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Lars Herrmann (Politiker)

deutscher Polizist und Politiker der AfD

Klaus Lars Herrmann (* 12. April 1977 in Leisnig) ist ein deutscher Polizist und Politiker der Alternative für Deutschland (AfD).

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Herrmann ist seit März 2013 Mitglied der AfD und galt bis zu deren Parteiaustritt als Anhänger von Frauke Petry. Er war als Polizeibeamter in Sachsen tätig und Hauptkommissar der Bundespolizei. Seine Tätigkeitsbereiche umfassten Drogenkriminalität und Abschiebungen.[1] Lars Herrmann ist verheiratet und hat drei Kinder. Er lebt in Parthenstein.

2014 wurde Herrmann in den Kreistag des Landkreises Leipzig gewählt,[2] im Oktober 2016 wurde er Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes. Zur Bundestagswahl 2017 trat er für die AfD im Wahlkreis Leipzig-Land an sowie auf Platz 10 der Landesliste. Im Wahlkreis erreichte er mit 28,7 % den zweiten Platz und zog über die Landesliste in den 19. Deutschen Bundestag ein.[3] Um Amt und Mandat zu trennen, trat er nach der Wahl vom Vorsitz des Kreisverbands zurück.[4]

Politische InhalteBearbeiten

Herrmann warb auf dem Nominierungsparteitag der sächsischen AfD 2017 damit, sich für die Wiederherstellung der inneren Sicherheit sowie für die Abschiebung Ausreisepflichtiger einsetzen zu wollen. Er wolle als Vorsitzender eines Untersuchungsausschusses die Bundeskanzlerin für die Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 „zur Rechenschaft ziehen“.[5] Im Wahlkampf versprach er den Einsatz für Abschiebungen auch ohne finanzielle Anreize „um keine Begehrlichkeiten zu wecken“ und in der Justiz plädiert er für „Abschreckung, Vergeltung, Sühne und Wiedergutmachung statt Kuscheljustiz“.[1] Bei der Einwanderung müsse es eine „klare Trennung und Unterscheidung zwischen Asyl und qualifizierter Zuwanderung“ geben. Die „Einführung von direkter Demokratie nach Schweizer Vorbild“ nannte er als sein wichtigstes Ziel. Außerdem sei er für einheitliche Bildungsstandards in ganz Deutschland, jedoch gegen deren EU-weite Harmonisierung, und wolle sich einsetzen für „Löhne, von denen man leben kann,“ „schnelles Internet auch auf dem Land“.[2]

Als Abgeordneter gehört er einer Arbeitsgruppe seiner Fraktion an, die die Einrichtung eines „Merkel-Untersuchungsausschuss“ vorbereiten soll.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Die Bundestagsabgeordneten der AfD. Die Zeit, abgerufen am 6. März 2018.
  2. a b Lars Herrmann (AfD). Mitteldeutscher Rundfunk, 27. August 2017, abgerufen am 6. März 2018.
  3. Leipzig-Land. Bundeswahlleiter, abgerufen am 6. März 2018.
  4. a b Simone Prenzel: Lars Herrmann erklärt Rücktritt als AfD-Chef im Landkreis Leipzig. Leipziger Volkszeitung, 25. Oktober 2017, abgerufen am 6. März 2018.
  5. https://www.youtube.com/watch?v=cSbzoxQJwgQ> Kandidatenvorstellung auf dem Landesparteitag der AfD Sachsen 2017