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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Kösching
Kösching
Deutschlandkarte, Position des Marktes Kösching hervorgehoben
Koordinaten: 48° 49′ N, 11° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Eichstätt
Höhe: 389 m ü. NHN
Fläche: 55,67 km2
Einwohner: 9695 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85092
Vorwahl: 08456
Kfz-Kennzeichen: EI
Gemeindeschlüssel: 09 1 76 139
Marktgliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
85092 Kösching
Website: www.koesching.de
Bürgermeisterin: Andrea Ernhofer (SPD)
Lage des Marktes Kösching im Landkreis Eichstätt
Landkreis Donau-RiesLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis RegensburgLandkreis KelheimLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis Neuburg-SchrobenhausenIngolstadtHaunstetter ForstAdelschlagAltmannsteinBeilngriesBöhmfeldBuxheim (Oberbayern)Denkendorf (Oberbayern)DollnsteinEgweilEichstättEitensheimGaimersheimGroßmehringHepbergHitzhofenKindingKipfenbergKöschingLentingMindelstettenMörnsheimNassenfelsOberdollingPollenfeldPförringSchernfeldStammham (bei Ingolstadt)TittingWaltingWellheimWettstettenKarte
Über dieses Bild

Kösching (bairisch Kesching) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Eichstätt und liegt nordöstlich von Ingolstadt. Der Markt Kösching erstreckt sich über eine Gesamtfläche von mehr als 5550 ha, davon 279 ha bebaut. Er hat über 10.000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

 
Rathaus von Kösching

GemeindegliederungBearbeiten

Der Markt Kösching besteht seit der Gemeindegebietsreform aus fünf amtlich benannten Gemeindeteilen, dem Hauptort Kösching, den Pfarrdörfern Bettbrunn und Kasing, dem Weiler Desching und der Einöde Hellmannsberg.[2]

NachbargemeindenBearbeiten

Altmannstein, Mindelstetten, Oberdolling, Großmehring, Ingolstadt, Lenting (Autobahnausfahrt A9), Hepberg (Autobahnraststätte „Köschinger Forst“) und Stammham.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Obwohl es Hinweise auf noch ältere germanische Siedlungen gibt, wird die Gründung Köschings offiziell auf das Jahr 80 n. Chr. datiert. Die Römer überquerten die Donau und gründeten das „Castellum Germanicum“, um diese natürliche Grenze gegen die Übergriffe der Germanen zu sichern. Später unterstützte das „Castellum Germanicum“ den Limes, welcher einige Kilometer weiter nördlich im Wald verlief. Um 245 wurde dieses Kastell aufgegeben. Germanische Siedlungen am nördlich gelegenen Eixelberg bestanden weiterhin. Um 895 wird erstmals der Ort „Cheskingen“ genannt und um 1000 trug der Wald bereits den Namen „Keschinger Forst“. 1293 fielen die Burg Kösching und der Forst an die Wittelsbacher. Noch heute befindet sich ein beträchtlicher Teil des Forstes im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF).

Im Jahre 1310 wurde Kösching in der Landesteilungsurkunde von Herzog Ludwig IV. von Oberbayern und Pfalzgraf bei Rhein (dem späteren Kaiser Ludwig dem Bayern) zum ersten Mal als Markt urkundlich erwähnt. 1366 wurden die Rechte des Bannmarktes bestätigt. Seit dieser Zeit trägt Kösching den Titel Markt. In den Jahren 1649/50 wurde Kösching von einer Pestepidemie heimgesucht. 1651 entstand daher nach dem Ende der Pest gemäß einem Gelöbnis die „Bruderschaft des Heiligen Sebastian“. Seitdem pilgert die Bruderschaft (abgesehen von einigen Unterbrechungen) jährlich über Schambach zur Kirche des Hl. Sebastian nach Arnsberg.

1838 hatte der Ort 193 Häuser und 1133 Einwohner,[3] 1861 510 Gebäude und 1277 Einwohner (davon 7 Mennoniten).[4]

20. JahrhundertBearbeiten

Den Zweiten Weltkrieg überstand Kösching, ohne allzu große Sachschäden daraus davonzutragen. Jedoch wurde der Markt anschließend von etwa 1200 Heimatvertriebenen, überwiegend aus dem Sudetenland und Ungarn, in seiner sozialen Kompetenz herausgefordert. In den folgenden Jahrzehnten wuchs Kösching zu einem größeren Ort heran.

