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Kerman (persisch کرمان) ist eine der 31 Provinzen (Ostan) des Iran, gelegen im Südosten des Landes.

کرمان
Kerman
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Über dieses Bild
Lage der Provinz Kerman im Iran
Basisdaten
Staat Iran
Hauptstadt Kerman
Fläche 180.836 km²
Einwohner 3.164.718 (Volkszählung 2016)
Dichte 18 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 IR-15

Koordinaten: 29° 41′ N, 57° 17′ O

In der Provinz leben 3.164.718 Menschen (Volkszählung 2016).[1] Die Fläche der Provinz erstreckt sich auf 180.836 Quadratkilometer. Die Bevölkerungsdichte beträgt 18 Einwohner pro Quadratkilometer.

Durch Kerman führt die alte Straße von Teheran nach Pakistan und Afghanistan. Der in der Region zum Teil noch verbreitete Kerman-Dialekt der persischen Sprache ist für Iraner aus Teheran nur schwer verständlich. Die Kermanis sprechen einen uralten Dialekt (genauso die Menschen aus Yazd, Chorasan, Sistan und Balutschestan oder Fars, da hier die Ethnie der Perser im Iran zahlreich vertreten ist), der noch viele echte persische Begriffe beinhaltet.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Das Klima der dünnbesiedelten Provinz ist wüstenhaft mit heißen trockenen Sommern und kalten ebenfalls trockenen Wintern. Die Hauptstadt heißt, wie die Provinz auch, Kerman und hat 320.000 Einwohner. Sie liegt in 1748 m Höhe und hat ein relativ angenehmes Klima.

Durch den Iran verläuft die Kontaktregion der Arabischen Platte und der Eurasischen Platte. Daher ist der Iran immer wieder Schauplatz starker Erdbeben. Insbesondere ist dann die Region Kerman stark betroffen.

GeschichteBearbeiten

In Kerman liegt der archäologische Fundort Dschiroft, nach der die Dschiroft-Kultur benannt ist und ins späte 3. Jahrtausend v. Chr. zeigt. Die Region Kerman taucht später bei den Achämeniden als Satrapie Karmanien (griechisch Καρμανία, lateinisch Carmania) auf.

Die mittelalterliche Provinz Kerman hatte Zugang zum Persischen Golf bzw. zum Arabischen Meer und war zusammen mit Hormozgan der Kern der Reiche der Kerman-Bujiden (10./11. Jahrhundert), der Kerman-Seldschuken (11./12. Jahrhundert) und auch der letzten Zand-Prinzen der Neuzeit (18. Jahrhundert).

ErdbebenBearbeiten

 
Mittelalterliches Eishaus Yachtschal in der Nähe von Kerman
 
Arg-e Bam vor dem Erdbeben 2003

Weite Teile des Iran gelten als erdbebengefährdet (siehe Iranische Platte).

1981 traten schwere Beben auf, im Juni bei Golbaf mit der Stärke 6,9 und im Juli bei Sirdsch und Schahdad mit der Stärke 7,3.

Am 26. Dezember 2003 hatte sich in der etwa 250 Kilometer südöstlich von Sarand bei der Stadt Bam ein Erdbeben der Stärke 6,6 ereignet, dem mindestens 26.000 Menschen zum Opfer fielen. Im Sommer 2004 kam es in der Region zu einem weiteren, aber leichteren Beben.

Am 22. Februar 2005 ereignete sich gegen 5:55 Uhr Ortszeit (3:25 MEZ) ein schweres Beben. Etwa 30.000 Menschen in 40 Dörfern waren davon betroffen. Die meisten Gebäude in der armen, schwach besiedelten Region sind aus Lehmziegeln errichtet, sie können Erdbeben kaum widerstehen.

Siehe auchBearbeiten

  • Dschiroft, archäologischer Fundort
  • Maymand, historisches Höhlendorf, Weltkulturerbe 2005

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. City Population: Iran – Städte und Provinzen.