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Niclas Herbst

deutscher Politiker (CDU), MdL

Niclas Herbst (* 28. Februar 1973 in Ratzeburg) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Inhaltsverzeichnis

Leben und BerufBearbeiten

Nach dem Abitur 1992 an der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Ratzeburg leistete Herbst seinen Wehrdienst ab und durchlief dabei die Ausbildung zum Reserveoffizier. 1994 begann er ein Studium der Politikwissenschaft, des Öffentlichen Rechts und der Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, welches er 2000 als Magister Artium beendete. Danach war Herbst als wissenschaftlicher Referent für Wirtschaftspolitik bei der schleswig-holsteinischen CDU-Landtagsfraktion tätig.

Niclas Herbst ist mit der Staatssekretärin im schleswig-holsteinischen Innenministerium Kristina Herbst verheiratet und hat drei Kinder.

ParteiBearbeiten

Herbst trat schon als Schüler 1990 in die CDU ein. Er engagierte sich zunächst in der Jungen Union (JU), deren Kreisvorsitzender er von 1992 bis 1998 im Kreis Herzogtum Lauenburg war. Von 1994 bis 2002 gehörte er außerdem dem JU-Landesvorstand von Schleswig-Holstein an und war von 2000 bis 2002 schließlich JU-Landesvorsitzender.

Seit 2000 ist Herbst Mitglied des Landesvorstandes der schleswig-holsteinischen CDU.

AbgeordneterBearbeiten

Von 1998 bis 2003 gehörte Herbst dem Kreistag des Kreises Herzogtum Lauenburg an.

Von 2005 bis 2012 war er Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein und dabei unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Europaausschusses und Fachsprecher der CDU-Landtagsfraktion für die Bereiche Hochschule, Jugend und Sport.

Bei der Landtagswahl 2005 erreichte Niclas Herbst 45,3 Prozent der Erststimmen in seinem Wahlkreises Lauenburg-Nord und zog damit als direkt gewählter Abgeordneter in den Landtag ein. Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2009 wurde er mit 37,7 Prozent der Erststimmen wiedergewählt.[1] Bei der Landtagswahl 2012 verzichtete Niclas Herbst auf eine erneute Kandidatur in seinem Wahlkreis zugunsten von Klaus Schlie. Hintergrund war die Neueinteilung der schleswig-holsteinischen Wahlkreise zur Landtagswahl 2012 und der damit verbundene Wegfall des Wahlkreises Lauenburg-Mitte, in dem Klaus Schlie zuvor angetreten war.

Von 2010 bis 2012 gehörte Niclas Herbst dem Ausschuss der Regionen der Europäischen Union an.

Für die CDU Schleswig-Holstein kandidierte Herbst bei der Europawahl 2014 auf Platz 2 der Landesliste. Listenplatz 1 hatte der langjährige Europaabgeordnete Reimer Böge inne. Zur Europawahl 2019 tritt Böge nach dann dreißigjähriger Mitgliedschaft im Parlament nicht mehr an. Herbst wurde auf dem Landesparteitag im Juni 2018 mit 86,3 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten seiner Partei für diese Wahl bestimmt.[2] Sein Einzug in das Europaparlament gilt damit als sicher.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wahlsonderausgabe der Lübecker Nachrichten vom 28. September 2009, S, 13
  2. https://www.cdu-sh.de/artikel/niclas-herbst-ist-cdu-spitzenkandidat-zur-europawahl