Bienal do Mercosul

Kunstbiennale für Zeitgenössische Kunst in Porto Alegre, Brasilien

Die Bienal do Mercosul (spanisch Bienal del Mercosur, Bienal de Artes Visuales del Mercosur, deutsch Biennale des Mercosur) ist eine seit 1997 alle zwei Jahre stattfindende internationale Kunstausstellung für Zeitgenössische Kunst im brasilianischen Porto Alegre, Rio Grande do Sul.

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay, Uruguay und Venezuela waren die ersten lateinamerikanischen Länder, die sich an der Biennale beteiligten. Ab 2003 wurden Gäste aus anderen Ländern eingeladen. In diesem Jahr wurden bereits eine Million Besucher verzeichnet. Sie ist neben der Biennale von São Paulo die zweitgrößte Kunstbiennale in Südamerika.

Die Veranstaltung findet i. A. über zwei bis zweieinhalb Monate im Spätherbst und Winter statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Träger ist die Stiftung Fundação Bienal do Mercosul, die von der Regierung des Bundesstaates Rio Grande do Sul und weiteren Organisationen unterstützt wird. Besonderer Wert wird auf Kunstvermittlung an Kinder und Jugendliche gelegt, für die eigene Programme entwickelt werden.

Hauptausstellungsorte sind das Museu de Arte do Rio Grande do Sul Ado Malagoli (MARGS), das Memorial do Rio Grande do Sul, das Santander Cultural und die Usina do Gasômetro, insgesamt stehen 20.000 bis 24.500 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Seit der 1. Biennale 1997 werden im Skulpturenpark Jardim das Esculturas Porto Alegre Bildhauerwerke als dauerhafte Kunst im öffentlichen Raum ausgestellt.

Die 11. für 2017 vorgesehene Biennale wurde aufgrund der schlechten Wirtschaftslage in Brasilien auf den Frühsommer 2018 verschoben.

Ausgabe Besucher Künstler Werke Länder Hommage
Land
Hommage
Künstler
Hauptkurator Präsident
01. Bienal 1997[1] 290.000 275 842 7 Venezuela Xul Solar (Argentinien),
Mário Pedrosa (Brasilien)
Frederico Morais Justo Werlang
02. Bienal 1999[2] 295.000 200 370 7 Kolumbien Iberê Camargo (Brasilien) Fábio Magalhães Ivo Abrahão Nesralla
03. Bienal 2001[3] 604.000 129 400 7 Peru Rafael França (Brasilien) Fábio Magalhães Ivo Abrahão Nesralla
04. Bienal 2003[4] 1.000.000 84 16 Mexiko Saint Clair Cemin (Brasilien) Nelson Aguillar Renato Malcon
05. Bienal 2005[5] 169 kein Amilcar de Castro (Brasilien) Paulo Sergio Duarte Elvaristo Teixeira do Amaral
06. Bienal 2007[6] 500.000 67 350 23 kein Öyvind Fahlström, Jorge Macchi,
Francisco Matto (Brasilien)
Gabriel Pérez-Barreiro Justo Werlang
07. Bienal 2009[7] 266.000 338 533 29 kein Victoria Noorthoorn,
Camilo Yáñez
Mauro Knijnik
08. Bienal 2011[8] 600.000 105 186 31 kein Eugenio Dittborn (Chile) José Roca, Kolumbien Luiz Carlos Mandelli
09. Bienal 2013[9] 500.000 59 101 28 kein Sofía Hernández Chong Cuy Patricia Fossati Druck
10. Bienal 2015[10][11] 420.000 263 646 20 kein Gaudêncio Fidelis José Antonio Fernandes Martins
11. Bienal 2018[12] 626.357 73 252 29 kein Alfons Hug Gilberto Schwartsmann
12. Bienal 2020 in Planung
Anmerkung: Besucherzahlen sind zumeist gerundet.

LiteraturBearbeiten

  • Gaudêncio Fidelis: Uma história concisa da Bienal do Mercosul. Fundação Bienal de Artes Visuais do Mercosul, Porto Alegre 2005, ISBN 85-99501-01-1.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. 2ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. 3ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. 4ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  5. 5ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  6. 6ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  7. 7ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  8. 8ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  9. 9ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  10. 10ª Bienal. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  11. 10ª Bienal do Mercosul Mensagens de Uma Nova América encerra com visitação superior a 400 mil. Abgerufen am 12. März 2017 (brasilianisches Portugiesisch; PDF).
  12. 11ª Bienal. Abgerufen am 23. Juni 2019 (brasilianisches Portugiesisch).