Milunka Lazarević

jugoslawische beziehungsweise serbische Schachspielerin
Lazarevic,Milunka 1979 Rio.JPG
Milunka Lazarević (1979)
Verband JugoslawienJugoslawien Jugoslawien (bis 2003)
Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro (2003 bis 2006)
SerbienSerbien Serbien (ab 2006)
Geboren 1. Dezember 1932
Šantarovac
Gestorben 15. Dezember 2018
Belgrad
Titel Internationaler Meister der Frauen (1954)
Großmeister der Frauen (1976)
Beste Elo‑Zahl 2320 (Juli 1971)

Milunka Lazarević (verheiratete Milunka Marković; geboren am 1. Dezember 1932 in Šantarovac (heute eingemeindet nach Jagodina); gestorben am 15. Dezember 2018 in Belgrad) war eine jugoslawische, später serbische Schachspielerin.

Vater und Bruder von Milunka Lazarević waren begeisterte Schachspieler, mit 14 Jahren begann sie selbst mit dem Schachspiel. Da die Schacholympiade 1950 in Dubrovnik stattfand, stieg das Interesse am Schach in Jugoslawien enorm, und die Schachjugend wurde intensiv gefördert. 1950 trat Milunka Lazarević dem Schachklub Novi Sad bei. Zwischen 1952 und 1982 wurde sie elfmal jugoslawische Landesmeisterin im Schach. Sie vertrat ihr Land bei sechs Schacholympiaden der Frauen jeweils am ersten Brett. Dabei errang sie 1963 in Split mit Jugoslawien die Silbermedaille nur einen halben Punkt hinter der Sowjetunion. Ihr größter Erfolg war der geteilte Sieg beim Kandidatenturnier der Frauen 1964 in Sochumi gemeinsam mit Alla Kuschnir und Tatjana Satulowskaja. Den anschließenden Stichkampf um den Einzug ins WM-Finale gegen Nona Gaprindaschwili beendete sie als Zweite hinter Alla Kuschnir. 1976 wurde sie Großmeisterin der Frauen.

Milunka Lazarević war auch eine international anerkannte Schachjournalistin, internationale Schiedsrichterin und Schachfunktionärin. Insbesondere setzte sie sich im Weltverband FIDE für die Förderung des Frauenschachs ein.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Schachmeister: Milunka Lazarevic, Berliner Zeitung vom 30. Mai 2020, S. B 10

WeblinksBearbeiten

Commons: Milunka Lazarević – Sammlung von Bildern