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Jasper von Altenbockum

deutscher Journalist

Jasper von Altenbockum (* 11. Februar 1962 in Schwäbisch Hall) ist ein deutscher Journalist und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Jasper von Altenbockum, (Redaktionskürzel kum.[1]) entstammt einer Stammlinie des Adelsgeschlechtes Altenbockum, die mit dem Baltikum verbunden ist. Er wuchs in Nassau an der Lahn und Schorndorf im Remstal auf. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Geschichte und Germanistik in Tübingen, Berlin und Münster. 1986 erhielt er an der Washington University in St. Louis einen Master of Arts in Politik, Geschichte und Vergleichender Literaturwissenschaft. Anschließend wurde er in Münster mit einer Biographie über Wilhelm Heinrich Riehl promoviert.[1]

Schon während seines Studiums schrieb er als freier Mitarbeiter Artikel für Zeitungen in Reutlingen, Waiblingen und Schwäbisch Gmünd. 1989 trat er in die politische Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein. 1994 bis 1996 war er als Korrespondent für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern tätig. Später bereiste er den Norden Europas und berichtete über Skandinavien und die baltischen Länder. Von 2001 bis Mai 2011 war er in der Frankfurter Zentrale für politische Nachrichten zuständig, seither ist er Ressortleiter Innenpolitik.[1]

Jasper von Altenbockum wohnt bei Frankfurt, ist verheiratet und hat drei Kinder.[1]

Standpunkte und RezeptionBearbeiten

Nachdem der ehemalige Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger 2014 seine Homosexualität offenbart hatte, verfasste von Altenbockum einen Kommentar, in dem er die sich daraus entwickelnde Debatte als „Rocky Horror Hitzlsperger Show“ bezeichnete und Kritik an Homophobie in Deutschland als völlig übertrieben bezeichnete. Der Kommentar schloss mit den Worten „Es sollte nicht so weit kommen, dass Mut dazu gehört zu sagen: »Ich bin heterosexuell, und das ist auch gut so.«“[2] Der Kommentar wurde in der sozialistischen Tageszeitung Neues Deutschland und in der Kolumne S.P.O.N. – Der Kritiker von Georg Diez kritisch aufgegriffen.[3][4]

Von Altenbockum geriet im Juni 2019 in die Kritik, als er auf Twitter ein Video eines als islamistisch und homophob geltenden YouTube-Kanals verbreitete. In dem Video werden Verschwörungstheorien über den YouTuber Rezo verbreitet, die sich unter anderem mit dessen Unabhängigkeit beschäftigen. von Altenbockum versah seinen tweet mit einer Unterstellung gegenüber dem YouTuber Rezo, dieser würde Werbung für den Werbekonzern Ströer betreiben. Nach massiver Kritik löschte von Altenbockum den tweet und entschuldigte sich für die „missverständliche Formulierung“.[5][6]

SchriftenBearbeiten

  • Wilhelm Heinrich Riehl. Sozialwissenschaft zwischen Kulturgeschichte und Ethnographie, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 1994, ISBN 978-3-412-09293-1 (Dissertation)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Frankfurter Allgemeine Zeitung – Die Redaktion: Jasper von Altenbockum
  2. Die Rocky Horror Hitzlsperger Show. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Januar 2014. Abgerufen am 10. Januar 2014.
  3. Sexualschaffner. In: Neues Deutschland, 10. Januar 2014. Abgerufen am 10. Januar 2014.
  4. Hitzlspergers Outing: Angst vor unsittlicher Berührung. In: Spiegel-Online, 10. Januar 2014. Abgerufen am 10. Januar 2014.
  5. FAZ-Innenpolitikchef zerstört sich im Kampf gegen Rezo. In: uebermedien.de, 11. Juni 2019. Abgerufen am 14. Juni 2019.
  6. Deutscher Minister verbreitete rechte Verschwörungstheorie über Youtuber Rezo. In: derStandard.de, 13. Juni 2019. Abgerufen am 14. Juni 2019.