Liste der Explorer-Missionen

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Die Liste der Explorer-Missionen führt chronologisch geordnet alle Satelliten auf, die im Explorer-Programm der NASA realisiert wurden. Dabei werden auch die Satelliten genannt, die aufgrund des Versagens der Trägerrakete keine Umlaufbahn erreicht haben. Nicht enthalten sind Missionen, die vor dem Start gestrichen wurden oder aus dem Explorer-Programm in ein anderes Satellitenprogramm überführt wurden.

ÜberblickBearbeiten

Bis zum Jahr 2019 wurden 105 Explorer-Satelliten gestartet, davon 94 erfolgreich. Mindestens vier weitere Missionen mit acht Einzelsatelliten sind für die den nächsten Jahre geplant.

Forschungsgebiet Erfolge Fehlstarts Geplant
Atmosphärendichte 4 3 0
Erdatmosphärenforschung 10 0 0
Exoplanetenforschung 1 0 0
Gammaastronomie 4 0 0
Geowissenschaften 2 0 0
Infrarotastronomie 2 0 1
Ionosphärenforschung 11 5 0
Kosmische Strahlung / energetische Partikel 7 3 0
Magnetosphärenforschung 26 0 2
Mikrometeoriten 4 1 0
Mikrowellenastronomie 3 0 0
Radioastronomie 2 0 0
Röntgenastronomie 4 0 1
Satellitengeodäsie 2 0 0
Sonnenforschung 6 0 4
Ultraviolettastronomie 5 0 0
Gesamt 94 11 8

MissionenBearbeiten

Stand der Liste: 11. Oktober 2019

Inhaltsverzeichnis: 1950er1960er1970er1980er1990er2000er2010ergeplant
Explorer Name Datum Startrakete Startort Orbit
(Apogäum, Perigäum, Inklination)
Masse Beschreibung Bild
1950er – 5859
Explorer 1 1. Februar 1958 Juno I CC 356 km
2.548 km
33,24°
14 kg Explorer 1 war die erste geglückte amerikanische Satellitenmission. Minimale Instrumentierung als US-amerikanischer Beitrag für das Internationale Geophysikalische Jahr 1957–58. Er lieferte Messdaten über die Ionosphäre, die das Vorhandensein eines Strahlungsgürtels (Van-Allen-Gürtel) um die Erde nahelegte. Weitgehend baugleich mit Explorer-2, -3, -4 und -5.  
Explorer 2 5. März 1958 Juno I CC Fehlstart 14 kg Satellit zur Erforschung der Ionosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer-1, -3, -4 und -5.  
Explorer 3 26. März 1958 Juno I CC 186 km
2.799 km
33,38°
14 kg Satellit zur Erforschung der Ionosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer-1, -2, -4 und -5.  
Explorer 4 26. Juli 1958 Juno I CC 263 km
2.213 km
50,25°
17 kg Satellit zur Erforschung der Ionosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer-1, -2, -3 und -5.  
Explorer 5 24. August 1958 Juno I CC Fehlstart 17 kg Satellit zur Erforschung der Ionosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer-1, -2, -3 und -4.  
Nach Explorer 5 wurde die Explorer-Bezeichnung nur noch nach erfolgreichen Starts vergeben. Jeder Explorer-Satellit trägt eine Subbezeichnung – je nach dem welchem wissenschaftlichen Projekt er angehörte.
S-1 16. Juli 1959 Juno II CC Fehlstart 41 kg Forschungen zur kosmischen Strahlung und energetischen Partikeln  
Explorer 6 S-2 7. August 1959 Thor-DM18 Able-3 CC 245 km
42.400 km
47,00°
64 kg Untersuchung des Geomagnetismus und die Ausbreitung von Radiowellen in der höheren Atmosphäre; nahm das erste Foto der Erde vom Weltall auf und funkte es zur Erde zurück.  
Explorer 7 S-1a 13. Oktober 1959 Juno II CC 560 km
1.090 km
50,27°
41 kg Forschungen zur kosmischen Strahlung und energetischen Partikeln. Weitgehend baugleich mit S-1.  
1960er – 60616263646566676869
S-46 23. März 1960 Juno II CC Fehlstart 41 kg Satellit zur Messung der Elektronen- und Protonen-Energien in den Strahlungsgürteln.  
Explorer 8 S-30 3. November 1960 Juno II CC 416 km
2.290 km
49,98°
41 kg Satellit zur Erforschung der Ionosphäre.  
S-56 4. Dezember 1960 Scout-X1 WFF Fehlstart 7 kg Ballonsatellit zur Messung der Atmosphärendichte. Weitgehend baugleich mit Explorer-9, Explorer-19, Explorer-24, Explorer-39 und DAD-B.  
Explorer 9 S-56a 16. Februar 1961 Scout-X1 WFF 634 km
2.583 km
38,86°
7 kg Ballonsatellit zur Messung der Atmosphärendichte. Weitgehend baugleich mit S-56, Explorer-19, Explorer-24, Explorer-39 und DAD-B.  
S-45 24. Februar 1961 Juno II CC Fehlstart 34 kg Satellit zur Erforschung der Form der Ionosphäre  
Explorer 10 P-14 25. März 1961 Delta CC 221 km
181.100 km
33,00°
35 kg Untersuchung der Magnetfelder der Erde  
Explorer 11 S-15 27. April 1961 Juno II CC 487 km
1.779 km
28,80°
43 kg Erster Gammaastronomiesatellit  
S-45a 25. Mai 1961 Juno II CC Fehlstart 41 kg Satellit zur Erforschung der Form der Ionosphäre  
S-55 30. Juni 1961 Scout-X1 WFF Fehlstart 85 kg Satellit zur Messung der Mikrometeoritenhäufigkeit. Weitgehend baugleich mit Explorer-13, Explorer-16 und Explorer-23.  
Explorer 12 EPE-A 16. August 1961 Delta CC 314 km
77.310 km
33,10°
38 kg Energetic Particles Explorer
Erforschung engergetischer Partikel in der Magnetosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer-14, Explorer-15 und Explorer-26.
 
