Hauptmenü öffnen

Hauneck

hessische Gemeinde im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hauneck
Hauneck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hauneck hervorgehoben
Koordinaten: 50° 50′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Hersfeld-Rotenburg
Höhe: 248 m ü. NHN
Fläche: 17,75 km2
Einwohner: 3159 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km2
Postleitzahl: 36282
Vorwahl: 06621
Kfz-Kennzeichen: HEF, ROF
Gemeindeschlüssel: 06 6 32 007
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hersfelder Str. 14
36282 Hauneck
Website: www.hauneck.de
Bürgermeister: Harald Preßmann (FWG)
Lage der Gemeinde Hauneck im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
ThüringenVogelsbergkreisLandkreis FuldaSchwalm-Eder-KreisWerra-Meißner-KreisAlheimRotenburg an der FuldaCornbergNentershausen (Hessen)BebraBebraWildeckHeringen (Werra)Philippsthal (Werra)Friedewald (Hessen)LudwigsauNeuenstein (Hessen)HohenrodaSchenklengsfeldSchenklengsfeldHauneckHaunetalNiederaulaKirchheim (Hessen)Breitenbach am HerzbergRonshausenBad HersfeldKarte
Über dieses Bild

Hauneck ist eine Gemeinde im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Die Stadt Bad Hersfeld liegt nördlich, in unmittelbarer Nähe. In etwa 35 km Entfernung liegt im Süden Fulda und im Westen Alsfeld.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

 
Blick über Gemeinde Hauneck

Die Gemeinde erstreckt sich an der Haune entlang. Wenige Kilometer nördlich fließt die Haune in die Fulda.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Bodes, Eitra, Fischbach, Oberhaun, Rotensee, Sieglos und Unterhaun.

NachbargemeindenBearbeiten

Bad Hersfeld, Schenklengsfeld, Eiterfeld, Haunetal, Niederaula

GeschichteBearbeiten

 
Kirchenruine im Bergfriedhof aus dem 10. Jahrhundert

Im Jahre 972 wurde eine Kreuzkapelle das erste Mal urkundlich erwähnt. Sie diente vermutlich als Wallfahrtsort. Das sich hier entwickelnde Dorf wurde 1217 das erste Mal in einer Urkunde des Hersfelder Abtes Ludwig I. an den Vogt Bertho von Buchenau als Cruceberc erwähnt. Die Kreuzkapelle diente in den folgenden Jahrhunderten als Dorfkirche. Im 16. Jahrhundert wurde der Ort zur Wüstung, bis Ende des 17. Jahrhunderts hier der Ort Unterhaun entstand. Im Jahre 1736 erhielt die Gemeinde eine neue Dorfkirche. In der Folge verfiel in diesem Jahrhundert die Kreuzkapelle auf einer Anhöhe über dem Ort.

Im Mittelalter hatten die Ritter von Buchenau (Buchenaouwe) über lange Zeit das Lehen über das Amt Schildschlag und das Gericht Johannesberg vom Hersfelder Abt inne. Diesen Hersfelder Verwaltungsgebieten gehörten viele der heutigen Ortsteile an. Die Abtei Hersfeld setzte die Buchenauer auch als Vögte ein. Die Vogtei und der Gerichtssitz lag zusammen mit der der Propstei St. Johannes auf dem Johannesberg. Später, unter den hessischen Landgrafen, wurden die Verwaltungsgebiete von der Burg Hauneck aus regiert, woraus sich dann 1971 der Gemeindename ableitete.

GemeindebildungBearbeiten

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen entstand am 31. Dezember 1971 die Gemeinde Hauneck durch die Zusammenlegung der Orte Oberhaun, Rotensee, Sieglos und Unterhaun. Am 1. August 1972 kamen die bisher selbständigen Gemeinden Bodes und Fischbach (bis dahin im Landkreis Hünfeld) sowie Eitra hinzu.[2][3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1830 1939 1961 1970 1987 2001 2012 2015
Einwohner 1249 2127 2836 2990 3593 3460 3555 3166

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Insgesamt 19 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 52,6 10 54,2 10 55,0 13 63,9 15
FWG Freie Wählergemeinschaft 31,3 6 28,0 5 32,7 7 20,8 5
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 16,1 3 17,7 4 12,4 3 15,3 3
gesamt 100,0 19 100,0 19 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 55,2 56,4 57,5 60,3

BürgermeisterBearbeiten

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Hauneck neben dem Bürgermeister fünf ehrenamtliche Beigeordnete angehören. Bürgermeister ist seit 1. Mai 2004 Harald Preßmann (FWG).[7][8] Seine direkt gewählten Amtsvorgänger waren

  • 1998 bis 2004 Ernst Hebig (SPD)

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Das Wappen zeigt in Silber einen blauen Schrägrechtswellenbalken. Im rechten Obereck 4 und im linken Untereck 3 rote Sterne.“

Der Wellenbalken steht für die Haune, die durch die Gemeinde fließt. Die Sterne symbolisieren die sieben Ortsteile der Gemeinde.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Kirche in Oberhaun aus dem 14. Jahrhundert
  • alter Friedhof in Unterhaun mit Kapellenruine (von 972) auf dem Crucaberc (Kirchberg)

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Hauneck liegt direkt an der Bundesautobahn 4 in unmittelbarer Nähe zu Ausfahrt 32 (Bad Hersfeld). Die Bundesstraße 27 führt entlang der Haune durch die Gemeinde. Durch Hauneck verläuft die Bahnstrecke Bebra–Fulda.

Die nächstgelegenen Flughäfen sind der internationale Flughafen Frankfurt Airport in Frankfurt am Main und der Regionalflughafen Kassel-Calden.

BildungBearbeiten

In Hauneck gibt es eine Grundschule, die seit 2001 den Namen Astrid-Lindgren-Schule trägt. Sie befindet sich im Ortsteil Unterhaun.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hauneck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hersfeld und Rotenburg (GVBl. II 330-13) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 217, § 7 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 397.
  4. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Hauneck
  8. Osthessen News vom 9. November 2015: Preßmann hat jetzt eine dritte Amtszeit vor sich abgerufen am 8. August 2016