Liebe am Fjord – Das Meer der Frauen

deutscher Fernsehfilm

Das Meer der Frauen ist ein deutscher Fernsehfilm von Jörg Grünler aus dem Jahr 2011 und Teil der ARD-Fernsehfilmreihe Liebe am Fjord.

Folge der Reihe Liebe am Fjord
OriginaltitelDas Meer der Frauen
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Studio Hamburg
für ARD/Degeto Film
Länge88 Minuten
EinordnungFolge 12 (Liste)
Erstausstrahlung1. April 2011 auf Das Erste
Stab
RegieJörg Grünler
DrehbuchMaria Solrun,
Jörg Tensing
MusikMarcel Barsotti
KameraDaniel Koppelkamm
SchnittKai Schröter
Besetzung
Chronologie

← Vorgänger
Liebe am Fjord – Das Ende der Eiszeit

Nachfolger →
Liebe am Fjord – Abschied von Hannah

HandlungBearbeiten

Nach 16 Jahren kehrt Modedesignerin Marit Gustavsson aus London in ihr norwegisches Heimatdorf zurück. Im Alter von 17 Jahren verließ sie ihre Eltern und ihre Schwester Kristin im Streit. Sie galt als schwarzes Schaf der Familie und sorgte mit ihrem ausschweifenden Liebes- und Partyleben für Unfrieden im Dorf. Marit will nun ihr Leben in Ordnung bringen und mit ihrer Familie Frieden schließen. Ihre Eltern sind vor Jahren bei einem Unfall verstorben und sie will endlich ihr Grab aufsuchen. Nicht nur mit Kristin will sie sich versöhnen: Kristin nahm einst Marits Tochter auf, als sie noch ein Baby war, und zog sie auf. Marit hat die inzwischen 16-jährige Ida noch nie gesehen.

Kristin ist überrascht, als Marit am norwegischen Nationalfeiertag plötzlich vor ihr steht. Marit gibt vor, beruflich in der Gegend zu tun gehabt zu haben. Sie will nur einige Tage in Norwegen bleiben. Idas Begeisterung, endlich ihre Tante kennenzulernen, führt am Ende dazu, dass Marit aus dem Hotel auszieht und bei Kristin und ihrem Mann Petter unterkommt. Kristin befürchtet, dass Marit einen schlechten Einfluss auf die pubertierende Ida ausüben könnte. Zudem glaubt sie, Marit wolle ihr ihr Kind wegnehmen. Tatsächlich fängt Ida an, die Schule zu schwänzen, wobei sie Kopfschmerzen vortäuscht und hofft, von Marit gedeckt zu werden, da sie es früher genauso getan habe. Kristin reagiert streng. Sie verbietet auch eine Beziehung von Ida zum gleichaltrigen Ole.

Als Ida sich heimlich mit Ole zu einer Party verabredet, verrät Marit Kristin nichts davon. Weil beide Schwestern in einen Streit verwickelt sind, kann Ida zudem abends heimlich das Haus verlassen. Die Party findet an einem Ort am gegenüberliegenden Ufer statt. Ida schafft es nicht, rechtzeitig bei ihren Freunden am Boot zu sein, sodass sie ohne sie losfahren. Ida versucht nun, über ein abgestelltes Motorboot ihre Freunde einzuholen. Mitten auf dem Wasser zeigt sich, dass ihr Boot ein Leck hat. Es läuft voll Wasser und Ida wird panisch. Unterdessen hat Kristin bemerkt, dass Ida nicht in ihrem Zimmer ist. Von Marit erfährt sie von der Party und fährt mit ihrer Schwester Ida nach, um sie nach Hause zu holen. So erreichen beide rechtzeitig das fast untergegangene Motorboot und können Ida retten.

Zurück im Haus besteht Kristin darauf, dass Marit sofort auszieht. Im lauten Streit geht es auch um Marits Mutterschaft und Kristins aufopferungsvolle Arbeit als Adoptivmutter. Ida hört den Streit und reagiert wütend und aufgelöst. Sie packt ihre Sachen und flieht aus dem Haus. Per Anhalter will sie nach Oslo fahren, überlegt es sich jedoch auf halber Strecke anders. Marit ist für die Nacht bei ihrem früheren Freund Mads untergekommen und auch Ida kommt zu Mads. Sie fiebert und bleibt die nächsten Tage bei Mads und Marit. Nach Hause will sie nicht zurückkehren. Obwohl Kristin und Petter unter der Situation leiden, lassen sie Ida ihre Entscheidung finden. Als Ida erfährt, dass Marit zurück nach London fahren muss, bittet sie darum, sie begleiten zu dürfen. Marit willigt ein. Sie berichtet Kristin von Idas Entscheidung und Kristin lässt sie gehen. An der Fähre bittet Marit Ida jedoch, Kristin und Petter wenigstens anzurufen, wisse sie doch nicht, wann sie ihre Eltern wiedersehen werde. Es ist das Telefonat, das Ida schließlich umstimmt. Sie kehrt zu Kristin und Petter zurück und beide nehmen sie mit offenen Armen auf. Marit besucht kurz vor der Abreise das Grab ihrer Eltern und reist mit ihrer Vergangenheit versöhnt ab.

ProduktionBearbeiten

Liebe am Fjord – Das Meer der Frauen wurde vom 31. Mai bis 8. August 2010 in Hamburg und Norwegen gedreht.[1] Die Kostüme schuf Lore Tesch, die Filmbauten stammen von Isolde Rüter. Der Film erlebte am 1. April 2011 auf dem Ersten seine Fernsehpremiere. Es war der vierte Spielfilm der Reihe Liebe am Fjord.[2]

Der Soundtrack des Films, den Marcel Barsotti komponierte, wurde zusammen mit dem des Films Und dann kam Lucy auf CD veröffentlicht. Barsotti gewann für die Filmmusik von Liebe am Fjord – Das Meer der Frauen 2010 auf dem Park City Film Music Festival Utah den Preis für die beste Filmmusik.[1]

KritikBearbeiten

„Konstruierter, problembelasteter (Fernseh-)Frauenfilm über die schwierige Annäherung zweier grundverschiedener Schwestern“, schrieb der film-dienst.[3] Für die TV Spielfilm war Liebe am Fjord – Das Meer der Frauen ein „süßliches, überraschungsarmes Geschichtchen, leidlich geschauspielert.“[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Vgl. crew-united.com
  2. Vgl. Fernsehen: Das Meer der Frauen (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.news.de, news.de, 1. April 2011.
  3. Liebe am Fjord – Das Meer der Frauen. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  4. Vgl. tvspielfilm.de