Explorer 13 S-55a 25. August 1961 Scout-X1 WFF 125 km
1.164 km
37,70°
85 kg Satellit zur Messung der Mikrometeoritenhäufigkeit. Zu niedrige Umlaufbahn, Missionsfehlschlag. Weitgehend baugleich mit S-55, Explorer-16 und Explorer-23.  
Explorer 14 EPE-B 2. Oktober 1961 Delta-A CC 281 km
98.530 km
32,95°
40 kg Energetic Particles Explorer
Erforschung engergetischer Partikel in der Magnetosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer-12, Explorer-15 und Explorer-26.
 
Explorer 15 EPE-C 27. Oktober 1962 Delta-A CC 313 km
17.640 km
18,02°
45 kg Energetic Particles Explorer
Erforschung engergetischer Partikel in der Magnetosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer-12, Explorer-14 und Explorer-26.
 
Explorer 16 S-55b 16. Dezember 1962 Scout-X3 WFF 750 km
1.181 km
52,01°
101 kg Satellit zur Messung der Mikrometeoritenhäufigkeit. Weitgehend baugleich mit S-55, Explorer-13 und Explorer-23.  
Explorer 17 AE-A 3. April 1963 Delta-C CC 255 km
917 km
57,63°
184 kg Atmosphere Explorer
Satellit zur Erforschung der oberen Atmosphäre
 
Explorer 18 IMP-A, IMP-1 27. November 1963 Delta-C CC 192 km
197.616 km
33,34°
62 kg Interplanetary Monitoring Platform
Satellit auf einer hochelliptischen Umlaufbahn zur Erforschung der Magnetosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer 21 (IMP-B) und Explorer 28 (IMP-C).
 
Explorer 19 AD-A 19. Dezember 1963 Scout-X4 VAFB 590 km
2.394 km
78,62°
7 kg Air Density Explorer
Ballonsatellit zur Messung der Atmosphärendichte. Weitgehend baugleich mit S-56, Explorer-9, Explorer-24, Explorer-39 und DAD-B.
 
BE-A 19. März 1964 Delta-B CC Fehlstart 120 kg Beacon Explorer
Satellit zur Erforschung der Ionosphäre
 
Explorer 20 IE-A 28. August 1964 Scout-X4 VAFB 871 km
1.018 km
79,87°
44 kg Ionosphere Explorer
Satellit zur Erforschung der Ionosphäre
 
Explorer 21 IMP-B, IMP-2 4. Oktober 1964 Delta-C CC 190 km
95.592 km
33,53°
62 kg Interplanetary Monitoring Platform
Satellit auf einer hochelliptischen Umlaufbahn zur Erforschung der Magnetosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer 18 (IMP-A) und Explorer 28 (IMP-C).
 
