Los Angeles Metro Rail

U-Bahn- und Stadtbahn-Netz des Los Angeles County

Als Los Angeles Metro Rail bezeichnet man das U-Bahn- und Stadtbahn-Netz des Los Angeles County. Es wird von der Los Angeles County Metropolitan Transportation Authority (Vermarktung als „Metro“) betrieben und besteht aus sechs Linien, von denen zwei Linien Voll-U-Bahnen (Heavy rail) und die anderen vier Linien Stadtbahnstrecken (Light rail) sind.

Zug der „Gold Line“ (Linie L) in der Station Atlantik in East Los Angeles

Nach den jüngsten Statistiken von Januar 2017 wird das System werktäglich durchschnittlich von ca. 363.000 Menschen (noch 372.000 Menschen im Oktober 2013) benutzt.[1] Im Vergleich zu europäischen Nahverkehrssystemen in Metropolen vergleichbarer Größe ist dies eher wenig. Demgegenüber ist die Gesamtlänge des Systems mit nur etwa 158,5 km ebenfalls gering. Die Fahrgastzahlen sind jedoch vergleichbar mit dem BART-System in San Francisco, das bei etwa 160 km Streckenlänge etwa 330.000[2] Fahrten täglich abrechnet. Die Wähler von Los Angeles County haben im November 2008 eine zusätzliche Halb-Prozent-Mehrwertsteuer zugunsten des Nahverkehrssystems genehmigt.

Da Los Angeles eines der bedeutendsten Weltzentren für Kino- und Fernsehfilmproduktionen ist, sind die Stationen und Züge des Systems oft Schauplatz von Szenen bekannter Filme, wie z. B. Collateral, Speed und The Italian Job.

GeschichteBearbeiten

 
Ehemaliges Netz der Red cars der Pacific Electric Railway

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besaß Los Angeles eines der längsten Straßenbahnnetze der Welt. Die beiden Betreiber dieses Netzes waren die Pacific Electric Railway und die Los Angeles Railway. Die Red Cars der Pacific Electric Railway verbanden bereits zu dieser Zeit die Städte, die noch heute zum gesamten Großraum von Los Angeles gehören. Die Yellow Cars der Los Angeles Railway versorgten dagegen mit einem dichten Netz von Linien die heutige Innenstadt von Los Angeles sowie die inneren Vororte. Früher als in den meisten anderen Städten dominierte jedoch in Los Angeles das Automobil den Verkehr und auch die Verkehrs- und Stadtplanung. So begann man bereits in den 1930er Jahren, eine Straßenbahnlinie nach der anderen stillzulegen. Im Jahr 1963 wurden schließlich die letzten Straßenbahnlinien aufgegeben. Neben anderen Städten war hierbei auch Los Angeles in den großen amerikanischen Straßenbahn-Skandal verwickelt.

Gut 20 Jahre später erkannte man, dass der Zustand der automobilen Stadt nicht besonders zukunftsorientiert sei, und begann mit der Planung des heutigen Netzes. Beim Bau der neuen Strecken musste auf die besondere Problematik der Erdbeben in Los Angeles eingegangen werden. Sie sollen Erdstößen von 7,5 auf der Richterskala widerstehen können. Deswegen und auch wegen des Umstandes, dass der Großraum Los Angeles heute wesentlich dichter besiedelt ist als vor über hundert Jahren, ist der Aufbau eines neuen Stadtbahnnetzes heute sehr viel teurer und langwieriger als beim Bau desjenigen Netzes, das stillgelegt wurde.

LiniennetzBearbeiten

 
Karte der Stadtbahnen und Schnellbusse in Los Angeles (Stand: März 2016)

ÜbersichtBearbeiten

Das Schienennetz der Los Angeles Metro besteht aus zwei getrennten Systemen: Das Stadtbahnnetz („Light rail“), dessen Strecken größtenteils an der Oberfläche verlaufen, teilweise Bahnübergänge besitzen und dessen Züge den Fahrstrom aus einer Oberleitung beziehen, und das Untergrundbahnnetz („Heavy rail“), das ausschließlich in Tunneln verläuft und mit einer Stromschiene betrieben wird. Beide Systeme erstrecken sich zurzeit über eine Länge von zusammen 158,5 km, davon 28 km im Tunnel.

