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Mornshausen (Dautphetal)

Ort in der Gemeinde Dautphetal

Das Dorf Mornshausen (Mornshausen an der Dautphe bzw. Mornshausen a. D. im Gegensatz zu dem im selben Kreisgebiet gelegenen Mornshausen a. S.) ist ein Ortsteil der Großgemeinde Dautphetal im mittelhessische Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Mornshausen
Gemeinde Dautphetal
Wappen von Mornshausen
Koordinaten: 50° 50′ 27″ N, 8° 32′ 19″ O
Höhe: 268 m ü. NHN
Fläche: 5,32 km²[1]
Einwohner: 734 (31. Dez. 2017)[2]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35232
Vorwahl: 06468
Karte
Lage von Mornshausen in der Gemeinde Dautphetal
Luftaufnahme Mornshausen
Luftaufnahme Mornshausen

GeschichteBearbeiten

Erstmals erwähnt wurde der Ort um das Jahr 1291 als Moroldeshusen in einer Klosterurkunde.[1] Zum Ort Mornshausen gehört der Wohnplatz Amelose, der 1515 erstmals unter diesem Namen erwähnt wurde. An dieser Stelle befand sich der Ort Enchesgeseß, der erstmals im Jahr 1374 urkundlich erwähnt wurde. Ab dem 17. Jahrhundert scheint sich der Begriff Amelose durchgesetzt zu haben.[1]

GebietsreformBearbeiten

Am 1. Juli 1974 wurde Mornshausen im Rahmen der Gebietsreform in Hessen mit 11 weiteren Gemeinden kraft Landesgesetz zur neuen Großgemeinde Dautphetal zusammengeschlossen.[3][4] Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke eingerichtet.

Territorialgeschichte und VerwaltungBearbeiten

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Mornshausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][5]

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1577: 21 Hausgesesse
• 1630: 30 Hausgesesse (9 zweispännige, 11 einspännige Ackerleute, 10 Einläuftige), 2 Witwen.
• 1677: 23 Hausgründe, 4 Witwen, 8 ledige Personen
• 1742: 37 Haushalte
Mornshausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2017
Jahr  Einwohner
1791
  
198
1830
  
242
1834
  
219
1840
  
227
1846
  
258
1852
  
293
1858
  
285
1864
  
270
1871
  
269
1875
  
299
1885
  
305
1895
  
329
1905
  
351
1910
  
351
1925
  
377
1939
  
408
1946
  
644
1950
  
627
1956
  
641
1961
  
648
1967
  
695
2006
  
802
2012
  
780
2016
  
754
2017
  
734
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; 1791:[8]; nach 2000: Gemeinde Dautphetal (webarchiv)

ReligionszugehörigkeitBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1830: 242 evangelische Einwohner
• 1885: 305 evangelische (= 100 %) Einwohner.
• 1961: 545 evangelische (= 84,10 %), 99 römisch-katholische (= 15,28 %) Einwohner

ErwerbstätigkeitBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1961: Erwerbspersonen: 117 Land- und Forstwirtschaft, 187 produzierendes Gewerbe, 35 Handel und Verkehr, 23 Dienstleistungen und Sonstiges.

PolitikBearbeiten

OrtsbeiratBearbeiten

Der Ortsbeirat wird von Ortsvorsteher Freidemann Leinweber (BLM) angeführt.

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Blau eine strahlende goldene Sonne, deren Scheibe belegt ist mit einem roten Reh, begleitet von einer roten Glocke über seinem Rücken; Schild oben belegt mit einem blauen Balken, darin in schwarzen Buchstaben der Name Mornshausen.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h Mornshausen an der Dautphe. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. „Einwohnerzahlen der Gemeinde Dautphetal“ im Internetauftritt der Gemeinde Dautphetal, abgerufen am 28. März 2018
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 20 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 350 f.
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, S. 7 (bei google books).
  7. Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 415 (online bei Google Books).
  8. Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 185, 274 (online bei HathiTrust’s digital library).