Explorer 22 BE-B 10. Oktober 1964 Scout-X4 VAFB 889 km
1.081 km
79,69°
60 kg Beacon Explorer
Satellit zur Erforschung der Ionosphäre
 
Explorer 23 S-55c 6. November 1964 Scout-X4 WFF 466 km
977 km
51,95°
134 kg Satellit zur Messung der Mikrometeoritenhäufigkeit. Weitgehend baugleich mit S-55, Explorer-13 und Explorer-16.  
Explorer 24 AD-B 21. November 1964 Scout-X4 VAFB 525 km
2.498 km
81,36°
9 kg Air Density Explorer
Ballonsatellit zur Messung der Atmosphärendichte. Weitgehend baugleich mit S-56, Explorer-9, Explorer-19, Explorer-39 und DAD-B.
 
Explorer 25 IE-B, Injun-4 522 km
2.494 km
81,36°
40 kg Ionosphere Explorer
Satellit zur Erforschung der Ionosphäre
Explorer 26 EPE-D 21. Dezember 1964 Delta-C CC 316 km
26.191 km
20,14°
46 kg Energetic Particles Explorer
Erforschung engergetischer Partikel in der Magnetosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer-12, Explorer-14 und Explorer-15.
 
Explorer 27 BE-C 29. April 1965 Scout-X4 WFF 941 km
1.317 km
41,19°
60 kg Beacon Explorer
Satellit zur Erforschung der Ionosphäre
 
Explorer 28 IMP-C, IMP-3 29. Mai 1965 Delta-C CC 229 km
261.206 km
30,50°
59 kg Interplanetary Monitoring Platform
Satellit auf einer hochelliptischen Umlaufbahn zur Erforschung der Magnetosphäre. Weitgehend baugleich mit Explorer 18 (IMP-A) und Explorer 21 (IMP-B).
 
Explorer 29 GEOS-A 6. November 1965 Delta-E CC 1.115 km
2.277 km
59,38°
175 kg Geodetic Earth Orbiting Satellite
Satellit zur geodätischen Vermessung der Erde; Weitgehend baugleich mit Explorer 36 (GEOS-B)
 
Explorer 30 SE-A, Solrad-8, IQSY 19. November 1965 Scout-X4 WFF 704 km
891 km
59,72°
57 kg Solar Explorer
Satellit zur Sonnenforschung in Zusammenarbeit mit dem Naval Research Laboratory.
 
Explorer 31 DME-A 29. November 1965 Thor-DM21 Agena-B VAFB 505 km
2.978 km
79,82°
98 kg Direct Measurement Explorer
Satellit zur Erforschung der Ionosphäre, startete zusammen mit dem kanadischen Forschungssatelliten Alouette 2
 
Explorer 32 AE-B 25. Mai 1966 Delta-C1 CC 289 km
2.716 km
64,66°
225 kg Atmosphere Explorer
Satellit zur Erforschung der oberen Atmosphäre
 
Explorer 33 IMP-D, AIMP-1 1. Juli 1966 Delta-E1 CC 30.532 km
494.230 km
29,00°
212 kg Interplanetary Monitoring Platform
Geplanter Mondsatellit zur Erforschung der Magnetosphäre, doch hatte der Satellit nach dem Start zu viel Geschwindigkeit, so dass der Einschuss in einen Mondorbit misslang. Explorer 33 blieb ein Erdsatellit in einer hochelliptischen Umlaufbahn. Trotz des falschen Orbits konnten zahlreiche Messdaten gewonnen werden.
 
Explorer 34 IMP-F, IMP-4 24. Mai 1967 Delta-E1 VAFB 4.006 km
207.380 km
66,97°
75 kg Interplanetary Monitoring Platform
Satellit auf einer hochelliptischen Umlaufbahn zur Erforschung der Magnetosphäre
 
Explorer 35 IMP-E, AIMP-2 19. Juli 1967 Delta-E1 CC Mondorbit
764 km
7.886 km
147,30°
kg Interplanetary Monitoring Platform
Satellit zur Erforschung der Magnetosphäre der Erde aus einer Mondumlaufbahn. Am 21. Juli 1967 die gewünschte Mondumlaufbahn. Bis zum 24. Juni 1973 lieferte die Sonde Daten über die Wechselwirkung des Monds auf das Magnetfeld der Erde.
 
Explorer 36 GEOS-B 11. Januar 1968 Delta-E1 VAFB 1.084 km
1.577 km
105,80°
209 kg Geodetic Earth Orbiting Satellite
Satellit zur geodätischen Vermessung der Erde. Weitgehend baugleich mit Explorer 29 (GEOS-A)
 
Explorer 37 SE-B, Solrad-9 5. März 1968 Scout-B WFF 513 km
881 km
59,43°
90 kg Solar Explorer
Satellit zur Sonnenforschung in Zusammenarbeit mit dem Naval Research Laboratory.
 
