Ken Ilsø

dänischer Fußballspieler

Ken Ilsø Larsen (* 2. Dezember 1986 in Hvidovre[1]) ist ein ehemaliger dänischer Fußballspieler.

Ken Ilsø
Ilsø, Ken DÜS 12-13 WP.JPG
Personalia
Name Ken Ilsø Larsen
Geburtstag 2. Dezember 1986
Geburtsort HvidovreDänemark
Größe 183 cm
Position Mittelfeld, Sturm
Junioren
Jahre Station
BK Pioneren
BK Friheden
Kjøbenhavns Boldklub
0000–2004 BK Frem
2004–2005 SC Heerenveen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2007 SC Heerenveen 1 0(0)
2007–2009 SønderjyskE Fodbold 52 (12)
2009–2011 FC Midtjylland 39 (10)
2011–2013 Fortuna Düsseldorf 69 (13)
2013–2014 VfL Bochum 16 0(2)
2014 Guangzhou R&F 10 0(2)
2015–2016 Home United Singapur 41 (30)
2017–2018 Kedah FA 18 (15)
2018 Penang FA ? 0(?)
2018–2019 Adelaide United 19 0(3)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2005 Dänemark U19 3 0(0)
2006 Dänemark U20 1 0(0)
2008 Dänemark U21 2 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Karriereende

KarriereBearbeiten

Anfänge in Dänemark und den Niederlanden (bis 2011)Bearbeiten

Ilsø begann seine Karriere in der Jugend beim Kopenhagener Verein Pioneren und weiteren Vereinen in der dänischen Hauptstadt, unter anderem dem BK Frem und Kjøbenhavns Boldklub. Im Jahr 2004 wechselte er in die Jugend des SC Heerenveen.

Nach seiner Jugendausbildung in den Niederlanden wurde Ilsø in die Profimannschaft geholt, für die er jedoch nur ein Spiel machte. 2007 kehrte er nach Dänemark zurück und unterschrieb einen Vertrag bei SønderjyskE.[2] 2009 wechselte er zum FC Midtjylland.[3]

In Deutschland (2011–2014)Bearbeiten

In der Winterpause 2010/11 wurde Ilsø bis zum Ende der Saison 2010/11 an den damaligen deutschen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausgeliehen. Sein erstes Spiel für die Fortuna absolvierte er am 23. Januar 2011 beim 2:4 im Berliner Olympiastadion gegen Hertha BSC, als er in der 83. Minute eingewechselt wurde.[4] Bei seinem Heimdebüt erzielte Ilsø eine Woche später drei Tore gegen den FSV Frankfurt.[5] Da er sich auch in den kommenden Spielen als treffsicher erwies, nutzten die Düsseldorfer die im Leihvertrag ausgehandelte Kaufoption[6] und sicherten sich für eine Ablösesumme von 300.000 Euro für zwei weitere Spielzeiten die Dienste des Dänen.[7] In der Folgesaison stieg Ilsø mit der Fortuna in die Bundesliga auf, nachdem man sich in der Relegation gegen Hertha BSC durchgesetzt hatte.

Am 31. Juli 2013 wechselte Ilsø zum Zweitligisten VfL Bochum und unterschrieb dort einen Zweijahresvertrag.[8] Sein Debüt absolvierte er am 4. Spieltag beim 2:2 gegen den FC St. Pauli, sein erstes Tor erzielte er beim 4:2-Sieg über den SC Paderborn 07 mit dem Treffer zum 3:2. Am 13. Februar 2014 löste der Verein Ilsøs Vertrag mit sofortiger Wirkung auf.[9]

Stationen außerhalb Europas (2014–2019)Bearbeiten

Ende Februar 2014 unterschrieb Ilsø einen Vertrag beim chinesischen Club Guangzhou R&F, der von Sven-Göran Eriksson trainiert wurde.[10] Am 29. Mai 2014 gab er seinen Abschied aus Guangzhou bekannt.[11]

