Hans Booms

deutscher Archivar

Johannes (Hans) Heinrich Booms (* 22. Juni 1924 in Haldern; † 16. April 2007 in Lahnstein) war ein deutscher Archivar. Von 1972 bis zu seiner Pensionierung 1989 war er Präsident des Bundesarchivs.

Hans Booms (Mitte), 1982 mit Helmut Schmidt und Jürgen Schmude

LebenBearbeiten

Booms diente während des Zweiten Weltkriegs in der Marine. Nach Kriegsende holte er sein Abitur nach und begann Geschichte zu studieren. 1951 promovierte er an der Universität zu Köln zum Dr. phil. mit einer von Theodor Schieder betreuten Arbeit über Die deutschkonservative Partei. Preußischer Charakter, Reichsauffassung, Nationalbegriff und arbeitete zunächst an der Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa mit. Ab 1955 war er Archivreferendar beim neu gegründeten Bundesarchiv in Koblenz und an der Archivschule Marburg. Nachdem er die Ausbildung für den höheren Archivdienst absolviert hatte, wurde er im Herbst 1957 vom Bundesarchiv als Archivassessor übernommen. Seit 1970 war er auch Honorarprofessor der Universität Köln.

Booms wurde 1980 zum Vizepräsidenten des Internationalen Archivrats gewählt und richtete 1984 den Internationalen Archivkongress in Bonn aus. Von 1984 bis 1988 diente er als Präsident des Internationalen Archivrats.[1]

EhrungenBearbeiten

SchriftenBearbeiten

  • Hrsg. mit Marian Wojciechowski: Deutsche und Polen in der Revolution 1848–1849. Dokumente aus deutschen und polnischen Archiven. Bearb. von Heinz Boberach, Boldt, Boppard am Rhein 1991.
  • Die deutschkonservative Partei. Preußischer Charakter, Reichsauffassung, Nationalbegriff. Droste, Düsseldorf 1954.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jens Murken: Das Bundesarchiv trauert um Prof. Dr. Hans Booms. In: Archivnachrichten. Quelle: Bundesarchiv, Pressemitteilung, 30. April 2007. Abgerufen 12. September 2014.