Explorer 38 RAE-A 4. Juli 1968 Delta-J VAFB 5.851 km
5.861 km
120,64°
188 kg Radio-Astronomy-Explorer
Radioastronomie-Satellit, der Radiostrahlung im Frequenzbereich von 0,2 bis 20 MHz untersuchte.
Explorer 39 AD-C 8. August 1968 Scout-B VAFB 670 km
2.538 km
80,66°
9 kg Air Density Explorer
Ballonsatellit zur Messung der Atmosphärendichte. Weitgehend baugleich mit S-56, Explorer-9, Explorer-19, Explorer-24 und DAD-B.
 
Explorer 40 IE-C, Injun-5 681 km
2.533 km
80,67°
71 kg Ionosphere Explorer
Satellit zur Erforschung der Ionosphäre
 
Explorer 41 IMP-G, IMP-5 21. Juni 1969 Delta-E1 VAFB 3.920 km
172.912 km
85.10°
79 kg Interplanetary Monitoring Platform
Satellit auf einer hochelliptischen Umlaufbahn zur Erforschung der Magnetosphäre
 
1970er – 707172737475777879
Explorer 42 SAS-A, SAS-1, Uhuru 12. Dezember 1970 Scout-B SM 521 km
570 km
3,00°
163 kg Small Astronomy Satellite
Erster Röntgenastronomiesatellit zur Kartierung von Röntgenquellen. Im Rahmen der Durchmusterung entdeckte Uhuru ein Schwarzes Loch.
 
Explorer 43 IMP-H, IMP-5 13. März 1971 Delta-M6 CC 1.845 km
203.130 km
31.2°
288 kg Interplanetary Monitoring Platform
Satellit auf einer hochelliptischen Umlaufbahn zur Erforschung der Magnetosphäre
 
Explorer 44 SE-C, Solrad-10 8. Juli 1971 Scout-B WFF 436 km
630 km
51,00°
118 kg Solar Explorer
Satellit zur Sonnenforschung in Zusammenarbeit mit dem Naval Research Laboratory.
 
Explorer 45 SSS-A 15. November 1971 Scout-B SM 272 km
18.149 km
3,20°
52 kg Small Scientific Satellite
Satellit zur Erforschung der Magnetosphäre
 
Explorer 46 MTS A 13. August 1972 Scout-D1 WFF 496 km
814 km
37,70°
90 kg Meteoroid Technology Satellite
Satellit zur Messung der Mikrometeoritenhäufigkeit
 
Explorer 47 IMP-I, IMP-7 23. September 1972 Delta-1604 201.100 km
235.600 km
17,20°
390 kg Interplanetary Monitoring Platform
Satellit auf einer extrem hohen Umlaufbahn zur Erforschung der Magnetosphäre
 
Explorer 48 SAS-B, SAS-2 15. November 1972 Scout-D1 SM 526 km
526 km
1,00°
186 kg Small Astronomy Satellite
Gammaastronomiesatellit zur Kartierung einzelner Gammaquellen am Himmel und der diffusen Gammaemission
 
Explorer 49 RAE-B 10. Juni 1973 Delta-1913 CC Mondorbit
157 km
476 km
29,30°
328 kg Radio-Astronomy-Explorer
Radioastronomie-Satellit erreichte fünf Tage nach dem Start einen Mondorbit. Ziel war hierbei die Erkundung der kosmischen Radiostrahlen insbesondere während der Passage der erdabgewandten Seite des Mondes, da hier die störenden Einflüsse der Erde zeitweilig ausfielen. Er suchte dann bis zum Verlust des Kontaktes am 26. April 1977 den Himmel vom Mond aus nach Radioquellen ab.
 
Explorer 50 IMP-J, IMP-8 26. Oktober 1973 Delta-1604 141.185 km
288.857 km
28,70°
390 kg Interplanetary Monitoring Platform
Satellit auf einer extrem hohen Umlaufbahn zur Erforschung der Magnetosphäre
 
Explorer 51 AE-C 16. Dezember 1973 Delta-1900 VAFB 158 km
4.303 km
68,12°
658 kg Atmosphere Explorer
Satellit zur Erforschung der oberen Atmosphäre und der Ozonschicht. Wiederholtes Eintauchen in die oberen Atmosphärenschichten. Weitgehend baugleich mit Explorer 54 (AE-D) und Explorer-55 (AE-E).
 
