Hauptmenü öffnen

Paul Wagner (Schauspieler)

deutscher Schauspieler

Leben und KarriereBearbeiten

Paul Wagner war der Bruder des drei Jahre jüngeren Schauspielers Konrad Wagner. Er stand seit Anfang der 1930er-Jahre als Filmschauspieler vor der Kamera, eine seiner ersten Rollen hatte er in Richard Oswalds Kinofilm Der Hauptmann von Köpenick (1931). Er stand zwar in den nächsten Jahrzehnten immer wieder vor der Kamera, doch blieben Wagners Auftritte auf Nebenrollen beschränkt. Seine signifikanteste Filmrolle hatte der Charakterdarsteller wohl 1956 als autoritärer Vater von Horst Buchholz und Christian Doermer im Jugenddrama Die Halbstarken. Gegen Ende seines Lebens, in den 1960er-Jahren, war Konrad Wagner auch in mehreren Fernsehfilmen zu sehen. Des Weiteren arbeitete er im Laufe seiner Karriere als Theaterschauspieler. 1932 spielte er bei den ersten Römerberg-Festspielen in Frankfurt am Main die Titelrolle in Goethes Egmont.

Vielen dürfte Wagner auch durch seine Stimme bekannt sein, denn in deutschen Synchronisationen der Nachkriegszeit lieh er zahlreichen internationalen Charakterschauspielern seine Stimme. So etwa Fredric March (u. a. Man nannte ihn Hombre und An einem Tag wie jeder andere), Cedric Hardwicke (u. a. Die zehn Gebote und Cocktail für eine Leiche), Dean Jagger (u. a. Weiße Weihnachten und Elmer Gantry), Leo G. Carroll (u. a. Der Preis), John McIntire (u. a. Psycho) und Ralph Richardson (in Doktor Schiwago).

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Synchronrollen (Auswahl)[1]Bearbeiten

Schauspieler Film/ Serie Rolle
Dean Jagger Elmer Gantry – Gott ist im Geschäft William L. Morgan
Weiße Weihnacht General Waverly
Jeff Corey Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill Trooper
Laurence Payne Ben Hur Joseph
Reginald Owen Flucht aus Paris (Synchronisation 1952) Stryver
Trevor Bardette Duell mit dem Teufel Sheriff Walter Dunham
Sir Cedric Hardwicke Cocktail für eine Leiche (erste Synchronisation 1963) Mr. Kentley
Taylor Holmes Blondinen bevorzugt Gus Esmond sr.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutsche Synchronkartei. In: www.synchronkartei.de. Abgerufen am 5. Oktober 2016.