Hauptmenü öffnen

Joanna Barnes

US-amerikanische Schauspielerin

Joanna Barnes (* 15. November 1934 in Boston, Massachusetts) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Das Haus in Boston, in dem Joanna Barnes aufwuchs, gehörte ihrer Familie seit 1634.[1] Sie absolvierte die Milton Academy und 1956[2] das Smith College, wo sie Redakteurin bei der Collegezeitung war und den Schlüssel der Ehrengesellschaft Phi Beta Kappa erhielt.[1]

Nach dem College strebte sie eigentlich eine schreibende Tätigkeit an, wurde aber von der Schauspielerin Carmel Myers zu den Columbia Studios geschickt. Dort wurde sie als Schauspielerin unter Vertrag genommen.[1][2] Für die Rolle der Gloria Upson in Die tolle Tante erhielt sie eine Nominierung für den Golden Globe Award. Sie spielte die Jane Parker in Tarzan, der Herr des Urwaldes und die Claudia Marius in Stanley Kubricks Film Spartacus. Größere Rollen hatte sie auch in Goodbye Charlie von Vincente Minnelli, in Die Gewaltigen von Burt Kennedy und in Die nackten Tatsachen von Alexander Mackendrick. Sie trat auch in zwei Verfilmungen von Erich Kästners Roman Das doppelte Lottchen auf: 1961 in Die Vermählung ihrer Eltern geben bekannt spielte sie die Vicky Robinson, die den Vater der Zwillinge heiraten will um an dessen Geld zu kommen. 1998 in Ein Zwilling kommt selten allein hieß die entsprechende Figur Meredith Blake und wurde von Elaine Hendrix dargestellt. Joanna Barnes spielte die Mutter dieser Figur, Vicki Blake.

Joanna Barnes war in vielen Serien zu sehen, sie hatte Gastrollen in so erfolgreichen Serien wie Maverick, Die Unbestechlichen, 77 Sunset Strip, Alias Smith und Jones, Dr. med. Marcus Welby, Quincy, Drei Engel für Charlie, Trapper John, M.D., Hart aber herzlich, Remington Steele oder Mord ist ihr Hobby. In 21 Beacon Street hatte sie die Rolle der Lola, eine der Hauptrollen,[3] und in The Trials of O’Brien spielte sie die Ex-Frau von Daniel O’Brien (Peter Falk).[3] Ab 1965 gehörte sie mehrfach dem Rateteam in der sehr erfolgreichen Unterhaltungsshow What's My Line an.[4]

Joanna Barnes wurde mehrfach von Bettina Schön synchronisiert, aber auch von Regine Albrecht, Hallgard Bruckhaus, Brita Sommer, Barbara Adolph und Doris Gallart.[5]

Neben ihrer Karriere als Schauspielerin war Joanna Barnes auch als Autorin tätig. Schon früh schrieb sie eine wöchentliche Kolumne über Innendekoration namens Touching Home für den Chicago Tribune.[1][6] Bald verfasste sie auch Bücherbesprechungen für die Los Angeles Times.[1][7] Darüber hinaus veröffentlichte sie ab 1968 eigene Bücher, zunächst ein Buch über Innendekoration[8], danach die Romane[9] The Deceivers,[10] Who Is Carla Hart?,[11] Pastora[12] und Silverwood.[13]

Joanna Barnes war dreimal verheiratet, zunächst kurz mit Richard Edward Herndon,[14] von 1962[15] bis zur Scheidung 1967[14] mit dem Schauspieler Lawrence Dobkin[15] und schließlich von 1980[14] bis zu dessen Tod am 17. Januar 2012 mit dem Architekten Jack Lionel Warner.[16]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

FilmeBearbeiten

FernsehserienBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

Bei den Golden Globe Awards 1959 war Joanna Barnes in der Kategorie Beste Nachwuchsdarstellerin für ihre Leistung in dem Film Die tolle Tante nominiert, konnte den Award aber nicht gewinnen.

BücherBearbeiten

An vielen Stellen werden die Bücher mehrerer Autorinnen mit dem Namen Joanna Barnes zusammen aufgelistet.[17] 1988 schrieb die Los Angeles Times, dass Barnes an ihrem sechsten Buch, dem fünften Roman, arbeite,[7] fast 20 Jahre später sagte Joanna Barnes in einem Interview bei dem britischen Fanzine Simian Scrolls, dass sie die Arbeit an ihrem sechsten Buch für den Umzug nach Nordkalifornien gestoppt habe.[18]

Die Auflistung folgt der UC Santa Barbara Library.[19] Die Library of Congress listet lediglich die vier Romane.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Joanna Barnes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e Hedda Hopper: Joanna Barnes Oriented to Work. In: Los Angeles Times. 5. Januar 1965 (englisch, online [abgerufen am 16. Oktober 2016]).
  2. a b A Jane With a Brain For Tarzan. In: Life Magazine. 16. November 1959, S. 71–73 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 16. Oktober 2016]).
  3. a b Hal Erickson: Joanna Barnes. In: AllMovie. Abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  4. Joanna Barnes. In: Turner Classic Movies. Abgerufen am 27. Oktober 2018 (englisch).
  5. Joanna Barnes. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 16. Oktober 2016.
  6. Joanna Barnes: Spice for Kitchen. In: Chicago Tribune. Chicago 22. Dezember 1963 (englisch, Beispiel für Touching Home [abgerufen am 16. Oktober 2016]).
  7. a b Joanna Barnes: The Loneliness of the Later Intimacies : SECOND CHANCES by Alice Adams (Alfred A. Knopf: $18.95; 257 pp.). In: Los Angeles Times. Los Angeles 8. Mai 1988 (englisch, Beispiel für eine Buchbesprechung [abgerufen am 16. Oktober 2016]).
  8. STARTING FROM SCRATCH: A Guide to Home Decorating. In: Kirkus. 20. August 1968, abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  9. Zum Listing siehe #Romane.
  10. John Leonard: Books of The Times. In: The New York Times. 29. September 1970 (englisch, online [abgerufen am 16. September 2016] dritte Kritik im Artikel).
  11. WHO IS CARLA HART? In: Kirkus. 30. April 1973, abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  12. Pastora. In: Goodreads. Abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  13. Vernon Scott: Truth in ‘Silverwood’ Stranger Than It's Fiction. In: Chicago Tribune. 4. April 1985 (englisch, online [abgerufen am 16. Oktober 2016]).
  14. a b c Joanna Barnes. In: Memorial da Fama. Abgerufen am 16. Oktober 2016 (portugiesisch).
  15. a b Joanna Barnes in der Notable Names Database (englisch)
  16. PASSINGS: Richard J. Sheirer, Jiri Raska, Jack Lionel Warner. In: Los Angeles Times. 23. Januar 2012, abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  17. Zum Beispiel Joanna Barnes. In: Goodreads. Abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).
  18. Dean Preston: Joanna Barnes Carsia. In: Simian Scrolls. Band 12, 2006, S. 32 (englisch, online [PDF; abgerufen am 16. Oktober 2016]).
  19. Santa Barbara Authors: B. In: UC Santa Barbara Library. Abgerufen am 16. Oktober 2016 (englisch).