Explorer 52 IE-D, Injun-6, Hawkeye 3. Juni 1974 Scout-E1 VAFB 802 km
126.602 km
83,10°
27 kg Satellit zur Untersuchung der Magnetosphäre aus einer hochelliptischen Umlaufbahn  
Explorer 53 SAS-C, SAS-3 4. Mai 1975 Scout-F1 SM 499 km
508 km
2,99°
195 kg Small Astronomy Satellite
Röntgenastronomiesatellit zur Positionsbestimmung von Röntgenquellen mit einer Genauigkeit von etwa 15 Bogensekunden, um sie besser mit bekannten Himmelsobjekten identifizieren zu können
 
Explorer 54 AE-D 6. Oktober 1975 Delta-2910 VAFB 155 km
3.816 km
90,10°
676 kg Atmosphere Explorer
Satellit zur Erforschung der oberen Atmosphäre und der Ozonschicht. Wiederholtes Eintauchen in die oberen Atmosphärenschichten. Weitgehend baugleich mit Explorer 51 (AE-C) und Explorer-55 (AE-E).
 
Explorer 55 AE-E 20. November 1975 Delta-2910 CC 156 km
2.983 km
19,70°
721 kg Atmosphere Explorer
Satellit zur Erforschung der oberen Atmosphäre und der Ozonschicht. Wiederholtes Eintauchen in die oberen Atmosphärenschichten. Weitgehend baugleich mit Explorer 51 (AE-C) und Explorer-54 (AE-D).
 
DAD-A 5. Dezember 1975 Scout-F1 VAFB Fehlstart 40 kg Dual Air Density Explorer
Satellit zur Messung der Atmosphärendichte
DAD-B 9 kg Dual Air Density Explorer
Ballonsatellit zur Messung der Atmosphärendichte. Weitgehend baugleich mit S-56, Explorer-9, Explorer-19, Explorer-24 und Explorer-39.
 
Nach Explorer 55 wurden primär die Bezeichnung der Satelliten und Sonden durch ihren Projektnamen gebräuchlich. Die nummerierte Explorer-Bezeichnung wird jedoch nach einem erfolgreichen Start weiterhin vergeben.
Explorer 56 ISEE-1 22. Oktober 1977 Delta-2914 CC 337 km
137.904 km
28,95°
340 kg International Sun-Earth Explorer
Satellit zur Erforschung der äußeren Grenzen der Magnetosphäre aus einer hochelliptischen Umlaufbahn. Wurde zusammen mit dem von der ESA gebauten Schwestersatelliten ISEE-2 gestartet.
 
Explorer 57 IUE 26. Januar 1978 Delta-2914 CC 30.210 km
41.343 km
33,77°
1479 kg International Ultraviolet Explorer
Mit der ESA zusammen entwickeltes Weltraumteleskop für Ultraviolettastronomie in einem quasigeostationären Orbit; über 18 Jahre in Betrieb
 
Explorer 58 HCMM, AEM-1 26. April 1978 Scout-D1 VAFB 558 km
646 km
97.6°
134 kg Heat Capacity Mapping Mission
Satellit zur Thermalkartieung der Erde
 
Explorer 59 ISEE-3/ICE 12. August 1978 Delta-2914 CC L-1 Orbit
später heliozentrisch
0,93 AU
1,03 AU
0,10°
469 kg International Sun-Earth Explorer / International Cometary Explorer
Raumsonde zur Erforschung des Sonnenwindes. Nach Abschluss der primären Mission und mehrerer Vorbeiflüge am Erdmond, wurde die Sonde – nun unter dem Namen ICE – auf eine neue Bahn gebracht und begegnete 1985 dem Kometen Giacobini-Zinner. 1986 beobachtete er den bekannteren Kometen Halley.
 
Explorer 60 SAGE, AEM-2 18. Februar 1979 Scout-D1 WFF 456 km
506 km
55.00°
147 kg Stratospheric Aerosol and Gas Experiment
Satellit zur Messung von Aerosolen und Ozon in der Atmosphäre
 
Explorer 61 Magsat, AEM-3 30. Oktober 1979 Scout-G1 VAFB 352 km
561 km
96.80°
181 kg Satellit zur Untersuchung des nahen Erdmagnetfelds. Zusätzlich konnte er Daten zur geologischen Struktur und Zusammensetzung der Erde sammeln.  
1980er – 818489
Explorer 62 DE-1 3. August 1981 Delta-3913 VAFB 528 km
23.264 km
88,49°
424 kg Dynamics Explorer
Zwei identische Satelliten auf unterschiedlichen Umlaufbahnen zur Erforschung der Interaktion zwischen Plasma und der Magnetosphäre und der Ionosphäre
 
