Kupferberg

Gemeinde in Deutschland

Kupferberg ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Kulmbach. Mit etwa 1060 Einwohnern ist sie eine der kleinsten Städte Deutschlands.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kupferberg
Kupferberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kupferberg hervorgehoben

Koordinaten: 50° 8′ N, 11° 35′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kulmbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Untersteinach
Höhe: 467 m ü. NHN
Fläche: 8,28 km2
Einwohner: 1067 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95362
Vorwahl: 09227
Kfz-Kennzeichen: KU, EBS, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 77 129
Stadtgliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 4
95362 Kupferberg
Website: www.stadt-kupferberg.de / www.kupferberg.info
Erster Bürgermeister: Harald Michel (Unabhängige Kupferberger Wähler)
Lage der Stadt Kupferberg im Landkreis Kulmbach
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Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Kupferberg liegt zwischen Frankenwald und Fichtelgebirge.

Gemeindegliederung

Es gibt fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

  • Dörnhof (Weiler)
  • Kupferberg (Hauptort)
  • Schallerhof (Einöde)
  • Schmölz (Weiler)
  • Unterbirkenhof (Weiler)

GeschichteBearbeiten

 
Kupferberg

Der Bamberger Bischof Heinrich II. von Sternberg verlieh im Jahr 1326 die Stadtrechte. Damals lebten dort über 3000 Menschen. Im Bergbau waren rund 1700 Bergknappen beschäftigt. In Kupferberg wurden zeitweise Kupfergehalte von 15 % je Tonne Erz gefördert, was auch heute noch als eine der herausragenden Kupfer-Mineralisierungen in Europa gilt. Das ehemalige Amt des Hochstifts Bamberg wurde nach der Säkularisation im Hauptlandesvergleich von Bayern mit Preußen getauscht. Mit dem Fürstentum Bayreuth fiel es im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich. 1810 kam es zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Die Sebastian-Kapelle zu Kupferberg wurde 1824 neu errichtet. Die Stadt gehörte zum aufgelösten Landkreis Stadtsteinach und wurde am 1. Juli 1972 in den Landkreis Kulmbach eingegliedert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Im Zeitraum von 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 1150 auf 1049 um 101 bzw. um 8,8 %. Am 31. Dezember 1996 hatte Kupferberg 1214 Einwohner.

PolitikBearbeiten

Stadtrat und BürgermeisterBearbeiten

Der Stadtrat hat 13 Mitglieder einschließlich des Ersten Bürgermeisters:

(Stand: Kommunalwahl am März 2020)

Der Erste Bürgermeister Hans Joachim Hösch starb am 15. September 2015 nach langer Krankheit. Seither führte der Zweite Bürgermeister Alfred Kolenda die Amtsgeschäfte kommissarisch. Am 17. Januar 2016 wurde Kolenda zum Ersten Bürgermeister gewählt, dieser trat das Amt am 19. Januar 2016 an. Seit der Bürgermeisterwahl 2020 ist Harald Michel (UKW) Bürgermeister.[3]

VerwaltungBearbeiten

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach.

WappenBearbeiten

Blasonierung:Gespalten von Gold und Rot; vorne ein linksgewendeter, mit einer silbernen Schräglinksleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe; hinten schräg gekreuzt ein silberner Stößel und ein silberner Kupferhammer mit goldenen Stielen.“[4]

Wappengeschichte: Kupferberg ist bekannt für den über viele Jahrhunderte betriebenen Bergbau. Bereits im 14. Jahrhundert wurde Kupfer abgebaut. Die Montanindustrie erlebte im 16. Jahrhundert eine große Blüte und wurde im 19. Jahrhundert eingestellt. Im Jahr 1326 erteilte der Bamberger Bischof Heinrich II. von Sternberg (1324 bis 1328) dem Ort Schorgast ufm Berg das Recht zur Ummauerung als Stadt. Der Name Kupferberg taucht etwa zur gleichen Zeit auf. Er bedeutet Siedlung am Berg, aus dem Kupfer gewonnen wird und weist damit auf den Kupferbergbau hin. Seit 1364 ist ein Siegel überliefert, das im Schild den Löwen des Bistums Bamberg enthält. Ab 1592 ist der Schild gespalten, vorne steht der bambergische Löwe, hinten sind zwei gekreuzte Bergbaugeräte. Eine farbige Darstellung des Wappens ist in der Vasallentafel von 1603 überliefert. Bei der Wappenrevision von 1819 wurde das Wappen geändert. In der vorderen Schildhälfte standen schräg gekreuzt ein Hammer und ein Meißel in schwarzem Feld, hinten die bayerischen Landesfarben Silber und Blau. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verwendete man in den Dienstsiegeln wieder das Wappen in der Form von 1592. Bei Hupp stehen die Bergwerksgeräte blau in silbernem Feld. 1954 wurde das Wappen in seiner jetzigen Form bestätigt.[5]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

BodendenkmälerBearbeiten

NaturdenkmälerBearbeiten

  • Der 589 Meter hohe Magnetberg Peterleinstein zwischen Kupferberg und Marktleugast ragt markant aus dem Wald heraus. Eine Besonderheit sind seltene Pflanzen, die dort zu finden sind. Der Berg besteht aus grünlichem Serpentinit, einem sehr basischen Gestein, auf dem nur karge Vegetation gedeiht, außerdem ist es magnetisch.[6]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Kupferberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Kupferberg – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kupferberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. Oktober 2011.
  3. RIS: Erster Bürgermeister Kupferberg (Stadt Kupferberg). Gemeinde Kupferberg, abgerufen am 5. September 2020.
  4. Eintrag zum Wappen von Kupferberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  5. Zitat Eintrag zum Wappen von Kupferberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. PDF