Die Anzahl der Haltestellen beträgt 87, davon 16 auf den Tunnel-Strecken.

Zu zentralen Umsteigeknoten haben sich bislang die Stationen Union Station und 7th St / Metro Center entwickelt.

Union Station dient als Endstation der Linien B und D, sowie als Durchgangsstation der Linie L. Außerdem besteht dort die Möglichkeit, in die Metrolink- und die Amtrak-Züge umzusteigen.

7th St / Metro Center, umgangssprachlich zu „Seventh and Metro“ abgekürzt, befindet sich in Downtown Los Angeles südlich vom Pershing Square und dient als Endhaltestelle der Linien A und E. Außerdem besteht Anschluss an die Linien B und D.

Zum System der Metro Los Angeles werden außerdem zwei Bus Rapid Transit-Linien gezählt: Die 22,5 km lange Linie G und die 61 km lange Linie J.

Linie Farbe & ehemaliger Name Verkehrsmittel Linienweg Stationen Eröffnung
A Blue Line Stadtbahn 7th Street/Metro Center – Pico – Florence – Willowbrook & Rosa Parks – Downtown Long Beach 22 1990, 1991
B Red Line U-Bahn Union Station – Civic Center/Grand Park – 7th Street/Metro Center – Wilshire/Vermont – Vermont/Sunset – Hollywood/Vine – Universal City/Studio City – North Hollywood 14 1993, 1999, 2000
C Green Line Stadtbahn Norwalk – Long Beach Boulevard – Willowbrook & Rosa Parks – Harbor Freeway – Crenshaw – Aviation/LAX – Redondo Beach 14 1995
D Purple Line U-Bahn Union Station – Civic Center/Grand Park – 7th Street/Metro Center – Wilshire/Vermont – Wilshire/Western 5 1993, 1996
E Expo Line
(hellblau)
Stadtbahn 7th Street/Metro Center – Pico – LATTC/Ortho Institute – Expo/Crenshaw – Culver City – Downtown Santa Monica 19 1990, 2012, 2016
G Orange Line Bus Rapid Transit North Hollywood – Chatsworth 17 2005, 2006, 2012
J Silver Line Bus Rapid Transit 7th Street/Metro Center – Pico – LATTC/Ortho Institute – Expo/Crenshaw – Culver City – Downtown Santa Monica 11+ 2009
L Gold Line Stadtbahn APU/Citrus College – Monrovia – Sierra Madre Villa – Pasadena Memorial Park – South Pasadena – Highland Park – Union Station – Soto – East LA/Civic Center – Atlantic 27 2003, 2009, 2016

2015 erstmals geplant[3] beschloss Metro am 15. November 2018 die bisherigen, hauptsächlich auf Farbnamen basierenden Liniennamen abzuschaffen.[4] Seit den Jahren 2019 und 2020 werden stattdessen Buchstaben benutzt, wobei die Farben an sich für die Kennzeichnung weiterbenutzt werden.[5]

U-BahnBearbeiten

 
Bahnhof 7th Street / Metro Center der Linien B und D
  • Die Linie B (auch rote Linie bzw. „Red Line“) führt von der Union Station nach North Hollywood. Vom Stadtzentrum ausgehend verläuft die gesamte Strecke unterirdisch in Richtung Nordwesten. Der erste Abschnitt zwischen der Union Station und der Station Westlake / MacArthur Park wurde 1993 eröffnet. Am darauf folgenden U-Bahnhof Wilshire / Vermont, der zusammen mit dem Mid-Wilshire-Streckenast (heute Linie D) im Jahr 1996 eröffnet wurde, zweigt die Linie B nach Norden ab, um dem Verlauf von Vermont Avenue und Hollywood Boulevard zu folgen. Diese Erweiterung wurde im Jahr 1999 fertiggestellt, der vorläufige Endpunkt war die Station Hollywood / Highland. Im Jahr 2000 wurde die Strecke dann noch um die Stationen Universal City und North Hollywood erweitert. Letztere ist der derzeitige Endpunkt der Linie B, es besteht Anschluss an die Linie G. Zurzeit wird die Linie B an Wochentagen durchschnittlich von ca. 150.000 Fahrgästen genutzt. Von den derzeitigen Linien der Metro Los Angeles hat sie damit die größte Anzahl an Fahrgästen. Auf der Linie B, wie auch auf der Linie D kommen aus jeweils sechs Einheiten bestehende Triebwagen des italienischen Herstellers AnsaldoBreda zum Einsatz.
  • Die Linie D (auch violette Linie bzw. „Purple Line“) führt von der Union Station nach Mid-Wilshire. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine Voll-U-Bahn-Linie, die vom Stadtzentrum ausgehend in westliche Richtung verläuft. 1993 wurde der erste Streckenteil zwischen der Union Station und Westlake / MacArthur Park als Teil der Red Line eröffnet, drei Jahre später wurde diese dann bis nach Mid-Wilshire zur Station Wilshire / Western verlängert. 1999 erhielt die Red Line einen zweiten Streckenast nach Norden, weshalb die Linie fortan zwei Endpunkte auf nordwestlicher Seite hatte. 2006 entschloss man sich den kleineren Teil der Red Line als eigenständige Purple Line zu führen, da die Strecke unter dem Wilshire Boulevard zukünftig in Richtung Beverly Hills verlängert werden soll. Heute werden die Stationen zwischen Union Station und der Gabelung der alten Strecke sowohl von der Linie D als auch von der Linie B bedient. Seit 2014 wird an der Verlängerung der Strecke bis nach Westwood gebaut.

StadtbahnBearbeiten

 
Moderner Siemens-Zug auf der Linie C an der westlichen Endhaltestelle Redondo Beach
  • Die Linie A (auch blaue Linie bzw. „Blue Line“) führt vom Metro Center in Downtown Los Angeles nach Long Beach. Sie wurde 1990 als erste moderne Stadtbahnlinie von Los Angeles eröffnet. Seit der Schließung der letzten Straßenbahnlinie hatte Los Angeles somit 27 Jahre lang keinen schienengebundenen öffentlichen Nahverkehr. Die Strecke verläuft von der zentralen Tunnel-Station 7th Street / Metro Center (mit Umsteigemöglichkeit zu den Linien B und D) in Richtung Süden. Zwischen Metro Center und Pico kommt die Linie A an die Oberfläche, wo sie bis Long Beach bleibt. Im Bahnhof Imperial / Wilmington kreuzt sie die Linie C. Hinter der Haltestelle Anaheim teilt sich die Strecke. Die von Downtown Los Angeles kommenden Züge fahren die letzten vier Stationen in einer großen Schleife, um vom Terminus Pacific aus direkt zurück nach Anaheim zu fahren. Auf der Linie A kommen in Japan (Nippon Sharyo) und Deutschland (Siemens) gefertigte Züge zum Einsatz, die eine Mischung aus Straßen- und Stadtbahnwagen sind.
  • Die Linie C (auch grüne Linie bzw. „Green Line“) führt von Redondo Beach nach Norwalk. Sie wurde im Jahr 1995 in Betrieb genommen und verläuft größtenteils oberirdisch im Mittelstreifen des Century Freeway. An der Station 96th Street / Aviation besteht Anschluss zum Los Angeles International Airport, bei Imperial / Wilmington kreuzt sie die Linie A. Seit 2000 kommen vorwiegend von Siemens gefertigte Züge zum Einsatz, zuvor auch in Japan hergestellte Fahrzeuge, die heute größtenteils auf der Linie A unterwegs sind.
  • Die Linie E (auch „Expo Line“) verbindet die Innenstadt mit der Pazifikküste bei Santa Monica. Sie ist die vierte und derzeit noch neueste Stadtbahnstrecke der Los Angeles Metro. Am 28. April 2012 ging der erste ca. 12 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Haltestellen 7th Street / Metro Center und La Cienaga in Betrieb. Die Strecke zweigt hinter der Station Pico vom gemeinsam mit der Linie A benutzten Gleis ab und führt von dort an an der Oberfläche und in etwa parallel zur nördlicher liegenden Linie D. Am 20. Juni 2012 wurden zwei weitere Stationen zur vorläufigen Endstation des ersten Bauabschnittes Culver City Street eröffnet. Mit dem zweiten Bauabschnitt wurde die Linie E am 20. Mai 2016 von dort nach Santa Monica verlängert. Dieser befand sich seit September 2011 in Bau.[6]
 
Breda-Zug der Linie L in Highland Park
  • Die Linie L (auch goldene Linie bzw. „Gold Line“) führt von East Los Angeles über Union Station und Pasadena nach Azusa. Sie ist die dritte Stadtbahnstrecke der Los Angeles Metro. Der erste Bauabschnitt vom Stadtzentrum ins nordöstlich gelegene Pasadena wurde im Juli 2003 in Betrieb genommen. Die Endhaltestelle war bis zum 5. März 2016 Sierra Madre Villa im Stadtgebiet von Pasadena. Im Südosten wurde im November 2009 eine Verlängerung um acht Haltestellen (davon zwei im Tunnel) ausgehend von der Union Station nach East Los Angeles fertig gestellt. Der Endpunkt hier ist die Station Atlantic. Am 5. März 2016 wurde die Linie um 11,5 Meilen (etwa 18,5 km) und sechs Stationen von Pasadena nach Downtown Azusa verlängert. Die Bauarbeiten für diesen Abschnitt begannen am 26. Juni 2010. Außerdem wird die Linie derzeit von Azusa aus in östlicher Richtung nach Montclair (Montclair (Kalifornien)) erweitert.[7][8] Darüber hinaus wurde von Lokalpolitikern auch eine weitere Verlängerung ins benachbarte San Bernardino County zum Flughafen Los Angeles-Ontario ins Spiel gebracht. Sollten die Erweiterungen nach Montclair in östlicher Richtung realisiert werden, wäre die Linie L mit einer Länge von 51 Meilen (80 Kilometer) die längste Stadtbahnlinie der USA. Auf der Linie L kommen sowohl von Siemens in Deutschland gefertigte Stadtbahnfahrzeuge (P2000), als auch Stadtbahnwagen von AnsaldoBreda (Breda P2550) zum Einsatz.
 
Station Valley College der Linie G im Vorort Valley Glen im San Fernando Valley
 
Der Harbor Transitway vom Harbor Freeway aus gesehen

Metro BuswayBearbeiten

  • Die Linie G (auch orangene Linie bzw. „Orange Line“) ist eine besondere Schnellbuslinie, die ebenfalls unter dem Dach der Los Angeles County Metro Rail fährt. Sie wird von dieser als „light rail on rubber tires“ (Stadtbahn auf Gummireifen) beworben. Es handelt sich dabei um eine mit 18 Metern langen Gelenkbussen betriebene Bus Rapid Transit-Linie, die auf besonderen Fahrstreifen und eigener Vorfahrt zwischen North Hollywood, der derzeitigen Endhaltestelle der Linie B und Warner Center im Vorort Woodland Hills verkehrt. Zu dem Charakter als Schnellbuslinie trägt auch die Tatsache bei, dass die einzelnen Haltestellen ca. eine Meile voneinander entfernt liegen. Die Haltestellen sind mit Park-and-ride-Parkplätzen ausgestattet. Die Linie G wird ebenfalls wie eine Bahnlinie betrieben, insofern als man die Fahrkarte vor dem Einsteigen kaufen muss.

Die Eröffnung der 22,5 km langen Linie war am 29. Oktober 2005. Im Oktober 2008 wurden in den Bussen der Linie G täglich über 25.000 Passagiere gezählt, so dass es zu manchen Zeiten bereits schwerfällt, einen Platz zu erhalten. Aus diesem Grund wird seit einiger Zeit die Einführung von 20-Meter-Bussen getestet. Am 30. Juni 2012 wurde die 6 km lange Verlängerung zur Amtrak-Station in Chatsworth in Betrieb genommen.[9]

  • Die 2009 eingerichtete Linie J (auch silberne Linie bzw. „Silver Line“) verkehrt zwischen den Stationen El Monte und Artesia Transit Center im südlichen Vorort San Pedro. Dabei hat sie von El Monte bis zur Union Station sowie von Figueroa/Adams bis zum Artesia Transit Center eigene Fahrspuren zur Verfügung, den sogenannten El Monte Busway bzw. Harbor Freeway Transitway.

FahrzeugeBearbeiten

U-Bahn-FahrzeugeBearbeiten

Die U-Bahn-Linien (Linien B und D) verkehren mit 75 Fuß (22,86 m) langen Elektrotriebzügen, die über eine Stromschiene mit Energie versorgt werden. Diese Züge verkehren üblicherweise mit 6 Wagen. Alle Fahrzeuge gehören bislang zum Typ A650 und wurden von Breda in Italien gebaut. Sie sollen ab 2021 durch Fahrzeuge des Typs HR4000 ersetzt werden. 64 Fahrzeuge wurden im März 2017 für 647 Millionen US-Dollar bestellt, mit Optionen für weitere 282 Fahrzeuge. Diese sollen 2020 und 2021 geliefert und dann auf den Linien B und D eingesetzt werden.[10]

Hersteller Typ Bild Herstellungsjahr Betriebsjahre Fahrzeugnummern Anzahl Linien Betriebshof
Breda A650   1991–1992 1993– 501–530 30 B, D 20
Breda A650   1996–2000 1997– 531–604 42 B, D 20
CRRC Corporation HR4000 2020–2021 2021– TBA 64 (282 Optionen) B, D 20

Stadtbahn-FahrzeugeBearbeiten

Die Stadtbahnlinien (Linien A, C, E und L) nutzen 87 Fuß (26,52 m) lange Gelenktriebwagen, die über eine Oberleitung versorgt werden. Metro Rail setzt verschiedene Typen der Stadtbahnwagen ein.

Hersteller Typ Bild Herstellungsjahr Betriebsjahre Fahrzeugnummern Anzahl Linien Betriebshof Bemerkung
Nippon Sharyo P865   1989–1990 1990– 100–153 54 A, E[11] 11 Wagen 109 ist silberfarben. Dieser Wagen und der Wagen 148 wurden für das Jubiläum der Pacific Electric Railway rot lackiert. Seit 2013 ist Wagen 148 in einer neuen gelb-grauen Lackierung in Betrieb.[12]
Nippon Sharyo P2020   1994–1995 1995– 154–168 15 A, E 11 (früher 22) Die Reihe P2020 wurden ursprünglich für die Linie C gekauft. Sie sind fast identisch mit der Reihe P865. Seit 2000 fahren diese Züge auf den Linien A und E.
Siemens P2000   1996–1999 1996– 200–226 27 C 22
Siemens P2000   1996–1999 1996– 227–250 24 A, E[11] 11 (früher 21) 6
Siemens P2000   1996–1999 1996– 301–302 2 A, E[11] 11 Ursprünglich sollte diese Reihe auf der Linie C fahren. Sie können vollautomatisch fahren, was jedoch nur auf Linie C möglich wäre.
AnsaldoBreda P2550   2006–2011 2007– 701–750 50 L[11] 21 Seit 2010 sind die Wagen 701, 704–731, 736, und 737 in Betrieb.[13][14]
Kinkisharyo P3010   2014–2017 2014– 1001–1235 235 A, C, E, L 11/14, 21/24, 22/tba Wagen 243 wurde 2007 bei einem Unfall auf der Gold Line (L) beschädigt und wurde nach einer Rekonstruktion auf der Green Line (C) eingesetzt.

AusbauBearbeiten

Regional ConnectorBearbeiten

 
Zukünftige Streckenabschnitte: Strecken der Expo Line (in Bau), der Verlängerung der Purple Line und des Crenshaw Corridors (beide in Planung)

Mit dem Projekt Regional Connector soll eine weitere Strecke durch Downtown Los Angeles entstehen. Eine 1,9 Meilen lange Tunnelstrecke entlang der 2nd Street wird die Linie L (ab der Station Little Tokyo / Arts District) mit der Station 7th St / Metro Center der Linien A und E verbinden. Es sind drei neue Stationen (1st Street / Central Av, 2nd Street / Broadway und 2nd Place / Hope St) vorgesehen.