Explorer 63 DE-2 298 km
996 km
90,00°
415 kg  
Explorer 64 SME 6. Oktober 1981 Delta-2310 VAFB 335 km
337 km
97.60°
439 kg Solar Mesosphere Explorer
Satellit zur Untersuchung der ozonerzeugenden und -zerstörenden Prozesse in der Mesosphäre der Erde und des Einflusses der Sonneneinstrahlung auf diese Prozesse. Startete zusammen mit OSCAR 9.
 
Explorer 65 CCE 16. August 1984 Delta-3924 CC 1.095 km
49.688 km
3,19°
242 kg Charge Composition Explorer
Satellit zur Erforschung der Magnetosphäre zusammen mit einem deutschen (IRM) und einem britischen (UKS-1) Subsatelliten
 
Explorer 66 COBE 18. November 1989 Delta-5920 VAFB 876 km
888 km
99,00°
2.250 kg Cosmic Background Explorer
Satellit zur Untersuchung der kosmischen Hintergrundstrahlung, um weitere Belege für die Theorie vom Urknall zu sammeln.
 
1990er – 929596979899
Explorer 67 EUVE 7. Juni 1992 Delta-6920-10 CC 514 km
529 km
28,43°
3.256 kg Extreme Ultraviolet Explorer
Weltraumteleskop für Ultraviolettastronomie. Mit Instrumenten für UV-Strahlung zwischen 7 und 76 nm Wellenlänge war EUVE die erste Satellitenmission speziell für den kurzwelligen Ultraviolettbereich
 
Explorer 68 SAMPEX, SMEX-1 4. Februar 1992 Scout-G1 VAFB 515 km
691 km
81,67°
158 kg Solar Anomalous & Magnetospheric Particle Explorer
Satellit zur Erforschung der Einflüsse von anomalen Solaremissionen auf die Magnetosphäre.

Er entdeckte einen weiteren Strahlungsgürtel, zusammengesetzt aus schwereren Elementarteilchen innerhalb des Van-Allen-Gürtels

 
Explorer 69 RXTE, XTE, Rossi 30. Dezember 1995 Delta-7920-10 CC 565 km
585 km
22,99°
3.045 kg Rossi X-ray Timing Explorer
Orbitales Röntgenstrahlung-Teleskop für die Beobachtung von schnellveränderlichen hochenergetischen Röntgenquellen wie Schwarzen Löchern, Neutronensternen, Röntgen-Pulsaren oder sonstige Röntgenausbrüchen
 
Explorer 70 FAST, SMEX-2 21. August 1996 Pegasus-XL VAFB 351 km
4.165 km
82,98°
180 kg Fast Auroral Snapshot Explorer
Satellit zur Untersuchung der Polarlichter und damit verbundener Phänomene
 
Explorer 71 ACE 5. August 1997 Delta-7920-8 CC L-1 Orbit 765 kg Advanced Composition Explorer
Raumsonde zur Analyse von solaren, interplanetaren, interstellaren und kosmischen Partikeln nahe dem Lagrange-Punkt L 1.
 
Explorer 72 SNOE, STEDI-1 26. Februar 1998 Pegasus-XL VAFB 539 km
578 km
97,75°
132 kg Student Nitric Oxide Explorer
Atmosphärenforschungssatellit zur Messung der Stickstoffoxidkonzentrationen der oberen Atmosphäre. Startete zusammen mit BATSAT
 
Explorer 73 TRACE, SMEX-4 1. April 1998 Pegasus-XL VAFB 599 km
641 km
97,98°
225 kg Transition Region and Coronal Explorer
Satellit zur Untersuchung der dreidimensionalen magnetischen Strukturen in der Photosphäre der Sonne.
 
Explorer 74 SWAS, SMEX-3 6. Dezember 1998 Pegasus-XL VAFB 637 km
653 km
69,90°
283 kg Submillimeter Wave Astronomy Satellite
Weltraumteleskop zur Untersuchung der Spektren der interstellaren Materie gewinnt im Submillimeterbereich.
 
