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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Untersteinach
Untersteinach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Untersteinach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 8′ N, 11° 32′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kulmbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Untersteinach
Höhe: 333 m ü. NHN
Fläche: 11,42 km2
Einwohner: 1811 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95369
Vorwahl: 09225
Kfz-Kennzeichen: KU, EBS, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 77 159
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stadtsteinacher Str. 17
95369 Untersteinach
Website: www.untersteinach.de
Bürgermeister: Volker Schmiechen (SPD)
Lage der Gemeinde Untersteinach im Landkreis Kulmbach
BayreuthLandkreis KronachLandkreis HofLandkreis BayreuthLandkreis LichtenfelsMainleusWonseesWirsbergUntersteinachTrebgastThurnauRugendorfNeuenmarktNeudrossenfeldKulmbachKödnitzKasendorfHimmelkronHarsdorfGuttenberg (Oberfranken)GrafengehaigPresseckStadtsteinachMarktschorgastMarktleugastLudwigschorgastKupferbergThüringenKarte
Über dieses Bild

Untersteinach ist eine Gemeinde im Landkreis Kulmbach (Regierungsbezirk Oberfranken) und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach.

GeografieBearbeiten

Untersteinach liegt im Naturpark Frankenwald.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Untersteinach ist in drei Ortsteile eingeteilt[2]:

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Untersteinach im Jahre 1281. Die Adelsfamilie Varell prägte über sechs Generationen bis zu ihrem Aussterben 1765 die Geschichte des Orts. Als Teil des preußischen Fürstentums Bayreuth fiel das ehemalige Rittergut im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der große Brand von 1706Bearbeiten

Am 10. August 1706 kam es durch einen Bubenstreich zu der bisher größten Katastrophe in der Geschichte von Untersteinach. Drei Jugendliche hatten in einer Scheune mit einer Schlüsselbüchse gespielt, woraufhin das Gebäude Feuer fing. Aufgrund des schönen Wetters und der beginnenden Erntesaison befanden sich fast alle Bürger des Ortes auf den Feldern. So konnte sich das Feuer rasch ausbreiten und fast das komplette Dorf brannte ab. Es war ein Todesopfer zu beklagen. Die Untersteinacher wurden nach dem Unglück in den Nachbardörfern aufgenommen. Zwei Häuser blieben verschont, von denen eines das älteste Gebäude in Untersteinach ist. Es befindet sich in Privatbesitz und steht unter Denkmalschutz.

ReligionBearbeiten

Untersteinach hat die evangelische St.-Oswald-Kirche und die römisch-katholische Kirche Mariae Heimsuchung.

 
St. Oswald

Die St.-Oswald-Kirche ist eine alte Wehrkirche mit Elementen des gotischen Baustils. Die alten Wehranlagen aus Sandstein mit dem Torhaus sind noch erhalten und können besichtigt werden. Auch das alte Pfarrhaus ist noch von einer Mauer umgeben.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Pfarrei im Jahre 1281 anlässlich eines Streits zwischen den von Blassenberg und dem Grafen Otto von Orlamünde.[3]

Bereits im Jahre 1553 nahm die St.-Oswald-Gemeinde die evangelisch-lutherische Lehre an.

 
Alte Steinbrücke über die Untere Steinach

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters:

  • SPD: 6 Sitze (Erster Bürgermeister Volker Schmiechen, Heinz Burges, Wolfgang Arlt, Jürgen Laaber, Christa Müller, Jürgen Seifferth)
  • Wählergemeinschaft Untersteinach: 4 Sitze (Thomas Rosenberger, Alfred Vießmann, Renate Meißner, Markus Weigel)
  • CSU: 3 Sitze (Rüdiger Hohlweg, Hans-Peter Röhrlein, Reiner Seiffert)

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Die Gemeinde unterhält eine kommunale Partnerschaft zu Mogilany, Polen.

BaudenkmälerBearbeiten

Infrastruktur und WirtschaftBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

In Untersteinach gibt es zahlreiche Industrie- und Dienstleistungsbetriebe.

VerkehrBearbeiten

Der Bahnhof Untersteinach (b Stadtsteinach) liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof. Hier zweigt die Bahnstrecke Untersteinach–Stadtsteinach, die heute nur dem Güterverkehr dient, ab. Untersteinach liegt an den Bundesstraßen 289 und 303.

BildungBearbeiten

Volksschule Untersteinach-LudwigschorgastBearbeiten

Untersteinach verfügt über eine Grundschule. In der Volksschule Untersteinach-Ludwigschorgast werden, aufgeteilt auf die beiden Schulgebäude in Untersteinach und Ludwigschorgast, derzeit 140 Schüler der Klassen eins bis vier unterrichtet (Stand 2010/11). Die Klassen 1 und 2 befinden sich im Gebäude in Ludwigschorgast, die Klassen 3 und 4 in Untersteinach.[4]

Mittelschule Stadtsteinach-UntersteinachBearbeiten

Untersteinach ist Mitglied im Mittelschulsprengel Stadtsteinach-Untersteinach. Die Klassen 5 und 6 werden im Schulgebäude Untersteinach unterrichtet, die übrigen in der Nachbargemeinde Stadtsteinach.[5]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Johann Gottfried Biedermann (* 19. August 1705 in Plauen, † 11. Juli 1766 in Untersteinach), Pfarrer und Genealoge. Er erstellte die genealogischen Tabellen des fränkischen Adels.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online (BLO). Abgerufen am 14. November 2018.
  3. Kirchengemeinde Untersteinach (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.e-kirche.de. Website der Kirchengemeinde Untersteinach. Abgerufen am 29. September 2011.
  4. Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach: Grundschule Untersteinach-Ludwigschorgast (Memento des Originals vom 2. Oktober 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.untersteinach.de. Website der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach. Abgerufen am 23. September 2011.
  5. Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach: Mittelschule Stadtsteinach-Untersteinach (Memento des Originals vom 10. Januar 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.untersteinach.de. Website der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach. Abgerufen am 23. September 2011.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Untersteinach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien