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León Ferrari

argentinischer Konzeptkünstler und Maler

LebenBearbeiten

Ferrari wurde 1920 als Sohn einer italienischen Einwandererfamilie in Buenos Aires geboren und wuchs dort auf. Im Alter von 34 Jahren begann er sich mit keramischer Kunst zu beschäftigen. Bald arbeitete er auch mit anderen Materialien, u. a. Holz und Gips. 1961 fertigte er seine erste abstrakte Zeichnung an: Ininteligible, die Teil einer Serie wurde, die sich bis heute fortsetzt.

León Ferrari wurde mit Arbeiten bekannt, die Elemente der Collage, Kopierkunst und Skulptur (Holz, Gips und Keramik) verbindet. Dabei verwendete der Künstler oft Text, meist Zeitungsausschnitte oder auch Gedichte. Die Themen seiner Kunst finden sich in der Überschneidung von Politik und Religion. Sein bekanntestes Kunstwerk La civilización occidental y cristiana ("Die abendländische, christliche Zivilisation") zeigt eine Holzfigur des gekreuzigten Christus, wobei ein US-amerikanisches Bombenflugzeug das Kreuz bildet. Die Arbeit entstand 1965 im Zusammenhang mit dem Protest gegen den Vietnamkrieg und wurde u. a. 2007 auf der Biennale di Venezia zusammen mit neueren Zeichnungen und Collagen gezeigt.

Ferrari starb im Alter von 92 Jahren in seiner Geburtsstadt Buenos Aires und fand auf dem Friedhof La Recoleta seine letzte Ruhestätte.[1]

AusstellungenBearbeiten

Einzelausstellungen (Auswahl)Bearbeiten

  • 1955: Galerie Cairola, Mailand (Keramik).
  • 1960: Esculturas. Galatea, Buenos Aires.
  • 1978: Pinacoteca do Estado, São Paulo.
  • 1980: A Arte de León Ferrari. Museo de Arte Moderno, São Paulo.
  • 1982: Planos, heliografías y fotocopias. Museo Carrillo Gil (D.F.), Mexiko.
  • 1983: Casa de las Américas, La Habana.
  • 1987: Heretic Chapel. Franklin Furnace, New York.
  • 2004: Retrospectiva León Ferrari. Centro Cultural Recoleta, Argentinien.
  • 2006: Retrospectiva León Ferrari. Pinacoteca do Estado, São Paulo.
  • 2006: Revisiting Tautology. PanAmerican Art Projects, Miami.

Teilnahme an Gruppenausstellungen (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1995: Fellow der John Simon Guggenheim Memorial Foundation[3]
  • 1997: Medaille der Organisation Abuelas de Plaza de Mayo, Buenos Aires, welche Ferrari durch Kunstwerke und Teilnahme an öffentlichen Aktionen unterstützt hatte.[4]
  • 2007: Premio Cultura Nacion, der staatliche Kunstpreis Argentiniens[5]
  • 2007: Goldener Löwe für den besten Künstler der zentralen Gruppenausstellung[6] der 52. Kunstbiennale in Venedig

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Argentine Artist León Ferraris dies. In: Buenos Aires Herald vom 25. Juli 2013.
  2. Realidad y Utopía. Argentiniens künstlerischer Weg in die Gegenwart auf der Website der Akademie der Künste, Berlin. Abgerufen am 25. Januar 2011.
  3. John Simon Guggenheim Foundation – León Ferrari. In: gf.org. Abgerufen am 12. Februar 2016 (englisch).
  4. Abuelas de Plaza de Mayo: 20th Anniversary in 1997 – Press and Media. Online unter Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. April 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.abuelas.org.ar
  5. Premios Cultura Nación – Mercedes Sosa y León Ferrari, entre otros. In Comunicación y prensa des Argentinischen Kultusministers (Secretaría de Cultura, Presidencia de la Nación), vom 25. September 2007, online unter Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 5. September 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cultura.gov.ar
  6. Goldene Löwen – Biennale Venedig. In: art – Das Kunstmagazin, 17. Oktober 2007, online unter Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 22. November 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.art-magazin.de