Explorer 75 WIRE, SMEX-5 5. März 1999 Pegasus-XL VAFB 539 km
588 km
97,53°
275 kg Wide Field Infrared Explorer
Weltraum-Infrarotteleskop mit einem mit festem Wasserstoff auf unter 14 Kelvin gekühlten 30-cm-Teleskop. WIRE sollte unter anderem zehntausende Infrarotgalaxien bei hoher Rotverschiebung untersuchen. Missionsfehlschlag durch Kühlmittelverlust
 
Explorer 76 TERRIERS, STEDI-2 18. Mai 1999 Pegasus-XL VAFB 542 km
554 km
97,72°
121 kg Topographic Experiment using Radiative Recombinative Ionospheric EUV and Radio Sources
Atmosphärenforschungssatellit; TERRIERS versagte kurz nach dem Erreichen der Erdumlaufbahn. Startete zusammen mit dem Satelliten MUBLCOM. Missionsfehlschlag
 
Explorer 77 FUSE, MIDEX-0 23. Juni 1999 Delta-7320 CC 754 km
770 km
24,99°
1.360 kg Far Ultraviolet Spectroscopic Explorer
Weltraumteleskop für Ultraviolettastronomie
 
2000er – 0001020304070809
Explorer 78 IMAGE, MIDEX-1 25. März 2000 Delta-7326 VAFB 987 km
45.993 km
89,92°
494 kg Imager for Magnetopause to Aurora Global Exploration
Satellit zur Untersuchung der Magnetosphäre aus einem hochelliptischen Orbit
 
Explorer 79 HETE 2 9. Oktober 2000 Pegasus-H Kw 596 km
636 km
1,96°
124 kg High Energy Transient Explorer
Satellit zur Lokalisierung von Gammablitzen
 
Explorer 80 WMAP, MAP, Wilkinson, MIDEX-2 30. Juni 2001 Delta-7425-10C CC L-2 Orbit 800 kg Wilkinson Microwave Anisotropy Probe
Satellit zur Messung der kosmischen Hintergrundstrahlung. Setzt die Messungen von COBE mit verbesserter Genauigkeit fort
 
Explorer 81 RHESSI, HESSI, SMEX-6 5. Februar 2002 Pegasus-XL VAFB 588 km
609 km
38,04°
293 kg Reuven Ramaty High Energy Solar Spectroscopic Imager
Satellit zur Untersuchung der Sonne im Röntgen- und Gammastrahlenbereich
 
Explorer 82 CHIPSat, UNEX 1 12. Januar 2003 Delta-7320-10C VAFB 586 km
594 km
94,00°
60 kg Cosmic Hot Interstellar Plasma Spectrometer Satellite
Forschungssatellit zur Untersuchung heißen Gases im Weltraum mittels Ultraviolettspektroskopie. Startete zusammen mit ICESat
 
Explorer 83 GALEX, SMEX-7 28. April 2003 Pegasus-XL CC 691 km
699 km
29,01°
312 kg Galaxy Evolution Explorer
Satellit zur Beobachtung von Galaxien im ultravioletten Bereich des elektromagnetischen Spektrums
 
Explorer 84 Swift, MIDEX-3 20. November 2004 Delta-7320-10C CC 587 km
604 km
20,55°
1.331 kg Satellit zur schnellstmöglichen Registrierung von Gammablitzen um eine Nachbeobachtung durch erdgebundene Teleskope zu ermöglichen.  
Explorer 85 THEMIS A, MIDEX-5A 17. Februar 2007 Delta-7925-10C CC 3.827 km
210.480 km
3,9°
126 kg Time History of Events and Macroscale Interactions during Substorms
Projekt bestehend aus fünf identischen Satelliten, die Teilstürme in der Magnetosphäre der Erde erforschen
 
Explorer 86 THEMIS B, MIDEX-5B 1.276 km
120.550 km
9,80°
126 kg  
Explorer 87 THEMIS C, MIDEX-5C 3.827 km
67.610 km
7,00°
126 kg  
Explorer 88 THEMIS D, MIDEX-5D 3.827 km
67.610 km
7,00°
126 kg  
Explorer 89 THEMIS E, MIDEX-5E 1.913 km
77.180 km
12,00°
126 kg  
Explorer 90 AIM, SMEX-9 25. April 2007 Pegasus-XL VAFB 585 km
600 km
97,79°
200 kg Aeronomy of Ice in the Mesosphere
Satellit zur Erforschung der leuchtenden Nachtwolken in der Mesosphäre
 
Explorer 91 IBEX, SMEX-10 19. Oktober 2008 Pegasus-XL Kw 43.057 km
333.439 km
26,02°
107 kg Interstellar Boundary Explorer
Satellit zur Erforschung der Grenzschicht von Heliosphäre und lokalem interstellarem Medium durch die Messung von in der Region erzeugten energetischen neutralen Atomen.
 
Explorer 92 WISE, MIDEX-6 14. Dezember 2009 Delta-7320-10C VAFB 525 km
525 km
97,36°
532 kg Wide-Field Infrared Survey Explorer
Weltraum-Infrarotteleskop
 
2010er – 1213171819
Explorer 93 NuSTAR, SMEX-11 13. Juni 2012 Pegasus-XL Kw 604 km
619 km
6,03°
360 kg Nuclear Spectroscopic Telescope Array
Orbitales Röntgenstrahlung-Teleskop für die Beobachtung u. A. von Röntgenquellen wie Schwarzen Löchern
 
Explorer 94 IRIS, SMEX-12 28. Juni 2013 Pegasus-XL VAFB 623 km
670 km
97,95°[1]
200 kg Interface Region Imaging Spectrograph
Orbitales Sonnenteleskop mit Spektrograph für die Untersuchung der Chromosphäre
 
Explorer 95 TESS, MIDEX-7 18. April 2018 Falcon 9 CC 1.063 km
355.646 km
28,91°
365 kg Transiting Exoplanet Survey Satellite
ein kleines Weltraumteleskop um extrasolare Planeten mit Hilfe der Transitmethode zu finden.
 
Explorer 96 ICON, MIDEX-8 11. Oktober 2019 Pegasus-XL CC 574 km
ca. 616 km
26,99°[2]
287 kg Ionospheric Connection Explorer
Satellit zur Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Erdatmosphäre und umgebenden Weltraum
 
Geplante Missionen – 20212223
Explorer IXPE, SMEX-14 April 2021[3] Falcon 9 KSC 540 km
540 km
[4]
170 kg Imaging X-ray Polarimetry Explorer
Satellit, der Schwarze Löcher, Neutronensterne und Pulsare erforschen soll
 
Explorer PUNCH A (SMEX) August 2022Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren[5] ca. 560 km
[6]
Polarimeter to Unify the Corona and Heliosphere
Konstellation aus vier Mikrosatelliten, die die Sonnenkorona und die Heliosphäre untersuchen sollen
Explorer PUNCH B (SMEX) ca. 560 km
Explorer PUNCH C (SMEX) ca. 560 km
Explorer PUNCH D (SMEX) ca. 560 km
Explorer Tracers A (SMEX) August 2022Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren[5] ca. 600 km
[7]
Tandem Reconnection and Cusp Electrodynamics Reconnaissance Satellites
zwei Satelliten zur Untersuchung der Magnetopause
Explorer Tracers B (SMEX) ca. 600 km
Explorer SPHEREx, MIDEX-9 2023Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren[8] 69 kg Spectro-Photometer for the History of the Universe, Epoch of Reionization, and Ices Explorer
Satellit, der 450 Millionen Galaxien im Nahen Infrarotbereich vermessen soll zur Erforschung der Ursprünge des Universums und der Reionisierungsepoche
 

StartorteBearbeiten

Bislang wurden die Explorer-Satelliten von fünf verschiedenen Startgeländen ins All geschossen:

LiteraturBearbeiten

  • The R.A.E. Tables of Earth Satellites 1957–1989

WeblinksBearbeiten

 Commons: Explorer Missionen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Michael Clormann: ISIS öffnen! in Raumfahrer.net, Datum: 28. Juni 2013, Abgerufen: 2. Juli 2013; Inklination von Space-Track.org, 11. Oktober 2019
  2. Videoaufzeichnung des Starts, ab 1:06:30.
  3. NASA Awards Launch Services Contract for Groundbreaking Astrophysics Mission. In: NASA. 8. Juli 2019, abgerufen am 9. Juli 2019 (englisch).
  4. IXPE (Imaging X-ray Polarimetry Explorer) im eoPortal, abgerufen am 11. Oktober 2019.
  5. a b NASA Selects Missions to Study Our Sun, Its Effects on Space Weather. NASA, 20. Juni 2019, abgerufen am 11. Oktober 2019.
  6. NASA selects PUNCH, a new mission to study the Sun. In: Astronomy.com. 21. Juni 2019, abgerufen am 11. Oktober 2019.
  7. Four Berkeley satellites could be exploring Mars and Earth by 2022. In: Berkeley News. 9. Juli 2019, abgerufen am 11. Oktober 2019.
  8. NASA Selects New Mission to Explore Origins of Universe. nasa, 13. Februar 2019, abgerufen am 17. Februar 2019 (englisch).