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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hasel
Hasel (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hasel hervorgehoben
Koordinaten: 47° 39′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Lörrach
Höhe: 425 m ü. NHN
Fläche: 11,67 km2
Einwohner: 1108 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km2
Postleitzahl: 79686
Vorwahl: 07762
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 08 3 36 034
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofstraße 2
79686 Hasel
Website: www.gemeinde-hasel.de
Bürgermeister: Helmut Kima
Lage der Gemeinde Hasel im Landkreis Lörrach
FrankreichSchweizLandkreis WaldshutLandkreis Breisgau-HochschwarzwaldFreiburg im BreisgauAiternBad BellingenBinzenBöllenEfringen-KirchenEfringen-KirchenEimeldingenFischingen (Baden)FröhndGrenzach-WyhlenZell im WiesentalHäg-EhrsbergHasel (Baden)Hausen im WiesentalInzlingenKandernKleines WiesentalLörrachMalsburg-MarzellMaulburgRheinfelden (Baden)RümmingenRümmingenSchallbachSchliengenSchönau im SchwarzwaldSchönau im SchwarzwaldSchönau im SchwarzwaldSchönau im SchwarzwaldSchönau im SchwarzwaldSchönau im SchwarzwaldSchönenberg (Schwarzwald)SchopfheimSchwörstadtSteinen (Baden)TodtnauTunauUtzenfeldWeil am RheinWembachWembachWembachWieden (Schwarzwald)WittlingenWittlingenZell im WiesentalZell im WiesentalZell im WiesentalKarte
Über dieses Bild

Hasel ist eine Gemeinde im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg. Die Gemeinde ist der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Schopfheim-Maulburg-Hausen-Hasel angeschlossen.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Hasel liegt am Südrand des Schwarzwalds im Haseltal zwischen den Tälern der Wiese und der Wehra.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Süden an die Stadt Wehr im Landkreis Waldshut und ist ansonsten vom Gebiet der Stadt Schopfheim umgeben.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Hasel gehören die Dörfer Hasel und Glashütten und die Häuser Altmatt und Bahnstation Hasel. Im Gemeindegebiet liegt die Wüstung Eichenbrunnenhof.[2]

GeschichteBearbeiten

Hasel wurde erstmals in einer Urkunde des Klosters St. Gallen aus dem Jahre 820 als Hasalaho erwähnt. Verschiedene geistliche und weltliche Herrschaften hatten Rechte in dem Dorf bis es 1503 zur Markgrafschaft Baden kam.

PolitikBearbeiten

 
Rathaus Hasel

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Hasel hat 10 Mitglieder. Er besteht aus den ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde der Gemeinderat durch Mehrheitswahl gewählt[3]. Mehrheitswahl findet statt, wenn kein oder nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde. Die Bewerber mit den höchsten Stimmenzahlen sind dann gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 61,3 % (2014: 54,4 %).

VerwaltungBearbeiten

Die Gemeinde Hasel gehört seit Februar 1971 einer Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Schopfheim an.

BürgermeisterBearbeiten

Im Oktober 2014 wurde Helmut Kima wiedergewählt.[4]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

NaturdenkmälerBearbeiten

Die Erdmannshöhle in Hasel ist eine der ältesten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Ihre Gesamtlänge beträgt mehr als zwei Kilometer, der für Besucher zugängliche Teil ist 360 Meter lang. In der Tropfsteinhöhle befindet sich unter anderem einer der größten und ältesten Tropfsteine Deutschlands, der über vier Meter hoch und am Fuß über zwei Meter dick ist. Sein Alter wird auf mehr als 135.000 Jahre geschätzt. Der Name Erdmannshöhle geht auf die sagenhaften Erdmännchen und Erdweibchen zurück, die einst hier gelebt haben sollen und ihren Platz in zahlreichen Sagen und Geschichten (u. a. des Heimatdichters Johann Peter Hebel) gefunden haben.

BaudenkmälerBearbeiten

Die Evangelische Kirche Hasel wurde im Jahr 1779 errichtet. Aus einem bereits 1275 urkundlich belegten Vorgängerbau stammt ein Taufstein, der auf 1627 datiert ist.

KunstBearbeiten

Das 1981 von Peter Grüninger gegründete Kunstforum Hasel brachte bisher über 300 Ausstellungen regionaler, überregionaler und internationaler Kunstschaffender nach Hasel. Der Sitz des Kunstforums befindet sich seit 1998 im Hotel Erdmannshöhle.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Ostportal des Fahrnauer Tunnels in Hasel

WirtschaftBearbeiten

Es gibt Landwirtschaft, Gewerbe, drei Gaststätten und dank der Höhle etwas Tourismus in Hasel.

VerkehrBearbeiten

Über die Wehratalbahn (SchopfheimBad Säckingen) war der Ort bis 1971 an das Schienennetz angebunden. Derzeit wird eine Reaktivierung der Strecke geplant. Hasel verfügt über eine gute Anbindung an den Busverkehr Bad Säckingen-Schopfheim.

Ein knapper Kilometer südlich von Hasel verläuft die Bundesstraße 518, welche nach Süden die Anbindung an Wehr und Schwörstadt, nach Westen über die Eichener Höhe nach Schopfheim bietet.

BildungBearbeiten

Hasel verfügt über einen evangelischen Kindergarten und eine Grundschule. Weiterführende Schulen gibt es im vier Kilometer entfernten Wehr (Realschule) und im sieben Kilometer entfernten Schopfheim (Gymnasium).

LiteraturBearbeiten

  • Helmut Kima: Hasel 2005 – Ein Dorf erinnert sich an seine Vergangenheit. In: Das Markgräflerland, Band 2/2005, S. 5–9 Digitalisat der UB Freiburg
  • Christopher Schmidberger: Hasel (LÖ). In: Alfons Zettler, Thomas Zotz: Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau, II. Südlicher Teil: Halbband A–K. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-7366-5, S. 255–262
  • Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden, Tübingen und Leipzig, 1901, Fünfter Band – Kreis Lörrach; S. 181–182 online
  • Carl Gustav Fecht: Die Großherzogl. Badischen Amts-Bezirke Waldshut, Säckingen, Lörrach, Schopfheim. Gutsch, Lörrach und Waldshut 1859, S. 482–491
  • Heinrich Weidner: Geschichte von Hasel und Glashütten. Wehr 1833
  • Heinrich Weidner: Das Dorfbild von Hasel um 1570. In: Das Markgräflerland, Heft 3 (1931/32), S. 87–91 Digitalisat der UB Freiburg

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hasel (Baden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 887–888
  3. Vorläufiges Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2019 beim Statistischen Landesamt
  4. https://www.staatsanzeiger.de/staatsanzeiger/wahlen/buergermeisterwahlen/hasel/