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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Prackenbach
Prackenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Prackenbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 6′ N, 12° 50′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Regen
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 40,08 km2
Einwohner: 2781 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94267
Vorwahl: 09942
Kfz-Kennzeichen: REG, VIT
Gemeindeschlüssel: 09 2 76 135
Gemeindegliederung: 67 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulweg 10
94267 Prackenbach
Website: www.prackenbach.de
Bürgermeister: Andreas Eckl (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Prackenbach im Landkreis Regen
Landkreis ChamLandkreis Straubing-BogenLandkreis DeggendorfLandkreis Freyung-GrafenauZwieselZachenbergViechtachTeisnachRuhmannsfeldenRinchnachRegen (Stadt)PrackenbachPatersdorfLindbergLangdorfKollnburgKirchdorf im WaldKirchberg im WaldGotteszellGeiersthalFrauenauDrachselsriedBöbrachBodenmaisBischofsmaisBayerisch EisensteinArnbruckAchslachTschechienKarte
Über dieses Bild
Die katholische Pfarrkirche St. Georg

Prackenbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Regen inmitten des Bayerischen Waldes.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Prackenbach liegt in der Region Donau-Wald im Naturpark Bayerischer Wald direkt an der Bundesstraße 85 etwa 22 km südöstlich von Cham, 28 km nordwestlich der Kreisstadt Regen, fünf Kilometer von Viechtach sowie 27 km von der A 3, Ausfahrt Bogen entfernt. Quer durch das Gemeindegebiet verläuft der teilweise mit markanten Felsen hervortretende Höhenzug des Pfahl (Naturschutzgebiet); den höchsten Punkt bei Prackenbach bildet die 850 m hohe Zeller Höhe.

GemeindegliederungBearbeiten

Prackenbach hat 66 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Krailing, Moosbach, Prackenbach und Ruhmannsdorf.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Prackenbach wurde 1280 als Edelsitz urkundlich erwähnt. Die Familie Schälchl zu Krailing war im 15. und 16. Jahrhundert Inhaber der Hofmark mit Sitz im Ortsteil Krailing. Der Ort gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Viechtach des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

21. JahrhundertBearbeiten

Das ca. 600 Jahre alte, mittlerweile zu einer Wohn- und Geschäftsanlage umgebaute Gebäude der ehemaligen Brauerei wurde am Abend des 27. Dezember 2011 durch einen Brand vollständig zerstört, wodurch die 13 Bewohner obdachlos wurden.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Moosbach und Ruhmannsdorf eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 2263 Einwohner
  • 1970: 2353 Einwohner
  • 1987: 2476 Einwohner
  • 2000: 2729 Einwohner
  • 2005: 2708 Einwohner
  • 2010: 2707 Einwohner
  • 2015: 2676 Einwohner

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl vom 16. März 2014 wie folgt zusammen:[4]

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Andreas Eckl, der sich 2014 mit 55,48 % gegen Xaver Eckl, seinen Vorgänger im Amt, in einer Stichwahl durchsetzte.[4]

WappenBearbeiten

Beschreibung: Unter blauem Wellenschildhaupt und über rotem Dreiberg, belegt mit einem von Blau und Silber in zwei Reihen gerauteten Balken, in Silber zwei voneinander abgekehrte rote Steinbockhörner.

Der Inhalt des Hoheitszeichens wird durch die Gemeinde wie folgt begründet: Die Steinbockhörner sind die Wappensymbole der Familie Schälchl zu Krailing, die im 15. und 16. Jahrhundert als Inhaber von Hofmark und Sitz Krailing genannt werden. Das Wappen steht stellvertretend für die Adelsfamilien, die im Gemeindegebiet als Hofmarksherren in Krailing oder Moosbach nachweisbar sind. Als Inhaber der Hofmark an Herzog Albrecht III. von Bayern. Der gerautete Balken erinnert daher sowohl an das Wappen der Nußberger als auch an die von den Grafen von Bogen übernommenen Rauten der Wittelsbacher. Der Dreiberg symbolisiert die Lage des Gemeindegebietes am Pfahl im Bayerischen Wald, das Wellenschildhaupt symbolisiert den Höllensteinstausee.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 199 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 113 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 894. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 165 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1713 ha, davon waren 1358 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten mit 75 Kindergartenplätzen und 71 Kindern
  • Volksschule mit elf Lehrern und 183 Schülern

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ortsdatenbank. Prackenbach. In: Bayerische Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 4. Februar 2016.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 623.
  4. a b wahl.info – Kandidaten & Ergebnisse

WeblinksBearbeiten

  Commons: Prackenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien