden. Die Idee, alle neun Talgemeinden des Onsernone und des Vergeletto in einer einzigen Gemeinde zu vereinigen, wurde schon in den 1970er Jahren formuliert. 1995 kam es zu einer ersten Fusion im oberen Teil des Tals, als sich die bisherigen Gemeinden Comologno, Crana und Russo unter dem Namen Onsernone zusammenschlossen.[2] Diese Gemeinde hatte 2000 322 Einwohner. In einem zweiten Schritt schlossen sich 2016 auch die damaligen Gemeinden Gresso, Mosogno und Vergeletto sowie die erst 2001 aus den früheren Gemeinden Auressio, Berzona und Loco gebildete Gemeinde Isorno mit Onsernone zusammen,[3] das damit die einzige politische Gemeinde im Tal wurde.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 2000[4] 2010 2015 2018
Einwohner 322 759 701 682

Onsernone hatte im Jahr 2015 701 Einwohner, davon 47,5 % männlich und 52,5 % weiblich.[5] Im Jahr 2008 waren 5,1 % davon Ausländer. Im Zeitraum von 1997 bis 2007 sank die Bevölkerung um 11,2 %. Die Umgangssprachen verteilen sich auf Italienisch (79,5 %), Deutsch (14,9 %) und Französisch (4,0 %). 68,7 % der Bevölkerung zwischen 25 und 64 hat einen höheren Bildungsabschluss (Hochschule, Fachhochschule o. Ä.).[5]

WirtschaftBearbeiten

Im Jahr 2007 betrug die Arbeitslosigkeit 3,18 %. Die Verteilung der Tätigkeiten (2005 erhoben) ergab 13 Personen in Land- und Forstwirtschaft, 16 Personen in industrieller Fertigung, sowie 90 Beschäftigten im Dienstleistungs-Sektor und 124 in der Verwaltung.[5]

BilderBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Palazzo della Barca im Ortsteil Comologno[6][7][8]
  • Pfarrkirche San Giovanni Battista[7][8]
  • Pfarrkirche Santa Maria Assunta im Ortsteil Russo[7][8]

PersönlichkeitenBearbeiten

Siehe die ursprünglichen neun Talgemeinden.

SportBearbeiten

  • Associazione Sportiva Onsernone[9]

LiteraturBearbeiten

  • Johannes Bär: Die Vegetation des Val Onsernone (Kanton Tessin). Rascher, Zürich 1918.
  • Alfred Canale: Geomorphologie der Valle Onsernone. Bellinzona 1956.
  • Luciano Chiesa und andere: Onsernone: das Tal und sein Museum. Hrsg. vom Museo Onsernonese. Loco 2012.
  • Vasco Gamboni: Onsernone. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 18. Januar 2017, abgerufen am 30. Dezember 2019.
  • Vasco Gamboni: Comologno. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. Januar 2004, abgerufen am 30. Dezember 2019.
  • Vasco Gamboni: Crana. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 8. September 2005, abgerufen am 30. Dezember 2019.
  • Vasco Gamboni: Russo. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 7. Juli 2010, abgerufen am 30. Dezember 2019.
  • Peter Knup: Geologie und Petrographie des Gebietes zwischen Centovalli-Valle Vigezzo und Onsernone. In: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen. Band 38, Heft 1, Zürich 1958,
  • Stef Stauffer: Steile Welt. Leben im Onsernone. Lokwort Verlag, Bern 2012, ISBN 978-3-906786-44-5.
  • Celestino Trezzini: Onsernone. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 6, Neuenschwander – Picot., Attinger, Neuenburg 1929, S. 348 (Digitalisat).
  • Laurentius Zawadyński: Geologisch-petrographische Untersuchungen in der Valle Onsernone (Tessin): Zur Petrographie der Kataklasite. In: Schweizerische mineralogische und petrographe Mitteilungen. Band 32, Heft 1, Zürich 1952.

WeblinksBearbeiten

Commons: Onsernone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis der Schweiz abgerufen 14 Januar 2010
  3. Vasco Gamboni: Onsernone. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 20. Januar 2017.
  4. Vasco Gamboni: Onsernone. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 18. Januar 2017, abgerufen am 4. Februar 2020.
  5. a b c Schweizer Bundesamt für Statistik, abgerufen im August 2016
  6. Palazzo della Barca
  7. a b c Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 225–228.
  8. a b c Elfi Rüsch: Distretto di Locarno IV. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2013, ISBN 978-3-03797-084-3, S. 284–370.
  9. Associazione Sportiva Onsernone