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Hermann von Graevenitz

deutscher Reichsgerichtsrat und Politiker, MdR

Hermann Georg Wilhelm Alexander von Graevenitz (* 28. Mai 1815 in Potsdam; † 25. Oktober 1890 in Leipzig) war Jurist, Reichsgerichtsrat und Mitglied des Deutschen Reichstags.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

 
Gut Frehne um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Graevenitz wurde auf dem väterlichen Gute Frehne in der Ostprignitz erzogen und besuchte das Gymnasium in Salzwedel und die Klosterschule Roßleben. Er studierte in Berlin und Bonn Rechts- und Staatswissenschaften. In Bonn wurde er 1836 Mitglied des Corps Borussia Bonn.[1] In Berlin und Stettin war er Referendar, 1843 wurde er Oberlandesgerichtsassessor und 1844 Kreisgerichtsassessor in Franzburg. 1849 wurde er Kreisrichter in Greifswald und 1852 Staatsanwalt in Lübben. 1853 wurde er in gleicher Eigenschaft nach Elbing versetzt, 1857 zum ersten Staatsanwalt in Danzig und 1862 zum Oberstaatsanwalt in Marienwerder befördert, 1870 wurde er zum Obertribunalrat, 1879 zum Reichsgerichtsrat ernannt. 1883 wurde er nach 46-jähriger Dienstzeit in den Ruhestand versetzt.

Graevenitz war Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses 1853 und 1854, sowie von 1855 bis 1857 für die Konservative Partei. In Folge war er Mitglied des Reichstages von 1877 bis 1881. 1881 verzichtete er wegen seiner Pflichten als Richter am Reichsgericht auf die Wiederwahl für die Legislaturperiode 1881 bis 1884 und wurde von 1884 bis 1890 von Neuem für den Wahlkreis Regierungsbezirk Potsdam 2 (Ostpriegnitz) gewählt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kösener Korpslisten 1910, 19, 122.