Nachdem er Guangzhou verlassen hatte, reiste er sechs Monate durch Asien, bevor er im Januar 2015 zu Home United in die singapurische S-League wechselte.[12] Anfang Januar 2017 wechselte er zum malaysischen Club Kedah FA.[13] Über die Zwischenstation FA Penang wechselte Ilsø im Juli 2018 nach Australien zu Adelaide United und erhielt einen Einjahresvertrag.[14]

Dopingvergehen und KarriereendeBearbeiten

Im März 2019 wurde Ilsø aufgrund einer positiven Dopingprobe vom Januar des Jahres vorläufig bis zum Ergebnis der B-Probe suspendiert.[15] Die Probe wies einen positiven Befund auf Kokain auf. Endgültig wurde er am 18. Oktober 2019 durch den australischen Fußballverband für zwei Jahre gesperrt.[16] Der Däne akzeptierte die Sperre und erklärte damit zusammenhängend das Ende seiner aktiven Karriere.[17]

PrivatesBearbeiten

Seine Eltern Else Ilsø Larsen und Finn Ilsø sind beide bekannte Sportler in Dänemark. Finn war ein professioneller Fußballspieler und Else spielte Handball in der dänischen Jugend-Nationalmannschaft.

Ken hat zwei Brüder, Nick und Marco. Marco ist Schauspieler und bekannt aus der TV-Serie Vikings.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. From the Bundesliga to the S.League – How Ken Ilsø's wanderlust led him Home fourfourtwo.com, abgerufen am 1. August 2016 (englisch)
  2. Heerenveens Larsen terug naar Denemarken (niederländisch) voetball international. 15. Januar 2007. Archiviert vom Original am 12. Oktober 2012. Abgerufen am 23. Juli 2011.
  3. Ken Ilsø skifter til FC Midtjylland (dänisch) sporten.dk. 1. September 2009. Abgerufen am 21. September 2010.
  4. kicker.de: Ergebnisse des 19. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga
  5. 6:0! Meier-Elf mit Galaabend. rp-online.de. 28. Januar 2011. Archiviert vom Original am 31. Januar 2011. Abgerufen am 28. Januar 2011.
  6. Ken Ilsø kommt zu Fortuna Düsseldorf. fortuna-duesseldorf.de. 19. Januar 2011. Archiviert vom Original am 22. Januar 2011. Abgerufen am 23. Juli 2011.
  7. FC Midtjylland sælger Ken Ilsø (dänisch) Tipsbladet.dk. 9. Mai 2011. Abgerufen am 11. Mai 2011.
  8. Ilsö unterschreibt beim VfL. vfl-bochum.de. 31. Juli 2013. Archiviert vom Original am 3. August 2013. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  9. Ilsö-Vertrag aufgelöst. reviersport.de. 13. Februar 2014. Abgerufen am 13. Februar 2014.
  10. Ken Ilsø Fortsætter Karriereni Kina Under Trænerikon (dänisch) worldnews network. 1. März 2014. Abgerufen am 2. März 2014.
  11. Ophør af samarbejde (dänisch) Still tripping, a journal by Ken Ilsø. 29. Mai 2014. Abgerufen am 5. Juni 2014.
  12. Nächste Ausfahrt Singapur. reviersport.de. 25. Januar 2015. Abgerufen am 17. Februar 2015.
  13. nordschleswiger.dk: Ken Ilsø wechselt nach Malaysia. (Nicht mehr online verfügbar.) 3. Januar 2017, archiviert vom Original am 4. Januar 2017; abgerufen am 4. Januar 2017.
  14. Adelaide United F.C. (Hrsg.): Ilsø pens deal with Reds. In: Adelaide United. 6. Juli 2018, abgerufen am 22. Juli 2018 (englisch).
  15. Doping Suspendierung, Bericht auf theguardian.com vom 22. März 2019, Seite auf engl., abgerufen am 22. März 2019
  16. Ken Ilsö wegen Kokainkonsums zwei Jahre gesperrt. In: Rheinische Post. 18. Oktober 2019, abgerufen am 18. Oktober 2019.
  17. Positiver Kokaintest: Ilsö nach „schwachem Moment“ 2 Jahre gesperrt – Karriere beendet, transfermarkt.de, abgerufen am 18. Oktober 2019