Hauptmenü öffnen

Mrocza ['mrɔʈ͡ʂa] (deutsch Mrotschen, 1939–1942 Schönhausen, 1942–1945 Immenheim)[1] ist eine Stadt im Powiat Nakielski der Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwa 9300 Einwohnern.

Mrocza
Wappen von Mrocza
Mrocza (Polen)
Mrocza
Mrocza
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Nakielski
Gmina: Mrocza
Fläche: 4,32 km²
Geographische Lage: 53° 15′ N, 17° 36′ OKoordinaten: 53° 14′ 33″ N, 17° 35′ 56″ O
Einwohner: 4394 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 89-115
Telefonvorwahl: (+48) 52
Kfz-Kennzeichen: CNA



GeschichteBearbeiten

 
Mrotschen südöstlich des Großen Wieler Sees auf einer Landkarte von 1914
 
Stadtkirche

In Urkunden wird der Ort, der bis 1392 ein Dorf war, im Jahr 1288 Mroscha und 1393 Mroscza genannt.[2]

Im Rahmen der Ersten Teilung Polens 1772 kam die Ortschaft zu Preußen. Sie gehörte zum Landkreis Wirsitz im Regierungsbezirk Bromberg der preußischen Provinz Posen.

Die landwirtschaftlich geprägte Stadt hatte gegen Ende des ersten Quartals des 19. Jahrhunderts eine katholische Kirche, ein evangelisches Bethaus, eine Synagoge und eine königliches Domäneneamt, 140 Wohnhäuser und rund sechshundert Einwohner.[3]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste das Kreisgebiet aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags an die Zweite Polnische Republik abgetreten werden, durch den Überfall auf Polen 1939 wurde es jedoch wieder dem Deutschen Reich einverleibt.

EinwohnerzahlenBearbeiten

  • 1788: 655[2]
  • 1816: 748 (nach anderen 839), darunter 346 Katholiken, 238 Evangelische und 164 Juden[2]
  • 1837: 808[2]
  • 1843: 1.231[2]
  • 1858: 1.377[2]
  • 1861: 1.529[2]
  • 1885: 1.809, davon 828 Evangelische, 817 Katholiken und 164 Juden[4]

GemeindeBearbeiten

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Mrocza gehören die Stadt und 15 Dörfer mit Schulzenämtern.

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Partnergemeinde ist Lindern im Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen.

VerkehrBearbeiten

Mrocza hatte einen Bahnhof an der Bahnstrecke Oleśnica–Chojnice.

LiteraturBearbeiten

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 381.

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. Vgl. Weblink Amtsbezirk Immenheim-Land in Danzig-Westpreußen - Gemeindeumbenennungen
  2. a b c d e f g Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 381.
  3. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Die Staatskräfte der preußischen Monarchie unter Friedrich Wilhelm III.. Band 2, Teil 1, Berlin 1828, S. 122, Nr. 4).
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. pos_wirsitz.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).