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Kameraden auf See ist ein 1938 gedrehter deutscher Spielfilm von Heinz Paul. Es ist der vierte und letzte NS-Propagandafilm, den Heinz Paul realisierte. Die Hauptrollen in diesem Film, der als Vorbehaltsfilm dem Publikum heute nur eingeschränkt zugänglich ist, spielten Paul Wagner und Jaspar von Oertzen.

Filmdaten
OriginaltitelKameraden auf See
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1938
Länge91 Minuten
AltersfreigabeFSK Vorbehaltsfilm
Stab
RegieHeinz Paul
DrehbuchPeter Francke
Ingo Adalbert Zerbe
ProduktionAlfred Greven (Terra-Filmkunst GmbH Berlin)
MusikRobert Küssel
KameraHans Schneeberger
Besetzung

HandlungBearbeiten

Der Fähnrich Peter fährt 1936 unter Kapitänleutnant Rank auf einem deutschen Torpedoboot. Er verliebt sich in Carmita, die hübsche Schwester eines Kameraden. Sein Vorgesetzter Rank verliebt sich ebenfalls in Carmita. Rank macht ihr einen Heiratsantrag, den sie annimmt. Carmita und ihr Vater befinden sich auf einem zivilen Küstenschiff, als es von spanischen Kommunisten aufgebracht wird. Rank erhält den Befehl nicht einzugreifen. Gleichwohl starten Peter und ein Kamerad auf eigene Faust eine Befreiungsaktion, bei der Peters Kamerad gefangen genommen wird. Nun entschließt sich auch Kapitänleutnant Rank, seine Befehle zu missachten. Er befreit seine Kameraden aus der Gefangenschaft.

ProduktionBearbeiten

Der Film wurde von Alfred Greven (Terra-Filmkunst GmbH Berlin) unter der Produktionsleitung von Alfred Bittins produziert. Die Herstellungsleitung oblag Hans Tost. Die Bauten stammen von Heinrich C. Richter und Gabriel Pellon. Die Dreharbeiten fanden in Kiel, Flensburg und im Golf von Genua statt. Der Film wurde am 12. März 1938 uraufgeführt.

MusikBearbeiten

Das Titellied „Kameraden auf See“ wird heute noch von der Deutschen Marine gespielt.[1] Der Text stammt von Goetz Otto Stoffregen.[2] Für den Titel „Hamburg, von dir träumt jeder Seemann“ schrieb Bruno Balz den Text.[3] Seine Mitwirkung wurde wegen seiner Homosexualität nicht erwähnt.

RezeptionBearbeiten

Der Film-Kurier schrieb über den Film: „Dieser Film ist ein erfrischendes Werk, eine saubere, anständige Arbeit […] – er dient in seinem Beispielgeben von Kameradschaft, von Bereitsein, in seinen prächtigen Bildern und Schilderungen vom Seemannsleben der Jugend, von kühnen Fahrten zur See und vom herzlichen, opferbereiten Geist der neuen deutschen Kriegsmarine dem ganzen Volke.“[4] Von der Filmprüfstelle erhielt er das Prädikat „staatspolitisch wertvoll“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er wegen der in ihm enthaltenen nationalsozialistischen Propaganda als Vorbehaltsfilm eingestuft. Seine öffentliche Aufführung ist seitdem nur eingeschränkt möglich. Heute beansprucht die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung die Auswertungsrechte.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dtsch. Führungsstab der Streitkräfte: Liederbuch der Bundeswehr, Voggenreiter Verlag Bonn 1991, Seite 38
  2. Robert Küssel, Goetz Otto Stoffregen: Kameraden auf See: Marsch aus dem gleichnamigen Woelffer-Film der Terra-Filmkunst GmbH, Echo-Musikverl. Berlin 1938
  3. Bruno Balz bei IMDb, abgerufen am 13. September 2013
  4. Illustrierter Film-Kurier – vom 14. März 1938, Programmheft zu Kameraden auf See, hrsg. von den Vereinigten Verlagsgesellschaften Franke & Co., Berlin 1938