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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langdorf
Langdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langdorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 1′ N, 13° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Regen
Höhe: 645 m ü. NHN
Fläche: 34,37 km2
Einwohner: 1821 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94264
Vorwahlen: 09921, 09922Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: REG, VIT
Gemeindeschlüssel: 09 2 76 129
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 8
94264 Langdorf
Website: www.langdorf.de
Bürgermeister: Otto Probst (CSU / Unabhängige)
Lage der Gemeinde Langdorf im Landkreis Regen
Landkreis ChamLandkreis Straubing-BogenLandkreis DeggendorfLandkreis Freyung-GrafenauZwieselZachenbergViechtachTeisnachRuhmannsfeldenRinchnachRegen (Stadt)PrackenbachPatersdorfLindbergLangdorfKollnburgKirchdorf im WaldKirchberg im WaldGotteszellGeiersthalFrauenauDrachselsriedBöbrachBodenmaisBischofsmaisBayerisch EisensteinArnbruckAchslachTschechienKarte
Über dieses Bild
Die barocke katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena

Langdorf ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Regen und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Straßendorf Langdorf liegt sowohl in der Arber-Region als auch im Zwieseler Winkel inmitten des Bayerischen Waldes am Schnittpunkt der Straßen zwischen Bodenmais (sieben Kilometer), Zwiesel (sieben Kilometer) und Regen (sechs Kilometer). Höchster Punkt von Langdorf ist der 984 m hohe Kronberg. Die Gemeinde besitzt auch eine Bahnstation der Bahnstrecke Zwiesel–Bodenmais, die im Stundentakt von Zügen der Waldbahn der Relation Zwiesel–Bodenmais befahren wird.

GemeindegliederungBearbeiten

Langdorf hat 15 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Langdorf, Brandten und Schöneck.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Der Ort entstand um das Jahr 1300. 1324 wurde er mit den Dörfern Schöneck, Klaffermühle und Schwarzach von den Wittelsbachern an die Herren von Degenberg verpfändet. Diese residierten auf Burg Weißenstein und ließen sich in Langdorf von einem Amtmann vertreten. Am 5. August 1468 forderte Herzog Albrecht IV. nach vorausgegangenen Spannungen mit den Degenbergern die vier Orte wieder zurück. Die Weigerung der Degenberger bildete den Anlass zum Ausbruch des Böcklerkrieges. Nach der Zerstörung der Burg wurden erst 1478 die alten Verhältnisse wiederhergestellt.

Langdorf gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Weißenstein des Kurfürstentums Bayern. Die Kirche wurde 1674 bis 1677 erbaut. 1806 entstand die Pfarrei Langdorf durch Abtrennung von der Pfarrei Regen. In diesem Jahr erhob man die bereits vorhandene Schule zu einer Normalschule. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

20. JahrhundertBearbeiten

Die Pfarrkirche St. Maria Magdalena erhielt 1922 im Rahmen eines Umbaus eine Vergrößerung.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Brandten eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1636 Einwohner
  • 1970: 1719 Einwohner
  • 1987: 1779 Einwohner
  • 1991: 1910 Einwohner
  • 1995: 1979 Einwohner
  • 2000: 2015 Einwohner
  • 2005: 2034 Einwohner
  • 2010: 2007 Einwohner
  • 2015: 1847 Einwohner

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl vom 16. März 2014 wie folgt zusammen:[4]

  • SPD: 6 Sitze (41,17 % der Stimmen)
  • CSU: 5 Sitze (39,05 % der Stimmen)
  • FWL: 3 Sitze (19,78 % der Stimmen)

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit Mai 1996 Otto Probst (CSU). Er wurde 2014 mit 51,20 % im Amt bestätigt.[4]

WappenBearbeiten

Beschreibung: Gespalten von Silber und Blau, vorne ein schräggestellter fünfblättriger roter Lindenzweig, hinten ein aufrechtes, auswärts gekehrtes silbernes Rodungsbeil.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Langdorf unterhält Partnerschaften mit dem französischen Saint-Crépin-Ibouvillers und dem österreichischen Nebelberg.

BauwerkeBearbeiten

Auf dem westlich von Langdorf liegenden 833 m[5] hohen Oberberg steht ein 28 m hoher Aussichtsturm.[6]

StatistikBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 67 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 43 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 634. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 705 ha, davon waren 19 ha Ackerfläche und 686 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten mit 50 Kindergartenplätzen und 56 Kindern
  • Volksschule mit sechs Lehrern und 110 Schülern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Langdorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 14. Januar 2018
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 622.
  4. a b wahl.info – Kandidaten & Ergebnisse
  5. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  6. Aussichtsturm in Langdorf auf bayerischer-wald.de

WeblinksBearbeiten

  Commons: Langdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien