Hepberg

Gemeinde in Deutschland

Hepberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hepberg
Hepberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hepberg hervorgehoben

Koordinaten: 48° 49′ N, 11° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Eichstätt
Höhe: 441 m ü. NHN
Fläche: 4,16 km2
Einwohner: 2881 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 693 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85120
Vorwahl: 08456
Kfz-Kennzeichen: EI
Gemeindeschlüssel: 09 1 76 131
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 5
85120 Hepberg
Website: www.hepberg.de
Bürgermeister: Raimund Lindner (FW)
Lage der Gemeinde Hepberg im Landkreis Eichstätt
Landkreis Donau-RiesLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis RegensburgLandkreis KelheimLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis Neuburg-SchrobenhausenIngolstadtHaunstetter ForstAdelschlagAltmannsteinBeilngriesBöhmfeldBuxheim (Oberbayern)Denkendorf (Oberbayern)DollnsteinEgweilEichstättEitensheimGaimersheimGroßmehringHepbergHitzhofenKindingKipfenbergKöschingLentingMindelstettenMörnsheimNassenfelsOberdollingPollenfeldPförringSchernfeldStammham (bei Ingolstadt)TittingWaltingWellheimWettstettenKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Hepberg liegt in der Planungsregion Ingolstadt im südlichen Landkreis Eichstätt und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Es gibt nur die Gemarkung und den Gemeindeteil Hepberg.[2]

NachbargemeindenBearbeiten

Stammham
Lenting   Kösching
Lenting

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Hepberg gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Vohburg des Kurfürstentums Bayern. Die Freiherren Müller von Gnadenegg besaßen hier die seit dem 15. Jahrhundert bestehende offene Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Während der Gebietsreform in Bayern sollte die Gemeinde Hepberg nach Lenting eingemeindet werden. In einer Abstimmung am 28. Dezember 1971 entschied sich aber die Bevölkerung von Hepberg mit 77,1 % gegen eine Eingemeindung. In der Folge gründete sich 1978 die Verwaltungsgemeinschaft Lenting mit den Gemeinden Hepberg, Lenting, Stammham und Wettstetten. Bis zum Tag vor dem Austritt Hepbergs am 1. Januar 1994 bestand die Verwaltungsgemeinschaft nur noch aus Hepberg und Lenting.[3]

 
Romanische St.-Oswald-Kirche

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.814 auf 2.881 um 1.067 Einwohner bzw. um 58,8 %.

  • 1961: 0994 Einwohner
  • 1970: 1118 Einwohner
  • 1987: 1760 Einwohner
  • 1991: 1913 Einwohner
  • 1995: 2192 Einwohner
  • 2000: 2441 Einwohner
  • 2005: 2449 Einwohner
  • 2010: 2450 Einwohner
  • 2015: 2859 Einwohner

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat von Hepberg hat 15 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2020 Raimund Lindner (FHB).

WappenBearbeiten

Der Gemeinderat Hepberg hat mit Beschluss vom 11. Juli 1972 das rechts oben abgebildete Wappen angenommen. Das Mühlrad steht für das Adelsgeschlecht derer von Gnadenegg; der Rabe ist Attribut des Heiligen Oswald.


BaudenkmälerBearbeiten

BodendenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.144 Millionen Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 191.000 €. Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 82 und im Bereich Handel und Verkehr 13 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 110 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 854. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 sechs landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 274 ha, davon waren 260 ha Ackerfläche und 14 ha Dauergrünfläche.

VerkehrBearbeiten

 
Anschlussstelle Lenting der A 9

Hepberg liegt in unmittelbarer Nähe zur Anschlussstelle Lenting (60) der Bundesautobahn 9. Außerdem ist der Ort an das Verkehrsnetz der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft (INVG) angebunden.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2008):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze
  • Volksschule Hepberg (Grundschule)

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Franz Mattes (* 1949), Domkapitular und Caritasdirektor des Bistums Eichstätts, in Hepberg geboren
  • Serkan Atak (* 1984), Fußballspieler, spielte beim FC Hepberg

WeblinksBearbeiten

Commons: Hepberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Hepberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 14. September 2019.
  3. Schicksalstag für Hepberg: Im Dezember 1971 sprachen sich die Bürger gegen eine Eingemeindung aus, auf www.donaukurier.de, abgerufen am 3. Januar 2017