Alfred Bittins

deutscher Filmproduzent

Alfred Richard Paul Bittins (* 7. Oktober 1909 in Berlin; † 24. November 1970 ebenda) war ein deutscher Filmproduzent, Herstellungs- und Produktionsleiter.

LebenBearbeiten

Bittins hatte die Handelsschule besucht und absolvierte drei Jahre lang eine kaufmännische Lehre. Im Dezember 1933 nahm er eine Anstellung als Produktionsassistent beim Film an.

Seinen Einstand als Produktionsleiter gab er 1935 bei der kleinen Produktionsgesellschaft 'Delta Film', für die er als erstes den plump antikommunistischen NS-Propagandastreifen Friesennot herzustellen hatte. Bittins blieb zunächst bei der 'Delta', arbeitete anschließend aber auch für größere Gesellschaften wie Terra und Tobis, ohne jedoch an wirklich wichtigen Produktionen beteiligt zu werden. Erst nach dem Krieg gelangen Bittins moderate Erfolge sowohl als Produktions- wie später auch als Herstellungsleiter.

Mit Beginn der 60er Jahre war Bittins als Herstellungsleiter für einige dürftige Komödien der 'Piran Film' zuständig, ehe er sich Mitte des Jahrzehnts – zu einer Zeit, in der der bundesdeutsche Unterhaltungsfilm nahezu aufgehört hatte, zu existieren – als Produzent selbständig machte. Bittins starb kurz nach der Vollendung des ambitionierten Fernsehteiler Deutschstunde, einer Inszenierung von Peter Beauvais nach einer Romanvorlage von Siegfried Lenz.

Bittins war mit der Schauspielerin Heli Finkenzeller verheiratet. Sein Sohn Michael Bittins hat den Beruf des Vaters gewählt.

FilmografieBearbeiten

als Produzent, Produktions- oder Herstellungsleiter:

LiteraturBearbeiten

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A – C. Erik Aaes – Jack Garson. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 402.

WeblinksBearbeiten