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Karsten Mielke

deutscher Schauspieler
(Weitergeleitet von Karsten Antonio Mielke)

LebenBearbeiten

Karsten Antonio Mielke wurde im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco geboren. Er wuchs in Schleswig-Holstein auf und machte seine ersten Schauspielerfahrungen im Alter von zehn Jahren beim Deutschen Roten Kreuz (DRK).[3] Nach Reisen durch Europa zog er mit Anfang Zwanzig nach Berlin.[3] Seine Schauspielausbildung erhielt er in London am London Drama Centre und am Giles Forman Studio.[1] Anschließend setzte er in Deutschland seine Ausbildung am Schauspielstudio „Actors Space Berlin“ (2008–2012) fort, wo er hauptsächlich Kurse in Method Acting, Meisner-Technique und Filmacting belegte.[1][2] Zu seinen Lehrern gehörten Larry Moss und Lena Lessing.[1][2]

Mielke arbeitet als Schauspieler für Film und Fernsehen und steht seit 2009 regelmäßig für Kinoproduktionen, Krimireihen und TV-Serien vor der Kamera. Für das Kino arbeitete er u. a. mit Thomas Sieben, Bryan Singer, Feo Aladağ und Mascha Schilinski zusammen.

In dem kammerspielartigen Kinofilm Die Tochter (2017) spielte Mielke, mit Artemis Chalkidou als Partnerin, die männliche Hauptrolle des Jimmy, der zwei Jahre nach der Trennung anlässlich des Verkaufs des gemeinsamen Ferienhauses auf einer kleinen Vulkan-Insel in der Ägäis mit seiner Frau einen Neuanfang als Liebespaar wagen will.[3][4] Für seine Darstellung wurde er 2017 als „Bester Hauptdarsteller“ beim Evolution Filmfestival Mallorca und als „Bester männlicher Hauptdarsteller“ beim Cypros International Filmfestival ausgezeichnet.[1][2]

Im Tatort: Zeit der Frösche (Erstausstrahlung: April 2018) stellte Mielke den verdächtigen Drogenjunkie Bernd Hartl dar.[5] In der TV-Sozialkomödie Keiner schiebt uns weg (2018) verkörperte Mielke, an der Seite von Alwara Höfels, den frustrierten Familienvater und Ruhrpott-Macho Kalle Kobel.[6][7]

In dem TV-Drama Vermisst in Berlin (Erstausstrahlung: Februar 2019) spielte er den schnauzbärtigen Streifenpolizisten Paul, mit dem die Ex-Polizistin und frühere LKA-Ermittlerin Judith Volkmann (Jördis Triebel) eine Affäre hat.[8] In der ZDF-Krimireihe Kommissarin Heller (2019) übernahm er eine Hauptrolle als wegen zweifacher Vergewaltigung inhaftierter Sexualstraftäter Dirk Köster.[9] Im Dortmunder Tatort: Inferno (Erstausstrahlung: April 2019) spielte er den Anlagentechniker Paul Mohnheim, den Ehemann einer getötenen Internistin, der von seiner Frau betrogen wurde und bei seiner polizeilichen Befragung „völlig ausrastet“.[10] In dem Fernsehfilm Nachts baden (2019) spielte er eine der Hauptrollen, den selbstverliebten Musikmanager und Musikproduzenten Butzke, den Ex-Freund der Rockmusikerin Pola (Maria Furtwängler), der eine Affäre mit deren junger Tochter (Tijan Marei) eingeht.[11][12] In der Fernsehreihe Der Usedom-Krimi verkörperte er im 10. Film mit dem Titel Träume (2019) den charismatischen Hobby-Falkner Dirk Bodin, den manipulativen, väterlichen Freund eines beruflich gescheiterten jungen Bauunternehmersohns.[13][14]

Episodenrollen übernahm er in den TV-Serien Notruf Hafenkante, SOKO Leipzig und SOKO Wismar (2018, als früherer Drogendealer). In der ZDF-Serie SOKO Köln (2018) hatte er eine dramatische Rolle als ehemaliger Berufsboxer, der unter Verdacht gerät, einen Mord begangen zu haben.[15]

Karsten Antonio Mielke lebt in Berlin.[1][2]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Karsten Mielke bei schauspielervideos.de. Abgerufen am 28. Januar 2019.
  2. a b c d e Karsten Antonio Mielke. Profil und Vita bei e-TALENTA (engl.). Abgerufen am 18. Februar 2019.
  3. a b c Die Tochter. Pressemappe. Abgerufen am 18. Februar 2019.
  4. Berliner Kinostart - Ein geniales Kammerspiel. Abgerufen am 18. Februar 2019.
  5. Szenenbilder aus dem "Tatort: Zeit der Frösche". Abgerufen am 18. Februar 2019.
  6. Keiner schiebt uns weg. Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz Das Erste. Abgerufen am 18. Februar 2019.
  7. Keiner schiebt uns weg...: TV-Tipps am Mittwoch. TV-Kritik: In: Abendzeitung vom 14. November 2018. Abgerufen am 18. Februar 2019.
  8. „Vermisst in Berlin“: Im ZDF-Drama geht es um kriminelle Clans. TV-Kritik: In: Wolfsburger Allgemeine vom 10. Februar 2019. Abgerufen am 18. Februar 2019.
  9. Kommissarin Heller: Herzversagen. Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. Abgerufen am 18. Februar 2019.
  10. Tatort im SWP-Check: „Inferno“: So wird der Krimi aus Dortmund am Sonntag. In: Südwestpresse vom 14. April 2019. Abgerufen am 16. April 2019.
  11. ANTI-MACHO MIT HALTUNG: Jonathan Berlin heute im ARD-Film „Nachts baden“. In: Neue Osnabrücker Zeitung vom 25. September 2019. Abgerufen am 29. September 2019.
  12. Verwässerte Konflikte. In: Weserkurier vom 30. August 2019. Abgerufen am 29. September 2019.
  13. NDR | ARD Degeto: Träume – Der Usedom-Krimi. Handlung, Besetzung und Bildergalerie. Abgerufen am 15. November 2019.
  14. TV-Tipp: "Träume - Der Usedom-Krimi" (ARD). TV-Kritik von Tilmann P. Gangloff bei evangelisch.de. Abgerufen am 15. November 2019.
  15. SOKO Köln: Monster. Abgerufen am 18. Februar 2019.