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Michael Reschke (2017)

Michael Reschke (* 29. September 1957 in Frechen) ist ein deutscher Fußballfunktionär.

KarriereBearbeiten

Reschke studierte an der Deutschen Sporthochschule Köln.[1] Von 1979 bis 1988 war er Trainer der U-19- und der U-17-Mannschaften von Bayer 04 Leverkusen. 1985 führte er die U 19 zur Vizemeisterschaft und 1986 zur Deutschen Meisterschaft. 1996 wurde er nochmals Vize-Meister, ehe er von 1998 bis 2004 als Nachwuchsleiter bei Bayer 04 Leverkusen arbeitete.

Im Jahr 2004 wurde er als Nachfolger von Reiner Calmund Manager bei Bayer 04 Leverkusen und war in dieser Funktion unter anderem an den Transfers von Bernd Leno, Stefan Kießling, Simon Rolfes, André Schürrle und Arturo Vidal beteiligt. Reschkes Nachfolger als Manager bei Bayer 04 Leverkusen wurde Jonas Boldt, der zuvor die Scouting-Abteilung des Clubs geleitet hatte.

Zur Bundesligasaison 2014/15 übernahm Reschke beim FC Bayern München den neu geschaffenen Posten des Technischen Direktors.[2]

Am 5. August 2017 löste Reschke seinen Vertrag beim FC Bayern München auf und einigte sich mit dem VfB Stuttgart auf einen Dreijahresvertrag als Sportvorstand,[3] der ab 11. August 2017 lief.[4] In der ersten Saison mit Reschke als Sportvorstand gelang es dem wiederaufgestiegenen VfB, sich in der ersten Liga zu halten. Nach sportlichen Misserfolgen in der Bundesligasaison 2018/19 und dem Abrutschen der Stuttgarter auf Platz 16 wurde Reschke im Februar 2019 abberufen und durch Thomas Hitzlsperger ersetzt.[5]

Zur Bundesligasaison 2019/20 übernahm Reschke den neu geschaffenen Posten des Technischen Direktors beim FC Schalke 04.[6][7] Er trat den neuen Job zum 1. Juni 2019 an. Als Technischer Direktor wird er für die Neustrukturierung der Scouting-Abteilung und die Kaderplanung zuständig sein.[7]

TriviaBearbeiten

Während der Saison 2017/18 in Stuttgart pflegte Reschke das Ritual, in der 76. Spielminute seinen Platz auf der Tribüne aufzugeben und auf die Ersatzbank zu Trainer Tayfun Korkut zu wechseln.[8]

Im September 2018 schlug Reschke in der Fernsehsendung Wontorra – der Fußball-Talk die innovative Idee vor, Play Offs für die Bundesliga einzuführen.[9] Hierfür wurde er von seinem ehemaligen Präsidenten Uli Hoeneß während einer denkwürdigen Pressekonferenz im Oktober 2018 kritisiert und „der schlaue Herr Reschke“ genannt.[10] Reschke erklärte, er habe nichts gefordert, sondern lediglich angeregt, über einen Gedanken zu diskutieren und fügte an, schlau zu sein sei „nicht das Schlechteste“.[10][11]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Homepage der Deutschen Sporthochschule Köln: Bekannte Studierende und Alumni der Deutschen Sporthochschule Köln
  2. Presseerklärung des FC Bayern München. 5. Juni 2014, abgerufen am 5. Februar 2016.
  3. Michael Reschke wird Sportvorstand des VfB Stuttgart VfB Stuttgart 5. August 2017
  4. Michael Reschke beginnt bereits am Freitag beim VfB VfB Stuttgart 8. August 2017
  5. Michael Reschke abberufen, Thomas Hitzlsperger neuer Sportvorstand, vfb.de, 12. Februar 2019, abgerufen am 12. Februar 2019.
  6. dpa: Neustrukturierung fast abgeschlossen – FC Schalke 04 verpflichtet Michael Reschke. tagesspiegel.de, 19. Mai 2019, abgerufen am 2. Juni 2018.
  7. a b Schalke holt Reschke – Schneider: „Hervorragend vernetzt“. sportbild.bild.de, 19. Mai 2019, abgerufen am 2. Juni 2018.
  8. VfB Stuttgart - Michael Reschkes Aberglaube und die beeindruckende VfB-Serie. Stuttgarter Zeitung, 12. Mai 2018, abgerufen am 26. Oktober 2018.
  9. Reschke bringt Bundesliga-Playoffs ins Gespräch - Wontorra - der Fußball-Talk auf YouTube, abgerufen am 26. Oktober 2018
  10. a b FC Bayern: Reschke kontert Hoeneß-Kritik - "Schlau zu sein ist nicht das Schlechteste". Sportbuzzer.de, 20. Oktober 2018, abgerufen am 26. Oktober 2018.
  11. Dirk Adam: Michael Reschke nimmt Stellung zu Vorwürfen von Bayern-Boss Uli Hoeneß. eurosport.de, 19. Oktober 2018, abgerufen am 26. Oktober 2018.