Kösching besaß mit der gleichnamigen Station einen Eisenbahnanschluss an der Bahnstrecke Ingolstadt–Riedenburg. Personenverkehr bestand zwischen dem 1. Mai 1903 und der endgültigen Betriebseinstellung am 28. Mai 1972.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Oktober 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Kasing eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Bettbrunn hinzu.[5]

EinwohnerzahlenBearbeiten

Ort Einwohner
Kösching 8611
Kasing 1388
Bettbrunn 270
Interpark 8
Stand: 1. Juni 2019

[6] Haupt- und Zweitwohnsitze

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Sitzverteilung seit 2014:

  • SPD 6 Sitze
  • Unabhängige Wählergemeinschaft 6 Sitze
  • CSU 8 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Am 30. März 2014 wurde Andrea Ernhofer (* 1969) zur neuen Bürgermeisterin gewählt, sie trat das Amt am 1. Mai 2014 an.[7]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Gespalten; vorne weiß-blau gerautet (bayerische Wecken), hinten in Silber auf grünem Bogenschildfuß ein Laubbaum in natürlichen Farben.“

Der Baum stand bis vor einigen Jahren in rotem Feld, das Wappen wurde jedoch nach neuesten geschichtlichen Aspekten geändert.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Marktplatz von Kösching mit Osterbrunnen und Kirche „Maria Himmelfahrt“

Die Ausstellung im Museum Kösching veranschaulicht die kontinuierliche Siedlungsgeschichte des Landkreises sowie das Leben seiner Menschen von der Altsteinzeit bis in die Gegenwart.

Auf Köschinger Gebiet befinden sich fünf Kirchen: die Barockkirche „Maria Himmelfahrt“, die Peterskirche aus dem 16. Jahrhundert, die Kirche „St. Martin“ in Kasing und die Wallfahrtskirche „St. Salvator“ in Bettbrunn mit der ältesten Hostienwallfahrt seit dem Jahr 1125. 2018 wurde die evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche eingeweiht. Von Bettbrunn aus führt der Ostbayerische Jakobsweg von Regensburg kommend weiter durch den Köschinger Forst in Richtung Eichstätt. Dabei wird der Weg von verschiedenen künstlerisch gestalteten Ruhe- und Raststationen gesäumt.

Baudenkmäler

SportBearbeiten

  • Der größte Verein Köschings ist der TSV Kösching 1897. Folgende Sportarten werden angeboten: Fußball, Badminton, Judo, Radsport, Schach, Ski, Tennis, Turnen/Gymnastik sowie Volleyball.

Auch der Spielmannszug und das zugehörige Blasorchester ist eine Abteilung des TSV 1897 Kösching e.V.

  • Außerdem gibt es noch die DJK Kösching, die als reiner Tischtennisverein fungiert.
  • des Weiteren gibt es außerdem noch den Schützenverein FSG Kösching
  • sowie der Reit und Fahrverein Kösching
  • In Kösching befindet sich zudem ein Hallenfreibad und eine Dreifachturnhalle.

Soziale und wirtschaftliche InfrastrukturBearbeiten

In Kösching stehen für Kinder vier Kindergärten zur Verfügung, der Stegbach-Kindergarten und die Kindergärten „im Bogen“, Schlehenstein und Kasing. Weiterhin gibt es eine Montessori-Kinderkrippe sowie einen Kinderhort. Im Ort befinden sich drei Schulen die Rudolph Winterstein Volksschule, die Montessori-Grundschule und die Realschule Kösching.

Neben einem Seniorenwohnheim mit Pflegestation gibt es in Kösching eine Caritas Sozialstation, eine Rettungswache des Bayrischen Roten Kreuzes und das Kreiskrankenhaus für den Landkreis Eichstätt, das den Rang einer Klinik hat.

Daneben gibt es in Kösching eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten und Discount-Märkten. Seit 1990 ist Kösching an den Ingolstädter Verkehrsverbund INVG angeschlossen und wurde 2005 zusammen mit der Nachbargemeinde Großmehring als wirtschaftliches Unterzentrum eingestuft.

PersönlichkeitenBearbeiten

OrtsnecknameBearbeiten

Ortsneckname der Köschinger ist Mantelflicker.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kösching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Kösching in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. Dezember 2017
  3. Bistum Regensburg (Hrsg.): Matrikel des Bisthums Regensburg. bearbeitet von Josepf Lipf. Pustet, Regensburg 1838, S. 204 (Digitalisat).
  4. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 133, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 492.
  6. Einwohnerzahlen | Markt Kösching. Abgerufen am 25. August 2019.
  7. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/