Die Strecke wird dann von der Blue und der Gold Line befahren. Die Linie E aus Santa Monica wird entlang der Strecke der Linie L nach East Los Angeles geführt. Im Gegenzug übernimmt die Linie A aus Long Beach den nördlichen Teil der Linie L nach Azusa. Die Eröffnung ist für 2020 geplant. Der geschätzte Kostenrahmen beläuft sich auf 1,4 Mrd. Dollar.[15]

Crenshaw/LAXBearbeiten

Diese 13,7 km lange Verbindungsstrecke soll die Strecke der Linie E ab der Haltestelle Crenshaw / Expo mit der Strecke der Linie C nahe dem Flughafen LAX verbinden. Acht neue Haltestellen sollen entstehen. Baubeginn war 2014, die Inbetriebnahme wird für 2021 erwartet.[16]

Purple Line WestsideBearbeiten

Die Linie D soll in drei Etappen weiter nach Westen verlängert werden. Die 6,3 km lange erste Etappe von der bisherigen Endstelle Wilshire/Western bis Wilshire/La Cienga mit zwei Zwischenhaltestellen soll 2023 eröffnet werden. Die zweite Etappe, 4,2 km lang, führt von dort über Beverly Hills mit einer Zwischenhaltestelle weiter bis Century City/Constellation soll 2025 eröffnet werden. Die dritte Etappe führt 4,1 km weiter mit ebenfalls einer Zwischenhaltestelle bis Westwood/VA Hospital, Eröffnung 2027.[17]

Gold Line Foothill ExtensionBearbeiten

Eine 19,8 km lange Verlängerung der Linie L (nach Eröffnung des Regional Connectors Linie A) von Azusa bis Montclair mit sechs neuen Stationen wird ebenfalls geplant.[18] Der erste Spatenstich erfolgte 2017, die Eröffnung wird für 2026/2027 erwartet.[19]

TriviaBearbeiten

Der im Jahr 2013 erschienene B-Movie-Thriller U-Bahn – Nächster Halt: Terror (Originaltitel: Red Line) handelt von einem fiktiven Bombenanschlag auf die Red Line der Los Angeles Metro Rail, in dessen Folge die Überlebenden im U-Bahn-Tunnel verschüttet werden und allmählich entdecken, dass auch der Attentäter unter ihnen ist.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Los Angeles Metro Rail – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

BelegeBearbeiten

  1. Interactive Estimated Ridership Stats (engl.)
  2. bart.gov (Memento des Originals vom 27. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bart.gov
  3. LA Metro Could Switch Rail Line Names From Colors to Letters. Curbed , 7. April 2015, abgerufen am 3. August 2020 (englisch).
  4. Transit Line Operational Naming Convention. Los Angeles County Metropolitan Transportation Authority, 5. November 2018, abgerufen am 3. August 2020 (englisch).
  5. Metro Blue Line reopens under new A Line name with the help of rapper Snoop Dogg. ABC 7, 4. November 2019, abgerufen am 3. August 2020 (englisch).
  6. Exposition Corridor Transit Project Phase 2 (eng.; PDF; 538 kB)
  7. Foothill Extension groundbreaking: “This whole county is going to change”
  8. http://www.nbclosangeles.com/news/local/Officials-Unveil-Metro-Gold-Line-Extension-371145751.html (englisch), vom 5. März 2016; aufgerufen am 5. März 2016
  9. Orange Line Extension Canoga Park Chatsworth (Memento des Originals vom 16. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dailynews.com
  10. L.A. Metro inks pact with CRRC for up to 282 new rail cars. Progressive Railroading. 24. März 2017. Abgerufen am 24. März 2017.
  11. a b c d Operation Committee June 19, 2008 – Project: Rail Division Capacity Assessment Report (PDF) LACMTA. 19. Juni 2008. Abgerufen am 20. April 2014.
  12. http://thesource.metro.net/2013/08/13/restyled-train-car-sighting/
  13. The first of 50 new AnsaldoBreda P2550 LRVs. World.nycsubway.org. 13. August 2005. Abgerufen am 24. September 2013.
  14. The first of 50 new AnsaldoBreda P2550 LRVs. World.nycsubway.org. 13. August 2005. Abgerufen am 24. September 2013.
  15. Webseite Regional Connector Transit Project
  16. Crenshaw/LAX Transit Project. Los Angeles County Metropolitan Transportation Authority, abgerufen am 3. August 2020 (englisch).
  17. Purple Line Extension. Los Angeles County Metropolitan Transportation Authority, abgerufen am 3. August 2020 (englisch).
  18. Gold Line Foothill Extension. Los Angeles County Metropolitan Transportation Authority, abgerufen am 3. August 2020 (englisch).
  19. Elijah Chiland: Metro approves $1.4B construction plan for Gold Line extension to Claremont. Curbed, 23. Juni 2017, abgerufen am 3. August 2020 (englisch).